Sebastian Krumbiegel...
Shownotes
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Unsere Musik in dieser Folge:
Sebastian: Danger Dan - Lauf davon
Maegz: xxx
Andreas: Yes - Owner of a lonely heart
Jérôme: Bruce Hornsby & The Range - the way it is
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Andreas Zimmer:
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00:00:00:
00:00:02: Soundtrack of life.
00:00:06: Geschichten,
00:00:07: die das Leben schrieben.
00:00:08: Hallo!
00:00:09: Ich bin Jerome Brinell.
00:00:10: außerdem ist mit dabei
00:00:11: Markus
00:00:12: Henkelkussig-Max.
00:00:14: Du hast mich jetzt völlig überrascht.
00:00:15: hallo ich bin hier zuerst begrüßt vor Andi.
00:00:19: Ja
00:00:19: normalerweise
00:00:20: immer erst Andreas und dann Markus.
00:00:22: Heute
00:00:23: machen wir's mal umgekehrt.
00:00:24: Grüß dich Andreas
00:00:24: Zimmer.
00:00:25: Hallo Andi.
00:00:26: Hallo ich bin nicht Markus Henkle.
00:00:32: kannst du auch einfach mal Hallo sagen.
00:00:34: Das reicht völlig, glaubt mir!
00:00:38: Wir haben heute wieder ein Studie-Gast und ich habe es letztes Mal schon gesagt einen Menschen den ich schon immer gerne kennenlernen wollte weil er mich einfach musikalisch durch meine Jugend begleitet hat vorbei.
00:00:50: Durch meine Adolescence auch ein Stück weit denn wir sind nur drei Jahre auseinander erst gerade mal drei Jahre älter als ich.
00:00:56: Hallo Sebastian Krumbiegel von den Prinzen.
00:00:59: Schönen guten Tag, schön euch wiederzusehen!
00:01:01: Ja,
00:01:01: schön dass du wieder dabei bist und wir haben vor der Sendung kurz noch miteinander gesprochen.
00:01:05: Du bist ja im Moment in Leipzig und du bist da aufgewachsen in Leibzig Und du wirst auch gar nicht weg von Leip sich, hast dich einmal das eine oder andere probiert.
00:01:14: aber was ist das Tolle für dich an Leipzig?
00:01:16: Ich glaube Leipzig ist eine, also erst mal ist Leipzig ne extrem kulturvolle Stadt.
00:01:21: Also was die Hochkultur, die sogenannte Hochkultur betrifft, also Gewandhausorchester und Turmanokoren, die traditionellen ja die großen Häuser sozusagen.
00:01:31: aber Leip sich ist glaube ich auch durch die Messe die es schon seit hunderten von Jahren gibt hat leipzig irgendwie eine Offenheit, die viele andere Städte nicht haben.
00:01:43: Also ich vergleiche es euch mal gerne mit Köln also auch als Knotenpunkt und als Handelszentrum.
00:01:49: wenn ne Stadt dadurch geprägt ist dass sie zweimal im Jahr die Welt empfängt sozusagen.
00:01:55: Und ich habe da Kindheitserinnerungen, dass die Stadt zweimal im Jahr einmal im Frühjahr und einmal im Herbst eben anders war und bunt war und international, aber du hast viele Sprachen gehört und du hast andere... Du hast einfach gemerkt das die Welt bunt und groß und spannend ist!
00:02:09: Ich glaube, das prägt eine Stadtgesellschaft extrem.
00:02:12: Also ich glaube, dass in Leipzig sowas wie Pegida in Dresden überhaupt keine Chance hatte.
00:02:17: Das hat seine Gründe.
00:02:19: Weil Dresden, wir vergleichen das immer gern und ich will überhaupt nicht mit Dreck nach Drespen schweißen.
00:02:22: Ich mag Dresten!
00:02:23: Es ist wirklich eine wunderschöne Stadt aber es ist eben die ehemalige Residenzstadt.
00:02:29: und da merkst du heute noch Leipzig war einmal die Bürgerstadt dass sie Leute gekümmert haben.
00:02:33: Und es ist auch kein Zufall das in Leipzig das EPI-Zentrum der friedlichen Revolution war Ende der achtziger Jahre.
00:02:40: Das leipzig ist echt ne sehr coole Ja, kulturvolle und junge und wache Stadt.
00:02:47: Aber es ist ja schon so dass viele Musiker wenn sie dann auch erfolgreicher werden oder wenn Sie gerade dabei sind sich künstlerisch zu finden gerne in so Städte gehen wie Hamburg.
00:02:55: Berlin Köln hast du angesprochen hat sich da nie hingezogen tatsächlich im Laufe deines Lebens?
00:03:01: Ich war ja viel in Hamburg hier waren ganz vielen in Hamburg Und ich mag Hamburg wirklich auch sehr absolut weil Hamburg eben auch diese Weltoffenheit hat.
00:03:09: durch den Hafen, durch Hamburg war das Tor zur Welt früher.
00:03:12: Das war die einzige Möglichkeit irgendwie über den großen Teil nach Amerika zu kommen und das merkst du heute noch.
00:03:18: wenn du in Hamburg bist dann ist da es redet hier damit jedem ja da gehst du in ohne Kneipe und dann siehst du dann wirklich den Schleppsträger mit dem Punk sich austauschen und das finde ich gut.
00:03:30: Das find' ich wichtig, ein bisschen so was hat Leipzig auch?
