Purple Schulz
Shownotes
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Unsere Musik in dieser Folge:
Purple: Symon (Simon Schmidt) - von Tag 1
Maegz: Preface - Palast hôtel
Andreas: Alison Krauss - Down to the river to pray
Jérôme: xxx
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Andreas Zimmer:
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00:00:02: Soundtrack of life.
00:00:06: Geschichten,
00:00:07: die das Leben
00:00:07: schrieb.".
00:00:09: Ich bin Jerome Brinell, außerdem mit dabei ist Andreas Zimmer.
00:00:12: Grüß dich
00:00:12: Andy!
00:00:12: Hi!
00:00:13: Ja ich bin dabei und es nicht gelogen live in Farbe.
00:00:16: Gott sei Dank.
00:00:17: und außerdem Markus Henkel grüßt sich Max.
00:00:19: Hi!
00:00:20: Hallo again!
00:00:22: Es ist furchtbar
00:00:22: heiß,
00:00:23: wir zahlen ihn trotzdem auf und schmelzen so dahin
00:00:26: und
00:00:27: das lohnt sich glaube ich heute ganz besonders zu schwitzen denn wir haben einen wirklich Ganz, ganz vollen Studiogast.
00:00:32: Wir haben ihn vor der Sendung ein bisschen kennengelernt und ich freue mich riesig weil ... Ich bin damit aufgewachsen mit seiner Musik.
00:00:39: Herzlich willkommen Purple Schultz!
00:00:41: Hi!
00:00:41: Hallo zusammen!
00:00:43: Wow!
00:00:43: Und er
00:00:43: hat eine fantastische Stimme und das kommt nicht von ungefähr Weil wir haben auch rausgefunden.
00:00:47: Das wusste ich ehrlich gesagt nicht.
00:00:49: Das kam jetzt im Vorgespräch raus.
00:00:51: Wir waren ja so zu sagen Kollegen du warst nämlich auch mal beim Hörfunk.
00:00:55: Ja ich habe sieben Jahre lang die Songpoeten für WDR vier gemacht Und mein Schwerpunkt meiner Sendung, also neben mir gab es noch Manuel Unger und Wolfgang Niedecken.
00:01:03: Die hatten auch ihre Sendungen.
00:01:05: aber meine Sendung haben sich mal einmal im Monat mit deutschen Singer-Songwriter und Songwriterin beschäftigt.
00:01:11: Und da gibt es eine Menge zu entdecken, das war für mich auch eine ganz tolle Zeit muss ich sagen.
00:01:16: Wie war das für dich da eine andere Rolle zu springen?
00:01:18: Normalerweise bist du ja derjenige so wie jetzt auch, der Fragen beantwortet, dann musst du plötzlich Fragen stellen!
00:01:24: Naja ein bisschen Fragen beantworten muss man ja auch in so einer Sendung.
00:01:27: also insofern ist das nicht so schlimm.
00:01:29: aber ich habe auch viele Fragen gestellt völlig klar Ich finde einfach dass wir eine unfassbar kreative Musikszenen haben in Deutschland, also vor allen Dingen was die deutschsprachigen Künstler angeht.
00:01:42: Und leider finden sie in den Medien ja überhaupt nicht so statt und werden überhaupt nicht richtig gewürdigt.
00:01:47: und mal abgesehen von der Hand voll an großen Namen, das gibt es.
00:01:51: Es gibt daneben eine Szene, die spiel vor hundert zweihundert Leuten und das ist fantastisch etwas was da abgeht.
00:01:57: und diese Leute wollte ich einfach einem Publikum vorstellen, das normalerweise gar nichts von deren Existenz mitbekommen hätte.
00:02:04: Und das ist mir über sieben Jahre lang sehr gut gelungen.
00:02:06: Es war eine sehr schöne Sendung!
00:02:08: Ich habe allerdings meine Arbeit für den WDR... Damals niedergelegt, das war ... ... und ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht... wie ich das heute noch bewerkstelligen sollte.
00:02:19: Weil es ist ein Haufen Arbeit!
00:02:21: Und wenn's auch nur eine Sendung ist im Monat aber man muss sich durch so viel Material durchhören und man hat nur ne Stunde Zeit, man will aber auch ein bisschen was erzählen über die Künstler dann muss man verdammt lange für arbeiten weil es ist ja nicht mehr so dass man heute irgendwie noch irgendwie sowas wie eine Biografie eines Künstlers findet.
00:02:40: Das findet ja nicht mehr so statt, wie das damals war.
00:02:42: Die Leute haben auch keine Homepage mehr, die haben nur noch Instagram-Seiten und da erfährst du nichts über sie.
00:02:49: Und was ich so schade finde ... weil... Ich kann die Musik nie von den Künstlern trennen!
00:02:55: Das ist das Geld für mich zusammen und ich möchte gern etwas über Sie erfahren um das irgendwie auch einordnen zu können, was Sie da singen und was Sie machen.
00:03:02: Ich sehe schon der Andy Kratz mit den Hufen, er will unbedingt eine Frage stellen.
00:03:06: Aber eine Frage muss ich noch loswerden?
00:03:07: Ich hab sie recherchiert!
00:03:09: Ich weiß die Antwort aber es ist glaube ich besser wenn du die Geschichte erzählst weil... ...ich bin ja mit deiner Musik aufgewachsen und du nanntest dich oder nennst dich Purple Schulz und ich habe immer wenn ich die Musik gehört habe mich gefragt wieso nennt er sich Purple?