00:03:34: Und es ist mittlerweile übrigens wirklich so dass viele Leute aus Berlin zum Beispiel zurückkommen nach Leipzig weil sie in Berlin nicht mehr das haben was es in Leipzlich noch gibt Weil da gibts eben nach wie vor ja ungentrifizierte Gebiete also alte Industrie brachen in denen sich künstlerinnen Künstler ansiedeln können wo eben wirklich irgendwie irgendwas in Bewegung isst was in berlin was heute aber eben nicht mehr so ist.
00:03:59: Und das ist in Leipzig nach wie vor der Fall, ist vielleicht auch eine Frage der Zeit, dass das alles weggeentrifiziert wird.
00:04:05: Aber am Ende ist es eben der Lauf der Welt und wir sind selbst in der Lage dazu unsere Stadt oder unsere Gegend oder unser Zuhause zu beeinflussen Stadt oder für eine Gegend ist in der wir leben, weil wir sind ein Teil davon.
00:04:19: Die Prinzen gibt es ja jetzt schon seit über zwanzig Jahren?
00:04:22: Du weißt es genau, dreizig Jahre?
00:04:25: Über fünfunddreißig Jahre, wenn ich das mal sagen darf!
00:04:28: Und
00:04:28: die gibt's ja immer noch und eigentlich ziemlich genau der gleichen Besetzung wie am Anfang.
00:04:33: Wie schafft man das denn so erfolgreich zu sein und zusammen viel Zeit miteinander zu verbringen und trotzdem bricht die beend nicht auseinander?
00:04:41: Ja,
00:04:41: das frage ich mich auch ehrlich gesagt.
00:04:43: Also es ist ja wirklich schwierig.
00:04:45: Am Ende fragt man Ehe wie funktioniert eine Ehe?
00:04:48: weil du kannst das schon miteinander vergleichen wir haben gerade in den neunziger und nuller Jahren so viel Zeit miteinander verbracht dass es manchmal dann auch auf der kippe stand dass du dich nervst und dass du irgendwie die schnauze voll hast und dass es das unausgesprochene Sachen sind.
00:05:02: Ich glaube das geheimnis wenn's ein Geheimnis gibt is am ende schon wie im normalen leben miteinander zu reden und sich auszutauschen.
00:05:10: Und auch andere Meinungen zuzulassen, nicht zu denken man selbst hat den Stein der Weisen gefressen.
00:05:15: also das ist schwierig fällt mir auch schwer.
00:05:18: aber ich versuche diesen Perspektivwechsel immer wieder also Band intern und auch was mein Leben betrifft Also zu verstehen warum sagst du das?
00:05:26: Warum denkst du so irgendjemand Ja Du musst gucken dass du im Gespräch bleibst so einfach ist das.
00:05:43: Gibt's denn auf deiner Bucketliste noch etwas, wo du sagst das hab ich bisher noch nicht auf die Reihe gekriegt.
00:05:48: Noch nicht auf Kette gebracht aber das möchte ich unbedingt machen!
00:05:51: Ja, mein Lied mit Freddie Mercury zusammen aufnimmt.
00:05:54: Er muss ja noch ein bisschen warten.
00:06:00: Moment mal!
00:06:01: Wir sind hier im Zeitalter der künstlichen Intelligenz und ich halte es für möglich.
00:06:05: Aber die künstliche Intelligent ist eben nicht der Typ.
00:06:08: Das ist dann etwas anderes.
00:06:09: Es ist ein Abziehbild dessen... Und das macht mir manchmal auch ein bisschen Angst.
00:06:13: Also ich bin wirklich kein Maschinenstürmer und versuche einen moderner Mensch zu sein oder gerade in der Kunst SKI glaube ich eher eine Bedrohung als etwas anderes.
00:06:21: Ich finde künstliche Intelligenz für Forschung, für Medizin total wichtig und richtig und gut.
00:06:27: aber wenn ich mir überlege wie viele Titel jeden Tag hochgeladen werden an denen kein Mensch mitgewirkt hat was alles künstlich ist dann hat das mit Kunst nichts mehr zu tun Richtig,
00:06:37: und das gibt ja diese absurde Situation.
00:06:39: Es gibt hunderttausend, wenn ich gerne mittlerweile Millionen von künstlichen Intelligenz-Songs, die dann von Bot-Netzwerken gehört werden also auch keine Menschen um die Einnahmen hoch zu treiben für die Leute, die hinter der KI sitzen.
00:06:52: Und dann bleibt halt kein Geld mehr für den Künstler übrig?
00:06:55: Das letzte Mal so bei uns war es ja gesagt in Spotify beispielsweise da kommt ja kein Geld über.
00:07:02: Aber können wir nicht irgendwie die KI so eine Spielwiese für sich machen lassen und die Menschen machen dann wieder ihr Ding, wäre das nicht ein Ansatz?
00:07:09: Ja ich weiß ja nicht ob ihr das erkennen würdet.
00:07:11: Also ich habe bei mir gemerkt dass ich das teilweise wirklich echt nicht mehr auseinander halten kann weil du kannst dir auch Fehler programmieren Du kannst dir menschellen programmieren sozusagen.
00:07:22: Und wie gesagt Ich bin wirklich ernsthaft Ich wäre mich mit Händen und Füßen dagegen einen altmodischen Mensch zu sein.
00:07:28: aber was künstliche Intelligenz in der Kunst betrifft, da bin ich sehr, sehr skeptisch.
00:07:33: Ja zumal ja es wird hier immer verkauft als Kreativität aber das ist ja gar nicht Kreativity des Pseudokreativitäts.
00:07:39: sie geben nur wieder Sie erkennen Muster und geben die Muster wieder die am besten zu dem Ding passen was ihre Vorgabe ist.
00:07:46: Du kannst eingegen schreib mir ein Lied im Stil der Prinzen und dann wirst du mich singe hören obwohl ich nie etwas gemacht habe und dass ist schon spooky.
00:07:54: Das
00:07:55: Interessante ist ja, was du letztes mal gesagt hast als das letzte Mal bei uns warst.
00:07:59: Dass du die ganze Zeit eigentlich immer in deinem Leben Musik gemacht hast.
00:08:01: Es ist also etwas, dass irgendwie raus will und das Ausdruck findet in der Kunst im Musik machen, im Song schreiben, im Texte schreiben... Und das hat ja ne KI nicht!
00:08:10: Da muss nix raus.
00:08:11: Die macht dem Grund genommen nur nach der Vorgabe, was ich jetzt gern hören würde.
00:08:15: aber man sagt Mensch, das was dieser Mensch mir zu sagen hat, was da rauskommt, was der so originär in die Welt setzt, das habe ich ja noch nie gehört.
00:08:22: Natürlich, heutzutage hat man schon viel gehört.
00:08:24: Und trotzdem gibt es immer noch neue Sachen wo man denkt oh das soll ich nicht kommen sehen.
00:08:27: Das interessiert mich davon und ich finde dieser Moment fehlt irgendwie bei KI weil die KI immer nur die Bedürfnisse die sie kennt befriedigt.
00:08:34: aber die weiß noch gar nicht dass man auch neue Welten erschließen kann.
00:08:36: die Menschen können das Künstler können.
00:08:39: Ja klar, wir können alle ja.
00:08:41: also das muss man auch ehrlich sagen Wir können die Musik nicht neu erfinden.
00:08:45: es gibt nun mal nur diese zwölf Töne und ich wundere mich selbst beim Schreiben wie das geht dass immer wieder was Neues rauskommt.
00:08:52: aber das neue ist ja auch eigentlich nur ein durcheinander Gewirbel von dem was ich kenne und was mich irgendwie kickt was ich selbst geil finde.
00:09:02: Also du wirst bei mir immer irgendwie ein bisschen, oder oft ein bisschen Johann Sebastian Bach hören.
00:09:06: Du wirst mit mir immer ein bisschen Beatles hören!
00:09:08: Du wißt bei mir auch immer ein wenig Queenhören oder ein bisschen Rio Reiser oder Udder-Lindenberg weil ich das eben kenne und weil ich es mag oder mich das natürlich inspiriert.
00:09:18: Oder anders gesagt wenn du Oasis anhörst die ich ja wirklich total feiere wo ich wirklich fände der ersten Stunde bin und dieses ganze Comeback jetzt wirklich total gefeiert habe Aber es lässt sich natürlich nicht verhehlen, dass du weißt das Noel Gallagher schon mal die Beatles gehört hat.
00:09:35: Weil das geht schon alles sehr in die Richtung was aber überhaupt nicht schlimm ist ja?
00:09:40: Es sind großartige Melodien, es ist ein Hammer-Sänger mit Noel Gallegger und es ist irgendwie... ...es ist ein großartiger Songschreiber mit seinem Bruder, aber die wiederkeuen eben auch nur das was sie kennen weil die Musik also ich glaube Johann Sebastian Bach oder Mozart oder Beethoven Die haben alles gemacht, was geht.
00:09:58: Und was jetzt neu kommt ist dann natürlich auch wieder Rhythmus... ...ist die Sprache, die sich verändert und die Texte rein.
00:10:05: Aber es kommen immer neue Sachen.
00:10:07: aber es ist am Ende auch eben du kannst nur das nehmen, was es schon gibt.
00:10:12: Ich würde mir nie anmaßen zu sagen hey ich kann die Musik neu erfinden.
00:10:15: Ne, kann nicht!
00:10:16: Das kann keiner.
00:10:17: Du kannst nur Sachen, die da sind irgendwie miteinander wie ein Koch die Zutaten, die es gibt so zusammensetzen dass irgendwas Neues bei rumkommt.
00:10:28: Wobei Wiederkeulen finde ich ein bisschen hart.
00:10:31: Ich würde eher sagen man nimmt das auf und entwickelt das aber dann Stückchen weiter.
00:10:35: Ja versuche ich auch zu machen.
00:10:37: also ich klaue auch wirklich nie bewusst.
00:10:39: ja ich ertatte mich manchmal Dass ich geklaut habe dass ich sage oh fuck diese Harmoniewendung oder dieser Melodie die gibt's da und da schon.
00:10:48: Und am allerschlimmsten ist wenn ich merke dass ich mich selbst beklaut.
00:10:51: Es gibt ja den Ausspruch, wenn man von einem Cloud ist es Diebstahl.
00:10:54: Wenn man von vielen Clouds ist das eine Kunst.
00:10:56: Mag sein!
00:10:57: Ich habe trotzdem noch schnell Johann Sebastian Bach... Also der Mann hat ja eben Musik tatsächlich neu erfunden denn mit seinem war das nicht der mit dem wohl temperierten Klavier und so?
00:11:06: Genau Da
00:11:07: hatte er eine revolutionäre Sache geschafft die es vorher so nicht gab.