00:03:21: Als ich mir die Frage gestellt habe in den Achtziger und Neunziger Jahren gab's noch kein Internet das heißt ich konnte es nicht googeln zwischen Kamandas googeln aber ich glaub' die Geschichte dahinter erzählts lieber du.
00:03:30: Aber die
00:03:36: durfte ich nicht
00:03:37: kaufen.
00:03:38: Meine Eltern haben es überfroren und war ich ein braver Sohn, da hab' ich's natürlich auch nicht gekauft.
00:03:42: Ich habe sie bei den Kollegen gelesen!
00:03:44: Ja, es stand natürlich auch ganz viel Unsinn in der Bravo.
00:03:47: Ich könnte gleich noch eine Geschichte zu erzählen aber den Namen habe ich mir nicht selber verliehen.
00:03:52: das ist wirklich ein Spitzname den ich bekommen hab als ich dreizehn war weil ich bin damals in Köln's einziges Augegeschäft gegangen da standen richtige Hammons und richtige Leslie´s und das war für mich die einzige Möglichkeit an diesen Instrumenten überhaupt zu spielen.
00:04:05: Und weil ich dann wirklich dann den ganzen Nachmittag Child in Time gespielt habe von die Purple, hat man mir diesen Spitznamen Purple gegeben.
00:04:13: Und seitdem habe ich diesen Spitzenamen und das ist also kein Künstlername was viele Leute denken.
00:04:18: Ich hätte mir ausgedacht wie Pink Floyd oder sowas.
00:04:21: Nein!
00:04:21: Purple Schulz ist tatsächlich.
00:04:24: Purple ist ein Spitzname, aber Schulzei sich wirklich.
00:04:26: Da hab
00:04:27: ich ja Glück gehabt!
00:04:27: Ich habe immer den Flo-Waltzer auf dem Klavier gespielt als ich bei meiner Patentante war.
00:04:31: Sie hätte mich dann Flo Brinell nennen können
00:04:34: oder so.
00:04:34: Hat sie Gott sei Dank nicht gemacht?
00:04:35: Sie kam nur irgendwann mal runter in den Keller und sagte Jerome jetzt ist genug mit Flo-Valzer.
00:04:40: Jetzt reicht es tatsächlich so gewesen.
00:04:42: Du hattest auch Glück dass du dich nicht dieb Schulz genannt haben oder?
00:04:47: Ja... Das hätte mich schlimmer treffen können, ja.
00:04:49: Also es war bei mir los gegen ihn in den Achtzigern und da gab's wie gesagt die neue deutsche Welle aber der habe ich mich gar nicht zugehörig gefühlt.
00:04:57: Da wurden mir auch zu wenig Geschichten erzählt, die ich irgendwie spannend fand.
00:05:02: Vieles war Albern und so in der Nachschau denkt man sich ja... Schön, wenn ich das höre, dann denke ich wieder an die Zeit damals.
00:05:10: Aber wir haben hier in einem Umfeld stattgefunden und da darf man jetzt auch nicht vergessen... Wir waren in den Top-Ten damals also Mitte der achtziger Und da waren unsere.
00:05:19: vor uns war was weiß ich Pat Beneter und hinter uns war Schlaf mich tot und es war ja etwas ganz anderes.
00:05:27: Das war eine spannende Zeit.
00:05:28: insofern.
00:05:29: aber wie gesagt zur NDW habe ich mich eigentlich nie zugehörig gefühlt.
00:05:32: dafür fand Da passt doch unsere Musik nicht zu.
00:05:35: Die war ja schon immer ein bisschen komplexer und wesentlich spannender auch produziert, wir hatten damals teilweise die Prototypen von Samplern und Instrumenten neuen Keyboards wie es dann gab, die hatten ja die Prototype im Studio und haben damit gearbeitet.
00:05:51: Wir haben dann teilweise in Brüssel aufgenommen wo Thomas Dolby auch aufgenommen hat und hatten da Zugang zu wirklich lindhaft teuren.
00:06:02: Das war schon ein Riesenglück, aber das hat uns auch immer wieder herausgefordert diese Technologien zu nutzen und damit auch umzuspielen.
00:06:09: Und das hat mir großen Spaß gemacht in der Zeit ja.
00:06:13: Ich habe
00:06:22: es
00:06:23: ja vorhin schon gesagt, ich bin mit deiner Musik wirklich aufgewachsen.
00:06:26: Weil die Zeit als die neue deutsche Welle war so meine Zeit wo ich dann mich angefangen habe für Musik zu interessieren und das war ja auch deine große Zeit auch wenn du dich jetzt nicht unbedingt zur neuen deutschen Welle gezählt hast aber komischerweise also.
00:06:39: du hast ja viele Hits gehabt vor allem natürlich verliebte Jungs.
00:06:42: Aber ein Musikstück von dir fand ich besonders schön Das weiß ich kann gar nicht sagen warum ob's die Melodie ist oder ob der Text ist kleine Sehen.
00:06:51: Das war so mein absoluter Favorit von dir.
00:06:54: Wie ist denn dieser Titel entstanden?
00:06:55: Ja, dazu muss ich gleich was sagen.
00:06:58: Kleine Szenen sind tatsächlich der einzige Hit bei dem ich weder komponiert noch getextet habe aber vielleicht trotzdem eine spannende Geschichte.
00:07:08: die Gruppe Purple Jewels ist ja hervorgegangen aus der neuen Heimat und unser Bassist hat uns vor seinem Ausstieg quasi Zwei Songs hinterlassen.
00:07:18: Der eine davon war Sehnsucht, da gab es nur ein Playback ohne irgendwie eine Gesangslinie oder irgendwas drauf und der andere Song war kleine Sehen Und zu kleinen Sehen.
00:07:31: die Musik stammt also von Hagi Schmidt und Christoph Moritz und den Text schrieb damals Dieter Hof, der lange auch unser Schlagzeuger war, aber dann auch man zschlagt mich tot mal das waren siebenundachtzig Siebenundachtzig hat er die Band verlassen.
00:07:48: Und das ist ein Song, der heute noch auf der Bühne stattfindet und ich muss dazu noch eine kleine Sache vielleicht noch erzählen.
00:07:56: Wir hatten Sehnsucht als Single.
00:07:59: dann kam Nomidir Dann kam Verliebte Jungs und dann standen wir vor den Scheitern.
00:08:04: Was wird die dritte Single?
00:08:05: Da bot sich Kleine Sehen an Ich und der Josef Der damals mit Dieter unser Trio bildete.
00:08:12: Wir waren der Ansicht, wenn wir das jetzt auch noch als Single machen dann sind wir wirklich in der Kuschelrock-Ecke.
00:08:18: Da wollten aber nicht hin.
00:08:19: da haben wir uns auch nie gesehen.
00:08:21: Wir haben es zum Glück trotzdem gemacht.
00:08:22: ich habe den Song überall die Jahre natürlich immer im Programm gehabt.
00:08:26: er hat sich immer ein bisschen verändert und so wie ich wie ich ihn jetzt so die letzten sechs jahre spiele so gefällt er mir eigentlich am allerbesten und ist eine große Überraschung wenn das im Programm kommt weil es verbunden mit einer wunderschönen Geschichte der ja leider im Jahr- und Jahrzehnte verstorben ist, würde sich freuen wenn er das noch erlebt hat.
00:08:46: Aber der Song ist immer noch im Programm und ich stehe auch zu dem Song und ich muss natürlich die Songs dann so hinwiegen dass sie mir auch selber Spaß machen – immer wieder neu!
00:08:56: Und es gibt ja nun Songs, die haben wirklich mehr als vier Jahrzehn da auf den Buckel und da ist das manchmal echt eine Herausforderung weil ich weiß viele Fans ins Konzert kommen, weil sie eben die Songs aus den Arztikern auch gerne wieder hören.
00:09:09: Die sind auch alle da aber halt so dass sie mir selber totalen Spaß machen und dann geht auch wirklich die Post ab dahin.
00:09:16: Denn ich bin ganz überrascht das du Jerome auf kleine Sehnen kommst.
00:09:20: Du bist ja sonst mehr der Typ der auf die großen Songs anspringt.
00:09:26: Ich mag einfach
00:09:27: Melodien.
00:09:28: Mir gefällt die Melodie so wahnsinnig gut, ehrlich gesagt.
00:09:31: Das kann ich hundertprozentig nachvollziehen.
00:09:32: aber sonst bist du ja immer der Mann, der straight auf den großen Hit geht und er war hier eindeutig Sehnsucht.
00:09:40: und ich glaube auch dass ganz viele Leute Purple Shoals heute noch mit Sehensuchte in Verbindung bringen was mir nicht schwerfällt.
00:09:47: jeder hört den Urschrei Ich will raus.
00:09:51: Und die zweite Sache ist aber, du bist tatsächlich was mit zwischen den Zahlen höheren.
00:09:55: Du bist auf Tour?
00:09:56: Ja ich bin zweimal im Jahr auf Tour immer noch trotz meines bevorstehenden siebzigsten Geburtstags mache ich das immer noch sehr gerne mit viel Freude und Leidenschaft und auch mit sehr viel Kraft.
00:10:09: Die Tour beginnt jetzt am vierten September in Bündel.
00:10:16: Vier oder fünf auf jeden Fall im Freitag.
00:10:18: Es gibt nur noch wenige Tickets und ich weiß nicht ob hier zur Ausstrahlung, ob es da noch welche gibt.
00:10:23: In der Regel nämlich nicht.
00:10:25: aber wir spielen dann noch bis Ende Oktober und ja ist so... Ich muss das vielleicht auch noch ganz kurz einfügen.
00:10:31: Ich mache zwei Turnäen im Jahr.
00:10:33: die eine ist von März bis April und die andere ist von September und Oktober Und das sind die Zeiten wo ich unterwegs bin.
00:10:40: in der übrigen Zeit verbringen wir so zu viel Zeit wie möglich bei uns in Holland.
00:10:45: oder aber es gibt immer so wahnsinnig viel zu tun.
00:10:50: Jetzt im Moment, wo wir hier miteinander reden stecke ich sowieso bis über beide Ohren in Arbeit weil Ende September ja auch noch mein neues Album rauskommt zum siebzigsten Geburtstag.
00:11:00: Kommt da auch Interpretation von den bisherigen Kids oder kommt da ein neues Material?
00:11:04: Oder beides vielleicht?
00:11:06: Wie sich das für einen siebzigsten Geburtsach gehört ist das eine Werkschau die wirklich mal zurück Blick auf drei CDs, was in diesen fünf Jahrzehnten, die ich jetzt dabei bin.
00:11:17: Ich bin da über fünf Jahrezehnte schon auf der Bühne.
00:11:20: Was an Musik alles entstanden ist.
00:11:22: Zum einen gibt es zwei CDs, die die wichtigsten Studieaufnahmen nochmal repräsentieren weil viele denken ja also die nicht regelmäßig sich mit mir befassen oder wenn sie mich nur aus dem Radio kennen, die denken ja nach deiner Zeit hat nichts mehr geschrieben.