00:11:10: Ja überhaupt also diese ganzen alten Werke Also Johannis-Passion, Matthäus-Passionen, Weihnachtsratorium, Hamollemesse.
00:11:17: Die Mortetten, die Kantaken... Das ist schon so komplexes Zeug und das ist schon echt unfassbar!
00:11:22: Der war ein großes, großes Genie.
00:11:27: Und
00:11:27: auch Namensgeber für dich?
00:11:28: Ja, meine Eltern haben mich nach ihm benannt.
00:11:32: Auf meiner letzten Platte, die ich gemacht habe, singe ich auch drüber.
00:11:37: Als kleiner Junge sang ich im Thomana Chord den Leuten Lieder in der Kirche vor.
00:11:41: Mein Lehrer war Johann Sebastian Bach, meistens ging es um Jesus.
00:11:45: Das sind die ersten Zeilen, die auf der Platte Kompass.
00:11:48: irgendwie sind also schon sehr autobiografisch und Bach war definitiv mein größter Lehrer.
00:12:00: Zu
00:12:00: Gast ist immer noch Sebastian Krumbigl von den Prinzen, die es auch in zehn oder zwanzig Jahren geben wird.
00:12:05: Nee,
00:12:06: das ist ja der Witz ...
00:12:08: Du hattest letztes Mal gesagt, in eineinhalb Jahren ist vorbei?
00:12:12: Da hab ich gedacht.
00:12:14: Das hat er nur so dahergesagt!
00:12:16: Hat er offensichtlich
00:12:17: nicht.
00:12:18: Wir haben jetzt gerade die Bombe platzen lassen für uns selbst sozusagen, wir haben als Band demokratisch entschieden dass es im Jahr ist, dass wir nächstes Jahr eine große Abschiedstour machen.
00:12:29: und ja das war nicht meine Entscheidung.
00:12:32: Warum?
00:12:33: Ja weil wenn nicht mehr alle Bock haben und wenn es Leute gibt in der Band die eben sagen ich möchte mit fünfundsechzig nicht mehr Küssen verboten oder Mann im Mond oder mein Fahrrad oder alles nur Cloud singen Dann muss man das respektieren und man kann keinen zwingen.
00:12:47: Es gibt den schönen alten Satz, Skat spielen und singen kannst du nicht erzwingen Und da ist echt was wahres dran.
00:12:53: Ich finde das sehr bedauerlich aber ich verstehe natürlich auch Den Hintergrund.
00:12:58: Was hast Du uns denn heute für Musik mitgebracht?
00:13:00: Ich habe ein Lied mitgebracht von meinem Freund Danger Dan.
00:13:03: Danger Dan ist ein Teil der Antilopengang eine Band die ursprünglich aus Aachen kommt und die mittlerweile in Berlin und Düsseldorf angesiedelt ist Und ich kenne die Band gut und bin wirklich ein großer Bewunderer dieses Mixes aus Hip-Hop, Punk & Pop.
00:13:21: Danger Dan ist einer von drei Musikern und er hat eben auch eine Platte alleine gemacht und da kennen vielleicht einige das Lied.
00:13:28: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.
00:13:30: Es ist ein sehr politischer Song aber die ganze Platte ist einfach großartig.
00:13:35: Ich habe also das Liet dass ich rausgesungen habe heißt Lauf davon mir anhören kann, wenn ich Toast brauche und meine dunklen Stunden habe.
00:13:46: Und ich liebe diese Musik!
00:13:48: Es ist nur Klavier und bisschen Streichorchester und bisschen Streichkartett und Daniel singt.
00:13:55: Lauf davon ist ein richtig schönes Lied.
00:13:58: Danger Dan war ja auch der Musiker, der immer aufgetreten ist bei Jan Wümmermann.
00:14:02: Das
00:14:03: war aber nicht sein Studioorchester?
00:14:05: Ja,
00:14:05: aber er war immer da!
00:14:07: Das war sein Studioorchester, doch.
00:14:08: Nein, nein, das war
00:14:12: Dendemann!
00:14:13: Aber Danger Dan hat zusammen mit Igor Levitt bei Jan das Kunstfreiheitlied gesungen.
00:14:20: Also wo Igor als Klasseter Pianist ihn begleitet hat und danach selbst gesagt hat ich krach mich was der hier spielt.
00:14:28: Weil Daniel ja so ähnlich wie ich sich Klavierspielen selbst beigebracht hat spielt, sondern dass ihm alles nach Gehör macht und nach Intuition.
00:14:37: Und Igor war ein kleines bisschen überfordert.
00:14:40: ich mag beide total her und das war echt ein gutes Gespannung die beiden zusammen.
00:14:44: Okay wie konnte ich die noch verwechseln?
00:14:46: Aber wir sind ja Bildungsfernsehen
00:14:48: hier.
00:14:49: Ich
00:14:50: lerne immer in jeder Sendung etwas dazu.
00:14:52: aber ich habe tatsächlich nochmal geguckt.
00:14:54: Ich hab so meine eigene Liste von Musik, die ich täglich höre.
00:14:57: Das ist im Moment Genau, fünf von der Titel drin seit gestern.
00:15:01: Ich hab mal geguckt ob da irgendwas von Danger Dan drin ist und ich wusste, da ist was drinnen.
00:15:04: Nämlich das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.