00:11:37: Weil alles was danach kam wurde von den Medien irgendwie ganz geflissentlich ignoriert.
00:11:44: aber Tatsache ist dass danach noch einige Alben entstanden sind und immer wieder neues Material mit dem ich unterwegs war und wirklich in der regel ausverkaufte Häuser habe wenn ich heute unterwegs bin Davon ist natürlich auch jede Menge auf diesem Album.
00:11:57: Also zwei CDs reichen eigentlich kaum aus, sich da einen Überblick zu verschaffen weil es sind einfach so viele schöne Titel dabei die jetzt auch in der Rückschau noch mal für mich wahnsinnig spannend waren sie nochmal zu erleben.
00:12:09: und dann gibt es noch eine dritte CD bei dieser Werkschau und das ist ne CD die hat wirklich in sich das sind Raritäten lange verschollene live Aufnahmen und wirklich Kompositionen, die in irgendeinem anderen Kontext stattfahren.
00:12:25: Zum Beispiel die Heinz-Rühmann-Revue zum neunzigsten Geburtstag von Heinz Rühmann.
00:12:29: Da gibt es eine wunderschöne Nummer, die ich mit meinem Sohn zusammen mache.
00:12:33: Da war der allerdings gerade mal zwei Jahre alt oder zweieinhalb.
00:12:36: Und das ist aber trotzdem schön ... Das sind Aufnahmen, die bekommt man heute nur, um mehr zu hören.
00:12:41: Und es sind wirklich Raritäten teilweise Titel, die nie auf einem Album drauf waren oder auch Sachen, die gar nicht in Deutschland veröffentlicht waren.
00:12:49: Das hat viel Spaß gemacht, das alles zusammen zu suchen.
00:12:54: Ein enormer Kraftakt dieses Album dann irgendwie zusammenzustellen, weil es ist ja mehr als nur irgendwo mein Master irgendwie rauszusuchen und zu gucken.
00:13:02: Das nehmen wir da drauf!
00:13:03: Es ist sehr viel mehr Arbeit so ein Album zusammenzustellen, dass viele sich das
00:13:07: vorstellen können.
00:13:14: Ich
00:13:14: wollte eigentlich schon vorhin hören was er uns für Musik mitgebracht hat aber er hat so schöne Geschichten erzählt, da wollte ich nicht dazwischen gehen.
00:13:21: Du hast uns aber schöne Musik mitgebracht und ich bin tatsächlich sehr gespannt darauf, was du da mitgebracht hast.
00:13:26: Ja vielleicht fangen wir mal an weil wir eben ja lange über die deutschen Künstler gesprochen haben und Radio... Ich bin durch meine Radiarbeit, bin hier bei einem Künstlern gestoßen aus Gebürtig-Aushaltern am See, lebt aber jetzt schon einige Zeit in Hamburg und der hat ein fantastisches Debüt hingelegt und zwar mit einer Single, als ich die gehört habe, hab' ich echt Tränen in den Augen gehabt und nicht nur mir ging es so, sondern ganz vielen die diesen Song gehört haben.
00:13:54: Der Künstler heißt Simon Schmidt, firmiert jetzt nur noch als Simon wobei er durch das O schreibt sich mit Y S Y M O N Und das O hat diesen diesen Schrägstrich drin also wie im Dänischen glaube ich ist.
00:14:08: Ja ja,
00:14:08: ich glaub dass es Dänischer
00:14:09: ist.
00:14:10: Und Simön müsste man seitlich aussprechen.
00:14:15: aber Simon hat einen Song geschrieben der heißt Von Tag Eins Und da beschreibt er in etwas mehr als fünf Minuten ein ganzes Leben.
00:14:23: Bis zu diesem Alter ist, da glaube ich Anfang Mitte zwanzig gewesen und vielleicht hören wir einfach mal rein in diesen Song.
00:14:30: Das machen wir gleich.
00:14:31: was mir aufgefallen ist im Text ist, dass er mein Lieblingsfilm angesprochen hat nämlich Forrest Gump.
00:14:39: Ich finde das immer ganz toll, wenn junge Leute so alte Filme entdecken.
00:14:43: So alt ist der Film
00:14:44: auch nicht?
00:14:45: Machen
00:14:45: wir nicht so
00:14:48: alt!
00:14:48: Jedenfalls ich find es ganz toll wenn die jungen Leute so alten Filmen entdeckten und daraus aus diesen Geschichten was für sich rausholen können.
00:14:56: Es ist ja auch immer ganz spannend, wenn man jungen Leuten so wie alle ersten Genesis Alben vorspielt oder die ersten Yes-Alben da hören die in der Musik, die heute kein Schwein mehr macht wo.
00:15:05: auf jeden Fall muss man sich schon schwer auf die Suche begeben wenn man sowas noch hören will.
00:15:09: Ich finde das wahnsinnig spannend und klasse, weil die jungen Leute haben einen Zugang dazu.
00:15:16: ich finde zu Musik kann man immer einen Zugangs schaffen und darin habe auch meine Aufgabe als Radiomacher damals gesehen eben solche Räume zu öffnen und neue Horizonte zu schaffen damit ein bisschen breiteres Spektrum mitbekommen von dem, was da draußen abgeht.
00:15:33: Andreas war dir Simon in Begriff?
00:15:36: Ja, war es mir auch.
00:15:38: ich habe ihn allerdings erst mit dem Album mitgekriegt, was er dann ein bisschen später raus gebracht hat.
00:15:41: die erste Single ist da drauf und das Namensgeber der das Album hat mich aufgerissen.
00:15:47: Ich hab's ja vorhin schon gesagt Es gibt solche Sachen Denn Purple sagt, er hat den Song gehört und der musste bei den Tränen kämpfen.
00:15:53: Das ging mir ganz genauso.
00:15:54: Der ist eben so... Ja, ihr beschreibt es nicht.
00:15:57: Eigentlich ist das ein Liebeslied an seiner Mutter.
00:16:00: Von Tag eins an ist sie da.
00:16:01: Es geht um seine Mutter.
00:16:02: Es wird erst am Schluss klar.
00:16:04: Und es ist unprätänziös aber trotzdem trifft's hundertprozentig auf Sachen zu die bei mir auch passiert sind.
00:16:12: Und ja, es hat irgendwie mir gezeigt was in meinem Leben passiert ist was gefehlt hat und solche Sachen.
00:16:20: Also es hat wirklich ganz viel bei mir ausgelöst, ich muss zu schwer schlucken und das werde auch gleich müssen wenn wir das jetzt anhören.
00:16:27: Ja nicht nur bei dir Andi, so ging es eigentlich allen die diesen Song gehört haben und das möchte ich noch anfügen die kleine Geschichte weil ich hatte mit diesem Song das vor was damals Dave Coleman beim WDR gemacht hat.
00:16:38: Der hat nämlich meinen Song Sehnsuch einmal an einem Sonntag-Narmittag gespielt und dann haben die Leute angerufen, was ist das?
00:16:44: Wer ist
00:16:44: das?!
00:16:45: Und dann fand er die Reaktion so toll dass es am nächsten Sonntage wiedergespielt hat.
00:16:49: Und am darauffolgenden Sonntags und darauf wieder!
00:16:52: Dann stiegen die anderen Sender nach und nach ein und das war eine Zeit in der Radio noch Hitz gemacht hat.
00:17:00: Das gleiche hatte ich jetzt eigentlich vor mit Simon Schmidt eine Sendung nach der anderen und habe ihn immer wieder ausführlich angekündigt.
00:17:10: Ich wäre vor gewesen, wenn ich das erreicht hätte was Dave Coleman damals zu meinem Erfolg beisteuern konnte.
00:17:17: aber das Radio hat leider nicht mehr diese Wirkung wie damals und es ist halt so dass viele jetzt einfach auch ausweichen auf Podcasts die natürlich eine enorme Hörerschaft haben.
00:17:32: gerne gemacht hätte, was leider nicht geklappt hat.
00:17:34: Aber ich halte ihn auch für einen ganz großartigen Musiker und Künstler.
00:17:37: sehr, sehr kreativer Kopf!
00:17:38: Wir hören rein in den Song von
00:17:40: Simon.
00:17:49: Du machst auch das, was viele Künstler zurzeit tun mit denen wir zu tun haben in dieser Sendung.
00:17:54: Nämlich auf Tournee gehen.
00:17:55: Viele gehen auf Tourneewerse sagen naja anders kann ich kein Geld mehr verdienen weil Streamingdienste und CD-Verkäufe usw.
00:18:01: Das bringt es nicht mehr so wirklich ist das für dich auch der Antrieb?
00:18:04: oder sagst du einfach Ich bin einfach so wahnsinnig gern auf der Bühne?
00:18:07: Oder sind beides
00:18:08: also?
00:18:09: Musik mache ich in aller erster Linie mal für die Bühnen Weil ich finde das Erlebnis live zu spielen vor einem Publikum dass Gemeinsam in einer großen Gemeinschaft diese Musik erlebt, dass es durch nichts zu ersetzen.
00:18:23: Das ist das was Kultur eigentlich ausmacht weil da kann man wirklich wie ich eben auch schon sagte, da kann die Räume öffnen und Geschichten erzählen und vor allem das Schöne ist an der Bühne.
00:18:33: du kannst hinterher noch mit den Leuten am Merkstand darüber ins Gespräch kommen und man kann Fragen aufwerfen Man kann schon bewusstseins erweitern und arbeiten, je nachdem was man für einen Anspruch an seinem eigenen Text hat.
00:18:47: Das ist der Grund warum ich das mache.
00:18:49: Aber ich habe nicht die eine ganze Frage.
00:18:51: Du hattest deine Frage umfasst noch in anderen Aspekte?
00:18:54: Die Kohle!
00:18:54: Also verdienst du damit dein Geld oder kommt doch Geld auch über CD-Streamingdienste rein?
00:19:01: Also, ich muss dazu sagen, Streaming-Dienste haben wir bis jetzt nicht bedient.
00:19:05: Ich mache ja seit Jahrzehnte und zwölf schreibe die Songs zusammen mit meiner Frau.
00:19:09: Wir bringen sie selber raus, wir haben unser eigenes Label Und wir haben unsere Alben nicht bei den Streaming Diensten stehen.
00:19:17: Also ganz einfach ein Grund weil ich sage Musik hat ihren Wert!
00:19:20: Bei den Streamingsdiensten wird sie verschärbelt, wir als Künstler haben gar nichts davon Und das sehen wir einfach nicht ein und deswegen machen wir das nicht mit.
00:19:30: Jetzt bei der Werkschau wird es was anderes sein, denn diese Werkschuhe ich könnte sie nicht machen wenn Universal da nicht eingestiegen wäre in dieses Projekt weil Universal hat damals die ganzen Rechte an den Emmys Songs irgendwo natürlich bekommen Hat ja ist ja unglaublich viel passiert in dieser Musik-Szene innerhalb der letzten zwanzig, dreißig Jahre.