00:15:06: tatsächlich trotzdem habe ich drin und ich hab drin eine gute Nachricht auch von Danger
00:15:11: Dan.
00:15:11: Eine gute Nachrichten und ne schlechte Aucht!
00:15:14: Das war richtig richtig richtig schöne Platteur.
00:15:16: Hört euch das an?
00:15:19: Absolut,
00:15:20: absolut.
00:15:20: Und wir hören jetzt rein.
00:15:28: Du hast ja gerade einen Album veröffentlicht, ein neues... Wie geht's weiter für dich?
00:15:32: Du hast gesagt, Prinzen.
00:15:34: Da gibt es noch mal eine Abschiedstournee.
00:15:36: Ich hoffe ja immer ... Weil es gibt viele Künstler sagen, wir machen eine Abschiedstournée und drei Jahre später,
00:15:42: ach komm!
00:15:42: Wir machen noch
00:15:42: ne Abschieds-Tournee.
00:15:44: da hoff ich jetzt einfach mal drauf.
00:15:46: Aber was hast du denn geplant so die nächsten Jahre für dich ?
00:15:48: Das weiß ich nicht so genau.
00:15:49: also ich werde Musik machen.
00:15:50: Ich schreibe jeden Tag Lieder und werde weiter Musik machen und werde viel live auftreten und werden Platten rausbringen mit dem Abschied.
00:16:00: Man sollte nie sagen, aber ich glaube schon dass das eine Entscheidung ist die steht.
00:16:04: Also Fakt ist und das schwöre ich, dass wir nicht irgendwie diesen Wahnsinn machen was wir sagen ja wir machen jetzt mal um hier irgendwie Verkäufe anzukurbeln, sagen uns das Abschied Nein!
00:16:14: Wir haben wirklich vor Ende... Ende siebenundzwanzig aufzuhören Was mich sehr schmerzt was ich selbst irgendwie wirklich richtig scheiße finde.
00:16:23: Aber hey wir sind ne demokratische Band Fällen Entscheidungen zusammen und da muss ich mich der Entscheidung beugen.
00:16:29: Und so ist das,
00:16:30: Ich hoffe trotzdem einfach weiter.
00:16:32: Ich hoffe einfach wir hatten vor kurzem Heinz Rolf Kunze hier zu Gast bei uns und dass es ja auch jemand, der wirklich jeden Tag Musik macht bzw.
00:16:40: jeden Tag Texte schreibt.
00:16:42: Wie ist es eigentlich bei dir?
00:16:43: Du hast ja selber gesagt du machst jeden Tag Musik.
00:16:45: was entsteht bei dir?
00:16:46: zuerst erst die Musik oder erster Text?
00:16:49: mittlerweile ist Es wirklich so, dass ich mir zuerst die Musik mache und das halte ich mittlerweile für.
00:16:53: also ist die Methode, die mir am liebsten ist.
00:16:56: Dass ich mir sozusagen ein musikalisches Bett baue und dann auf la-la-la irgendeine Melodie raufsinge an die ich mich beim Texten wirklich auch regelrechts klar beschaltet.
00:17:08: Also was da dazu führt dass sich die Sprache nach der Melodie richtet also ich schreibe keine Gedichte und vertone die sondern macht es wirklich umgekehrt und das sorgt dann eben dafür dass du eben mit der Sprache auch anders umgehst.
00:17:23: Und ich will gar nicht sagen, dass du die Texte so hinbiegst, dass es irgendwie draufpasst aber das die Musik auf jeden Fall im Vordergrund steht.
00:17:32: Dass die Musik bestimmt... Ich weiß was ich sagen will Aber wie?
00:17:37: Das passiert dann eben automatisch.
00:17:39: Also immer zuerst die Musik in letzter Zeit und dann die Texten.
00:17:43: Andreas, du hast uns heute auch Musik mitgebracht.
00:17:45: Was interessiert dich an dem Titel den du heute mitgebracht hast?
00:17:48: Mehr der Text oder die Musik?
00:17:50: Mich interessiert erst mal... Ich war ganz überrascht zu hören dass du Klavier nicht klassisch gelernt hast sondern dir selbst beigebracht hast als Autodidact.
00:17:57: Ich hätte jetzt gedacht Du hast ja tatsächlich eine klassische Ausbildung als Tomanasänger.
00:18:02: Du kannst mit Sicherheit Noten lesen.
00:18:04: Du hättest in meinem dafür halten, auch ja dass man als Chorist ein Instrument spielt macht Sinn.
00:18:12: Das Klavier ist Macht ebenso Sinn.
00:18:14: ich hätte schwören können wo hast du es von der Pieke auf gelernt?
00:18:17: Ja eigentlich schon aber in dem Chor indem ich war sie im Tomanechor in Leipzig.
00:18:21: das funktioniert so dass du zwar Noten vor dir hast Aber dass du immer gerade am Anfang wenn du mit der vierten Klasse da hinkommst Dass du neben dir einen älteren sitzen hast der die richtigen Töne ins Ohr singt und du lernst wirklich mehr überhören als über Noten.
00:18:35: Also ich kann Noten einigermaßen lesen, also ich sehe sozusagen diese fünf Lingen und sehe dann die Kuller da drauf und sehe wenn eine Kulla ausgemalt ist, dann ist sie schneller und wenn der Kull holt ist es langsamer und wenn's nach oben geht singe ich etwas höher und wenn das nach unten geht sing' ich etwas drunter.
00:18:51: aber ich kann gerade... Ich bewundere Leute, die Klavier spielen können und auf die Noten starren und was auf den Noten ist dass dann eben abspielen können.
00:19:00: Das kann nicht überhaupt nicht Autodidakt und habe Musik dadurch gelernt, dass ich die Sachen, die ich gehört habe spielen wollte.
00:19:08: Ich hatte immer so ein kleines Krasendrekorder neben meinem Klavier und hab mir dann die Harmonien rausgehört.
00:19:13: Irgendwann kommst du dahin, dass du sozusagen ... Also ich kann mittlerweile, ich klingle das ein bisschen fischend verkomplimenzmäßig ist auch ein bisschen so.
00:19:21: Ich kann gut so tun, als könnte ich Klavier spielen.
00:19:23: Aber ich weiß genau, dass ich kein Pianist bin!
00:19:27: Ich bin ein Schlagzeuger und habe einen Schlagzeuge gelernt... ...und ich grube ganz gut das kann nicht.
00:19:31: Und ich hab eben ein harmonisches Empfinden und Melodisches empfinden.. ..und das alles zusammen sorgt dann dafür, dass sich bei meinen Solo-Konzerten die Leute zwei Stunden alleine am Klavier gut durch den Abend bringen können.
00:19:42: Und mich selbst.
00:19:43: Ja cool.
00:19:45: Aber singe Schlagzäuger ist ja nicht der schlechteste.
00:19:47: jetzt müsste sie rumkommen mit Phil
00:19:50: Collins und Rindenberg auch.
00:19:52: Absolut, stimmt!
00:19:53: Aber Andreas ich möchte immer noch gern wissen was du für Musik mitgebracht hast?
00:19:56: Ich habe Musik mit gebraucht die mich musikalisch total mitgenommen hat so vor allem der Gesang...nein nein ich weiß nicht was zuerst war.
00:20:05: es fing an mit einer schneidenden verzerrten Gitarre.
00:20:14: Und das ist Yes!
00:20:18: Unglaubliche Gesang hat mich gefesselt, das unglaubliche Arrangement hat mich total aufgerissen.
00:20:24: Ich weiß bis heute nicht was die singen!
00:20:26: Ich habe da noch nie zugehört.
00:20:27: es geht mir gar nicht um den Text ich kann's nicht sagen.
00:20:30: und jetzt wo du sagst vielleicht soll ich mal zuhören?
00:20:33: Ja
00:20:33: absolut
00:20:35: hier.
00:20:35: Bildungsfernsehen
00:20:37: ja Bildungs Fernsehen.
00:20:38: für die Ohren würde ich noch sagen tatsächlich als ich denn erst einmal im Radio gehört habe damals an Stuttgart bei radio drei südfunk stuttgart glaube ich war es da schon.
00:20:49: Das ist für mich eine ganz komplett neue Weltwasser entstanden, sehr spät habe ich gelernt man das ist Brock Rock und diese Yes-Leute haben mir eine unglaublich lange Geschichte und für die war das eigentlich ein kurzer Pop Song der da entstanden ist obwohl ja ich weiß nicht glaub sechs Minuten dreißig oder sowas ist.
00:21:06: Die kam aus der Welt wo man Song zwanzig Minuten dauern konnte also sprich die ganze.
00:21:11: eine ganze Seite einer LP, einer Vinyl-LP war ein Song und da habe ich erst viel später erfahren.
00:21:19: Dieser Song ist mir unglaublich lang im Kopf geblieben.
00:21:24: dann habe ich ihn ganz vergessen gehabt und kürzlich kam er mir wieder aus dem heiteren Himmel Ich weiß nicht warum und dann dachte ich bring ihn heute mit.
00:21:30: der passt doch ganz gut Er ist präzise vor allem was man vergisst er ist ja von Trevor Horn legendären Produzentenstatus hatte produziert worden.
00:21:44: Der hat ja quasi das nicht neu erfunden, aber er hat das perfektioniert, das Studio als Instrument zu benutzen für die Band und man hört es sehr deutlich.
00:21:53: Es ist ein super toll produzierter Titel den ich unglaublich mitreißend finde.
00:22:00: Die Band spielt extrem stark und wie ich denn... Gott, ich habe mich später viel später damit mehr beschäftigt.
00:22:09: Denke, also so in diesem typischen Yes-Context ist Owner of a Lonely Heart vom Album Nino One Two Five tatsächlich ein kleiner Fremdkörper.
00:22:19: Er passt nicht so das viel zu poppiger im Endeffekt obwohl er von der Popmusik her gesehen viel zu komplex ist.
00:22:25: aber ja war ein großer Hit.
00:22:27: Und wie viele Ideen die Menschen in diese Musik gesteckt haben, so wenige Ideen haben sie in ihren Plattentitel?
00:22:35: Nein.
00:22:35: Die Katalognummer der Platte.
00:22:37: Ist doch praktisch!
00:22:39: Man muss die Leute manchmal zu ihrem Glück zwingen.
00:22:43: Okay hier ist der Hit sing mit
00:22:49: Und Sebastian Krumbigel
00:22:52: ... Ich muss dich
00:22:54: unterbrechen, ich darf endlich mitsingen.
00:22:57: Nein!
00:22:57: Ich
00:22:58: helfe
00:22:58: immer ins Wort, wenn ich singe mit.
00:23:00: Auf Gott sei Dank war das Mikrofon zu weil ... Ja.