00:19:49: Und jetzt wird es so sein dass die Werkschau die wird schon.
00:19:52: also das kann man sagen die wird auch bei den Streaming-Diensten verfügbar sein.
00:19:56: Ich finde es nicht unbedingt richtig aber Das ist natürlich dann Sache der Universal.
00:20:00: die hat ein Großteil der Rechte besitzt an den Songs Aber das ist völlig okay!
00:20:04: Das Album habe ich noch gar nicht gesagt.
00:20:05: das wird heißen Ich hab' Nicht Ewigzeit und genauso ist es.
00:20:10: Ja wenn man vor seinem siebzigsten Geburtstag steht weiß man, dass die Uhr langsam tickt.
00:20:14: Und ich hab noch einiges vor, also abgesehen von der Werkschau ist jetzt kein Adieu an die Fans sondern ich habe noch ein paar Sachen in Petto, die hab' ich mir auf jeden Fall vorgenommen.
00:20:23: Ich hab auch nicht ewig Zeit?
00:20:26: Ja du musst aber, ich bin jetzt hier dann reden wir auch oder dann rede ich auch.
00:20:30: Alles gut!
00:20:30: Ist okay!
00:20:31: Mach ihr das Programm, du bist das ja ... Weiß ja... Ich hab
00:20:34: Ewigzeit!
00:20:38: Nur ist es natürlich so, mit CD-Verkäufen kann man nicht mehr die Umsätze generieren wie wir das Glück in den Achtzigern und Neunzigern hatten.
00:20:46: Das ist völlig klar!
00:20:47: Trotzdem muss ich sagen dass mein letztes Album, mein erstes Live-Doppelalbum überhaupt, dass sich im Jahr zwanzig rausgebracht hat bei dem ich Jonas Tilsch eine violine Gitarre am Klavier und am Akkordeon begleitet und mir ihre sagen auf den Stimme von diesem Album ist tatsächlich bei JPC in dem Verkaufs Schatz auf Platz eins gegangen und zwar ohne das.
00:21:11: wir irgendwie einen Cent an Promotionen da reingesteckt haben.
00:21:14: Wir haben ein Newsletterversand, okay wir haben ein paar kleine Ankündigungen die man bei Facebook bezahlen muss, haben ja schon gemacht klar.
00:21:22: aber wir haben natürlich jetzt nicht den Etat einer Sony oder einer Universal das ist völlig klar!
00:21:27: Aber die waren alle völlig nervös wie uns das gelungen ist auf diesem Platz eins zu kommen während ihre anderen Künstler für diese wahrscheinlich hundertfünfzig tausend in die Promote stecken dahinter irgendwie weg subten.
00:21:39: Das hat uns ganz ehrlich gesagt, das war für uns schon eine innere Bundesgartenschau.
00:21:44: Das kann man nicht anders sagen und wir sind da auch ein bisschen stolz drauf.
00:21:48: Wenn gleich, dass natürlich... Wir sind in der dritten Auflage jetzt was die CDU angeht.
00:21:54: Und das ist schon verdammt gut,
00:21:55: ne?
00:21:56: So absolut!
00:21:57: Jetzt würde ich aber gerne überleiten.
00:21:59: kurz zu Max weil Max ist bisher noch gar nichts zu Wort gekommen und ich würde schon gerne wissen was er uns für Musik mitgebracht hat heute.
00:22:06: Ich habe mich ein kleines bisschen orientiert an der Lebensfreude, die für mich aus dem Song verliebte Jungs rauskommt.
00:22:14: Wenn ich das mal so sagen darf, ich finde es ist immer noch ein Dauerbrenner.
00:22:16: für mich.
00:22:17: heute wenn ich den anhöre funktioniert für mich dieses Arrangement mit den Bläsern und so immer noch ganz fantastisch und das klingt für mich immer noch Zeitgemäß.
00:22:26: Natürlich hat es einen Retro-Scharme, aber ich mag diese Lebensfreude die aus diesem Song rausperlt und vor allem mag ich dass du hinten raus noch ganz viele andere Songs drin versteckt hast.
00:22:37: Aber das soll sich jeder nochmal anhören und mal gucken auf wieviel Songs man kommt.
00:22:41: Ich mochte das sehr was da hinten...was ihr da drinnen reingebaut habt!
00:22:45: Ich darf dir gar nicht sagen was uns das an Geld gekostet ist.
00:22:49: Die Rechte musste natürlich alle kriegen Und das war ein Fest für alle Anwälte aber es war ein hoch komplizierter Prozess, weil du musst ja wirklich für jedes Zitat und seien das auch nur zwei Worte brauchst du eine Genehmigung.
00:23:02: Und das war also alles andere als einfach.
00:23:04: Für uns war's damals ne Schnapsidee, also dass in meiner Küche in Köln Ehrenblatt im Kopf kamen.
00:23:10: Aber eins ist auch klar wir haben damit etwas vorweggenommen was Access of Awesome.
00:23:18: Genau, Access Of Awesome!
00:23:19: Das war ein riesen viraler Hit auf YouTube.
00:23:22: Musst du einfach mal googeln der Four Chords Song.
00:23:25: Die haben es fünf und zwanzig Jahre später gemacht.
00:23:27: Hätten wir damals schon YouTube gehabt?
00:23:29: Ich glaube, wir wären heute Weltstars aber...
00:23:34: In meinem Herzen...
00:23:34: Du merkst schon ich rede im pluralen Majestatis von mir selbst.
00:23:37: Ja ja klar
00:23:38: natürlich.
00:23:38: Aber ist auch angemessen.