00:23:04: Sebastian Krombigel ist bei uns so Gast und wir haben schon mal über Annette Humpe gesprochen die ja auch für eure Karriere ganz wichtig war.
00:23:13: Arbeitest du immer noch mit dir zusammen?
00:23:15: Nein, Annette hat sich sehr zurückgezogen und das versteh' ich auch.
00:23:18: also Macht mit Max Rabe noch ein bisschen was zusammen, das weiß ich.
00:23:23: Aber sie ist immer Ansprechpartnerin und wir können Sie immer fragen.
00:23:27: Sie hat immer ein offenes Ohr für uns aber sie will sich den Stress nicht mehr antun irgendwie verantwortlich zu sein bei dem kommerziellen Erfolg einer Band oder ich weiß es nicht.
00:23:37: also ich weiß nur dass sie wirklich als mittlerweiligen Ground-Damen raus ist aus dem Business.
00:23:44: Ich habe mal mit ihr gesprochen, tatsächlich hat sie noch Interviews gegeben und ich hatte die Chance mit ihr zu sprechen.
00:23:49: Und war sehr beeindruckt!
00:23:51: Sie sagte eigentlich ist so die Antikünstlerin auf die Bühne wollte singen?
00:23:56: Sie hat sich nie auf der Bühnen gesehen und es hat ihr immer wieder Probleme gemacht auf die bühne zu gehen.
00:24:03: Sie wollte und wollte nicht und wenn man so bedenkte Sie ist ja eigentlich als Ikone der neuen deutschen Welle mit Ideal gestartet und hat da die Grundlagen ihrer Karriere geschaffen.
00:24:14: Ich habe sie live gesehen in Berlin vor dem Reichstag, als Vorband von Barclay James Harvest in den Neunzeiten.
00:24:20: Das war schon ganz schön etwas Neues was da abgelaufen ist und natürlich hat ihre Bühnenpräsenz damit gespielt.
00:24:26: aber sie sagte Gott nee wie bei Robbie Williams der ja auch Bühnenangst hat.
00:24:32: Und man kann sich das nicht vorstellen bei Robbie Williams, der in meinen Augen ein begnadeter Performer ist aber er hat wie er selbst sagt furchtbare Bühner angst und es eigentlich gar nicht für die Bühne gemacht.
00:24:44: und so ähnlich muss es bei Annette Rumpa auch sein.
00:24:47: Ich weiß noch, wir haben eine Annette.
00:24:48: als sie damals mit Adel Taville zusammen ich und ich gemacht hat wenn die auf Tour waren war Annette nicht dabei.
00:24:55: deswegen haben wir immer so scherzhaft damals gesagt Live heißen die dann ich und ich nicht.
00:25:04: Aber in dem Zusammenhang hatte ich mit ihr gesprochen, auf Interview Tour ist sie da mitgegangen zumindest am Anfang.
00:25:10: Jerome!
00:25:10: Ja,
00:25:11: Markus!
00:25:11: Ich wollte dich auch, weil ich wollte dir zuvor kommen.
00:25:15: Also...
00:25:16: Ich wollte auch mal die Reihenfolge auf den Kopf stellen und ich frage was du denn in diese Sendung mitgebracht hast für einen schönen Titel?
00:25:22: Ich
00:25:22: habe ja lange Zeit im Hörfunk moderiert und wir Rundfunkmoderatoren mögen das ganz gerne, wenn bei dem Stück ein Intro ist über das man quatschen kann.
00:25:33: Das macht sich einfach gut, es klingt gut und die Kunst ist dann eben genau dann fertig zu sein mit der Moderation, wenn der Sänger oder die Sängerin anfangen zu singen.
00:25:43: Und es gibt aber auch Titel... wo ich sagen würde, da sollte man als Moderator vielleicht doch nicht drüber sprechen.
00:25:50: Auch wenn es sehr verlockend ist... Wenn wir
00:25:52: sozusagen einen
00:25:53: Null-Null-Intro?
00:25:55: Ja nee!
00:25:56: Es ist eigentlich kein Nullnull-Intro weil man könnte ja darüber sprechen.
00:26:00: Na das gibt ein Intro mit Instrumenten aber ohne Gesang, da könnte man drüber reden Aber es gibt ein Stück ... Da habe ich immer sehr ungern drüber gesprochen Nicht weil es nicht möglich wäre sondern einfach deswegen war ich das Intro so Genial fand.
00:26:15: Aus Respekt vor der Musik?
00:26:17: Genau,
00:26:17: aus Respekt für die Musik
00:26:18: tatsächlich!
00:26:20: Weil das so hymnisch ist und so genial
00:26:22: ist... Das macht's mal nicht so spannend!
00:26:25: Ich spreche von Bruce Horns Beyond the Range and The Way It Is.
00:26:29: Das fängt mit einem Piano an, klingt Bombastisch, dann kommt das Schlagzeug dazu und dann kommt der Bass dazu.
00:26:37: Dann erst die Stimme und das Ganze dauert fünfzig Sekunden bis Bruce Hornsby anfängt zu singen.
00:26:42: Und ich finde es so genial dieses Intro!
00:26:45: Deswegen habe ich mir das ausgesucht.
00:26:47: Mehr Bezug habe ich zu dem Lied gar nicht.
00:26:48: Das Lied selbst finde ich okay.
00:26:50: Ich find's schön aber ist jetzt nicht ein Lied, dass mich vom Hocker reißt.