00:23:40: Absolut.
00:23:42: Ich muss allerdings auch sagen, dass das sich sehr gelohnt hat in meinem Herzen seit ihr Weltstars.
00:23:46: Bist du ein Weltstar mit diesem Song?
00:23:48: Und ich habe mich inspirieren lassen bei der... Bei meinem Song den ich heute rausgesucht hab als wir an den Urlaub nach Frankreich gefahren sind war es tatsächlich so, dass wir da französisches Radio gehört haben und da war auch ein Song dabei.
00:23:59: der hatte für mich auch so diesen Esprit diese Lebensfreude!
00:24:02: Ich verstehe jedes Wort in diesem französischen Song aber er ist ganz fantastisch.
00:24:06: Ich habe ihn später auf einem franzoesischen Radiosender in Deutschland wieder entdeckt Und es ist von der Band, ich weiß gar nicht, wie man die ausspricht.
00:24:13: Preface-Prefas?
00:24:14: Prefas!
00:24:15: Prefass Palace Hotel und das ist im Grunde genommen so ein bisschen Urlaubslebensfreude.
00:24:21: Es klingt nach Sonne, es klingt leicht und es macht mir zumindest sehr gute Laune.
00:24:26: und deswegen hat mich das jetzt unmittelbar an verliebte Jungs erinnert was auch immer einfach für gute Launen da ist Was sofort irgendwie lächeln ins Gesicht zaubert und habe gedacht bring' ich heute Prefas mit Palace Hotel mal reinhören.
00:24:38: Ich glaub's von sixundachtzig Hier wollt unsere Titel anhören.
00:24:46: Wir haben uns heute zum ersten Mal kennengelernt und ich muss sagen, ich finde dich total sympathisch wie du auch erzählst.
00:24:52: Und ich kann mir vorstellen dass der Dialog mit deinem Publikum dir wahnsinnig wichtig ist oder?
00:24:57: Ja der ist mir wirklich wichtig weil ich liebe es eben nach dem Konzert am Merchstand zu sein, bei den Leuten.
00:25:05: Das gehört für mich dazu.
00:25:06: Insofern ist eine Show nicht mit dem letzten Song oder der Zugabe beendet, sondern ich habe danach noch mal eine Dreiviertelstunde mindestens zu tun am Merkstand und das macht mir großen Spaß weil man muss dazu auch wissen meine Frau macht das Booking & Management und wenn wir heute zu Veranstaltern fahren dann sind das schon mittlerweile echt unsere Freunde Und wir akquirieren ja nichts Neues.
00:25:29: Irgendwie an Veranstaltungsstätten, sondern wir haben unsere Läden!
00:25:31: Wir haben unsere Crews in jeder Stadt, wo wir hinkommen und das ist einfach ein großes Hallo, ein großes Wiedersehen... ...und wir sind da alle so mit dem Herzen dabei.
00:25:43: Mir macht dieser Beruf einfach einen wahnsinnigen Spaß und ich kann nicht nur sagen seit Jahrzehnt zwölf, dass wirklich ganz eng mit meiner Frau zusammenmache, dann habe ich wirklich das Gefühl da angekommen, wo mich diese über fünf Jahrzehnte auf der Musik hinbringen sollten.
00:25:59: Manchmal kann man Fragen stellen und dann weiß man die Antwort schon.
00:26:01: Du hast ja gesagt du bist jetzt demnächst siebzig.
00:26:04: Ich könnte dich jetzt fragen wie lange möchtest du denn noch auf der Bühne unterwegs sein?
00:26:07: Aber ich glaube du machst das so lange bis du umkippst oder
00:26:10: Ja naja dass würde ich so nicht unbedingt unterschreiben wollen.
00:26:14: aber ich werde es so lange machen wie ich jetzt kann Und ich habe auch mit meiner Frau vereinbart.
00:26:20: also ich hab gesagt Ehre wenn du irgendwie das Gefühl hast Ich kann bestimmte Sachen nicht mehr machen auf der Bühne, dann sagt mir Bescheid.
00:26:32: Dann hören wir auf weil ich möchte wenn dann schon mit einem guten Eindruck Abgang machen und nicht irgendwo wie das ja bei vielen Künstlern leider der Fall ist dass wenn sie dann über ihren Zenit hinaus sind und dass die sich einfach völlig überschätzt und gar nicht mehr mitbekommen.
00:26:48: wenn Sie Töne nicht mehr treffen was weiß Das ist dann wirklich ein wildes Jahrmaß.
00:26:51: Ich fand es so furchtbar, die letzten Auftritte von Phil Collins mit Janis.
00:26:58: Da hat er sich selber keinen Gefallen mitgetan und das fand ich einfach so schade weil ich liebe Phil Collins und finde ihn ganz großartigen Künstler Und ich habe ihn auch so anders erlebt.
00:27:10: Das war dann für mich schon weit drüber.
00:27:13: oder nehmen wir Bobby Kimble von Toto, der durch die Möbelhäuser gejagt wird.
00:27:17: Also das ist doch nicht mehr schön!
00:27:20: Aber mir macht es im Moment noch super Spaß und ich bin gut drauf und freue mich jetzt schon tierisch auf die Tour.
00:27:26: Ich kann's eigentlich gar nicht abwarten...
00:27:28: Ich kanns gar nicht Abwarten dass Andi uns noch verrät ganz am Schluss der Sendung was er uns für Musik mitgebracht hat.
00:27:33: Du willst also zum Erdthürer werden und auf dein Song verzichten, damit ich in mein mitbringen kann?