00:26:53: Aber das Intro...das Intro fand ich immer supergenial.
00:26:58: Ihr wisst wovon ich spreche?
00:26:59: Ja
00:27:00: Ich hätte es fast gesagt, singen doch mal.
00:27:02: Aber nein, nein bitte nicht!
00:27:04: Es ist ein Lied das bis heute denke ich, jeder in unserem Alter mitsingen
00:27:09: kann.
00:27:10: Jeder weiß wenn's anfängt um was es geht?
00:27:13: Das ist sofort da tatsächlich für mich ein Null-Null Intro.
00:27:16: Ich bin ja nun auch Musikredakteur und habe Musik kategorisiert und technisch erfasst für die Moderatoren aufgeschrieben eben wie lang das Intro ist bis wann sie fertig sein müssen Und manche Titel hatten zwei Intros.
00:27:30: Für mich hätte Bruce Horns Beyond the Range mit The Way It Is tatsächlich ein Nullnull, Nullfünfzig-Intro um eben zu zeigen du kannst hier...must nichts sagen!
00:27:41: Du kannst sofort anfangen.
00:27:43: jeder wird wissen was es ist.
00:27:44: Es ist eine Hymne.
00:27:47: Das Klavierriff ist ikonisch und man hört das in verschiedenen anderen Songs.
00:27:54: gecovert nicht gekaffert, die sagt man.
00:27:58: Gesampled!
00:27:59: Ein bekannter Rapper hat es zum Beispiel in seinen Songs mit aufgenommen und der Song was man nicht wirkt ja so sehr.
00:28:08: eigentlich beschwingt fröhlich der Text.
00:28:10: wenn man mal hinhört ist das alles andere als beschwingte.
00:28:13: Sehr
00:28:13: sozialkritisch
00:28:14: eine herbe gesellschaftskritik.
00:28:17: und wegen just the way it is and we will never change ist nicht die erkenntnis sondern er kritisiert dass alle irgendwie sich im prinzip zufrieden geben mit dem status quo und nicht ja gegen arbeiten.
00:28:29: es geht um rassentrennung und solche sachen.
00:28:31: und nun nehmen man diesen text und lass ihnen ein rapper sing oder rappin verarbeiten die ja eben auf der anderen seite in der regel stehen von von der Wohlstandsgesellschaft, die ja tatsächlich von der Straße kommen oftmals.
00:28:46: Das hat dann irgendwie für mich eine ganz doppelte Ebene gegeben um diesen Titel nochmal irgendwie umzubrechen.
00:28:53: Es geht eben nicht von Bruce Hornsby als Weißer, der darüber sich beklagte dass ihr Rassentrennung eigentlich immer noch aus weißer Sicht.
00:29:03: er ist halt der Gott.
00:29:05: heute wird man sagen der Gutmensch, der sagt guck mal es gibt die Rassentrendung und auch niemand wird etwas dagegen unternehmen.
00:29:10: Und dann kommt aber jemand, der unter der Rassentrennung leidet und diesen Titel nochmal neu interpretiert.
00:29:14: Ich finde es gibt eine ganz unglaubliche Tiefe diesem Titel, der mit Seichter – ja Seicht zu sagen ist falsch!
00:29:21: Es ist eine gute Musik die in den neunzehnachziger Jahren….
00:29:25: ich weiß nicht, er ist typisch Achtziger als er war gleichzeitig in den Achtzigern nicht typisch gewesen.
00:29:31: Hatte was Neues an sich.
00:29:32: Da war Gospel drin, es war Rock drin und Pop drin.
00:29:35: Er ist ne Hymne!
00:29:37: Er hat ganz viel richtig gemacht.
00:29:38: und dann dieser Titel... Also für mich danke hier rum dass du die mitgebracht hast.
00:29:42: das ist eine schöne Ereignung.
00:29:43: So bin ich zu dir.
00:29:48: Sebastian Krummbiegel war heute unser Gast.
00:29:50: Vielen lieben Dank, Sebastian, dass du bei uns warst sogar zum zweiten Mal.
00:29:54: ich werde morgen zu meiner Kollegin gehen ins Geschäft und wenn ihr sagt du weißt wer nicht gestern gesprochen hat?
00:30:00: Sebastian Kruhmbiegel und sie wird sehr neidisch sein weil sich selber auch Sängerin Konzertsängerin tatsächlich und zwar eine ganz fantastische Und ich glaube Sie werden sehr sehr neiddisch sein.
00:30:09: danke das du da warst und Wenn ich das nächste mal nach Leipzig komme.
00:30:13: Also, das nächste Mal wird auch das erste Mal sein.
00:30:16: Dann gehen wir heute zusammen Kaffee trinken und dann zeigst du mir mal deine Stadt einverstanden?
00:30:19: Meldet
00:30:20: dich!
00:30:21: Meldete dich!
00:30:21: Mach ich
00:30:21: wirklich!
00:30:22: Leute, habt vielen Dank!
00:30:23: Wir haben uns sehr gerne wieder.
00:30:24: Ja alle guten Dinge sind drei.
00:30:26: So
00:30:26: sieht's aus.
00:30:27: Gerne,
00:30:28: danke dass du da warst.
00:30:31: Das
00:30:32: war es für diese Woche.
00:30:34: Nächste Woche sind wir wieder mit einer
00:30:36: neuen
00:30:36: Folge von Soundtrack of Life.
00:30:39: Geschichten die das Leben schrieben.
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