00:27:37: Ja.
00:27:37: Ich verzichte.
00:27:38: Dankeschön!
00:27:40: Was ja viele nicht über mich wissen auch Stammhörer oder was untergegangen ist vielleicht bei vielen...ich bin nicht nur beim Radio gewesen, ich bin auch mal beim Tänzeen gewesen im Köln, beim Musikfernsehen.
00:27:51: da fällt natürlich von vielen ein.
00:27:53: Wie war...ja nein, ich war bei dem Sender der Nebenbiver war bei Onyx für die Erwachsenen.
00:27:59: Onyxx?!
00:28:00: Genau.
00:28:02: Und da war ich dann in der Musikredaktion und überhaupt ... War das eine Firma, die aus Amerika und England geleitet worden ist?
00:28:10: Zumindest am Anfang.
00:28:11: Das wurde dann verkauft nach Frankreich, aber das ist ein anderes Thema.
00:28:14: Wir haben uns also immer auf Englisch unterhalten In allen Meetings, in denen die Oberhäupter dabei waren Und das hat natürlich auch meinem Englischen gut getan.
00:28:23: Ich war dann ziemlich fließend geflossen oder flüssig oder wie man sagt In Englische und überhaupt alle da.
00:28:30: Das war eigentlich die Umgangssprache und es war gar kein Problem.
00:28:34: Und mit diesem,
00:28:35: ach
00:28:35: wir schaffen schon Gefühl mit Englisch machen wir uns ganz gut sind ein Praktikant und ich ins Kino gegangen damals im Film der hieß Oh Brother Where Up Thou?
00:28:45: Wir wussten nicht wirklich was da auf uns zukommt.
00:28:47: Wir wusste nur, ah wir gehen ins Original, die Original-Version!
00:28:51: Von den Coon Brüdern ne?
00:28:52: Bitte
00:28:53: ja genau.
00:28:55: Es ist ein genialer Film
00:28:57: um...
00:28:58: das schon mal jetzt zu sagen, einer meiner Lieblingsfilme.
00:29:00: Wir saßen denn da mit unserem Englisch, von dem wir dachten es ist ganz gut und dann hatten die aber... Das spielt in Texas in den neunzehnten, weiß ich nicht, zwanziger Jahren oder sowas?
00:29:10: Und alle auch ein.
00:29:11: George Clooney hat sich diesen Texas Redneck Slang drauf geschafft!
00:29:17: Wenn's hoch kommt im ganzen Film vielleicht fünfzig Prozent verstanden von dem was ihr erzählt habt.
00:29:23: Aber es ist ein sehr musikalischer Film wo unglaublich tolle Songs dabei sind.
00:29:29: Einer ist von Allison Krauss interpretiert,
00:29:32: er
00:29:32: heißt Down To The River To Pray.
00:29:35: es ist eine alte Volksweise aus den Staaten, ein Achtzehnhundert Pipi entstanden irgendwann tatsächlich ein richtiges Kirchenlied und denen singt sie tatsächlich in einem oder an einem Fluss stehend.
00:29:46: uns geht darum dass Leute getauft werden.
00:29:50: welche Wertigkeit es hat oder warum das da in diesem Film drum geht, ist alles unwesentlich.
00:29:54: Aber dieser Song hat es mir so sehr angetan... Sie fängt alleine an zu singen und es wird immer größer und größer!
00:30:01: Und ich habe gedacht meine Güte was für ein geiler Song!
00:30:04: Und dachte der dauert zehn Minuten, ich hab mir das dann später angehört.
00:30:08: er dauert knapp drei Minuten aber er ist halt so arrangiert dass er unglaublich groß wirkt und er ist ziemlich zerbrechlich auf am Anfang aber er wird total mächtig Und das war für mich ein Einsteiger-Song in die Bluegrass Musik, die ähnlich ist.
00:30:26: Die unglaubliche gospelartige Countrymusik ohne jetzt nach Schrumpel Country zu klingen.
00:30:31: Das weiß der Dauerhörer hier – ich habe so eine kleine Schwäche für Countrymusique und das war einfach toll!
00:30:39: Ich bin daraufhin und hab mich oft bemüht mit ihr zu sprechen als Journalist.
00:30:43: Das hat leider nie geklappt.
00:30:45: Ich habe sie dann in Berlin tatsächlich mal live gesehen, an der Kulturbühne und zusammen mit ihrem Slight-Gitaristen standen plötzlich fifty-fünfzig Grammys auf der Bühne.
00:30:54: Meine Güte war das geil!
00:30:56: Und der Song.
00:30:57: ich finde ihn einfach... Das ist eine Gänsehautnummer.
00:31:00: Einfach genießen Alison Kraus Down to the River To Pray.
00:31:03: Was tun wir auch gleich?
00:31:04: Vorher verabschieden nur uns von Poppelschulz.
00:31:06: aber
00:31:07: wir haben vorher schon geklärt du kommst nochmal wieder.
00:31:09: Ja auf jeden Fall Ist doch schön bei
00:31:12: euch.
00:31:12: Genau, kuschelig und lustig überhaupt!
00:31:15: Dankeschön, dass du heute da warst.
00:31:17: Da kann ich sagen bis zum nächsten Mal.
00:31:19: Bye-bye, aussehn mit dabei Andreas Zimmer und Markus Henkelich bin Jerome Brünnel.
00:31:26: Ciao!
00:31:27: Das wars
00:31:27: für diese Woche.
00:31:29: Nächste Woche sind wir wieder von Soundtrack of Life.
00:31:34: Geschichten die das Leben schrieben.
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