Kais Setti
Shownotes
Unsere Musik in dieser Folge:
Kais: Nas - Doo Rags
Andreas: The Knack - My Sharona
Maegz: Spacehog - In the meantime
Jérôme: Giles Servat - vielle ville de merde (leider nur über Spotify)
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00:00:02: Soundtrack of life,
00:00:06: Geschichten
00:00:07: die das Leben schrieb.
00:00:08: Ich bin Jerome Brinell außer dem mit dabei ist
00:00:10: Andreas
00:00:11: Zimmern.
00:00:12: Grüß
00:00:12: dich Andy!
00:00:12: Hi!
00:00:13: Hi heute als Matschbürger
00:00:15: und außerdem mit dabei
00:00:17: Markus Max Henkel.
00:00:18: Grüße ich Max!
00:00:20: Hi hello again.
00:00:21: So da sind wir wieder jede Woche neu dieser Podcast diese Sendung Und wir haben uns diesmal einen ganz besonderen Studio Gast ausgesucht also besonders vor allem für mich Weil ich kenne ihn wirklich schon seit rund zwanzig Jahren.
00:00:35: Wir haben uns kennengelernt in Ludwigsburg und wir haben nebeneinander in einem Studentenwohnheim gewohnt, muss man sich so vorstellen.
00:00:43: das war so ein Turm, so einen Tower nannte man das auch.
00:00:45: Und in jedem Stockwerk gab es zwanzige Studenten die sich zwei duschen und zwei Toiletten geteilt haben und eine Küche.
00:00:53: jeder hatte zwölf Quadratmeter.
00:00:55: Ich hatte zwört quadratmeter und mein Nachbar hatte auch zwölft Quadratmetern.
00:00:58: den habe ich da kennengelernen.
00:01:00: Herzlich willkommen, Kays Setti.
00:01:02: Hallo, Siroam!
00:01:04: Grüß dich.
00:01:06: Das hat ja auch eine gute Einführung gemacht hier.
00:01:09: Der Tower, der Turm.
00:01:10: So ist er, ne?
00:01:12: Das waren noch Zeiten und wir haben uns da kennengelernt und ich muss sagen... Ich habe es ihm gerade im Vorgespräch gesagt, wir kommen aus ganz verschiedenen Richtungen du und ich.
00:01:21: Du hast eine ganz andere Vergangenheit zu dem Zeitpunkt gehabt als ich.
00:01:29: Wie heißt die genau Schule?
00:01:31: Akademie für darstellende Kunst Baden-Wittenberg.
00:01:33: Genau,
00:01:34: auch bekannt als FilmAK, ne?
00:01:35: So
00:01:36: hat man das zum Volksamt... Ja, genau!
00:01:37: Die Madika und die Filmakade im Volksmonte nehmen an den beiden Hochschulen.
00:01:41: Das sind so Geschwisterhochschulen sozusagen Und Ludwigsburg ist ja eine Kleinstadt in Baden Wittenberg, die aber ganz berühmt ist für ihre Schauspielschule und ihre Filmschule.
00:01:51: Es gibt so eine Auflistung, die fand ich immer ganz lustig dass die besten Film- und Theater-Schauspielschulen der Welt sind in New York, in Los Angeles, in London, in Amsterdam und in Ludwigsburg.
00:02:04: Genau!
00:02:05: Und wie gesagt wir sind aus ganz verschiedenen Richtungen gekommen.
00:02:10: ich sage jetzt mal aus einer behüteten Familie du bist so dein Weg gegangen.
00:02:15: also erst einmal muss sagen du bist Schauspieler das sollte man vielleicht auch mal sagen Und du warst damals richtig kennengelernt in der Ausbildung zum Schauspieler.
00:02:23: und wir haben uns da kennengelernt, weil wie gesagt, wir haben nebeneinander gewohnt.
00:02:28: Du hast mir dann auch irgendwann mal gesagt es gab mal eine Reportage über dich und deine Kumpels und die habe ich mir dann tatsächlich auch gekauft wurde glaube ich im ZDF ausgestrahlt hat auch einen Preis bekommen und da hab' ich so ein bisschen dein Leben vor der Film-AK kennengelernt.
00:02:45: Und das war halt schon ein bisschen anders, du kommst ursprünglich aus Köln und wohnst auch wieder in Kölnen?
00:02:49: Erzähl doch mal aus deinem Leben vor der Filmmeld!
00:02:54: Ja also du sagst so etwas behütet aufgewachsen... Das kann ich ja auch so eigentlich sagen, also innerhalb meiner Familie bin ich behütend aufgewatzt.
00:03:03: Ich bin halt mitten in der Innenstadt in Kologne groß geworden und da ist es dann, sagen wir mal, vor der Türe nicht mehr so gehütet.
00:03:10: Und in meiner Jugend bin ich halt mit dem Gesetz in Konflikt geraten, hab Scheiße gebaut und stand auf vorm Richter.
00:03:18: Und dann war irgendwann so die Crossroads of life, man stand so an der Kreuzung hey krieg ich jetzt irgendwie die Kurve oder nicht?
00:03:25: Ich hatte auch so schulig ein bisschen Schwierigkeiten Hauptschule und dann aber die Kurwe gekriegt in der Hauptschulle im Realschulabschluss gemacht und später eine weiterführende Schule mein Fachabi gemacht.
00:03:35: Dann ist immer mehr dieser ... Gedanke gewachsen, dass Schauspieler werden will.
00:03:40: Und das war eine gute Entscheidung und ich dachte mir lieber Gangster vor der Kamera als Gangster in real life!
00:03:45: Und diese Entscheidung habe ich auch bewusst getroffen und hab mich davon dann entfernt.
00:03:49: Ich bin da mein Weg gegangen, ein Teil dieses Weges haben wir uns kennengelernt nach meiner Ausbildung.
00:03:55: Also ich habe tatsächlich eine Ausbildung gemacht unten im Studium.
00:03:57: Wir haben uns kennenernt als ich dort in Ludwigsburg studierte.
00:04:00: Und ich habe eine Ausbildung an der Theaterschule Aachen gemacht.
00:04:03: Eine ganz klassische Schauspiel-Ausbildung mit Fächten und Ballett und Operette Fährsmaß, Lernen und ganz klassische Theaterstücke.
00:04:13: Ziemlich altbacken auch alles aber rückblickend war es auf jeden Fall gut.
00:04:16: Aber damals dachte ich immer so warum muss ich zum scheiß Palette unterricht?
00:04:20: Ich will doch nur Schauspieler werden!
00:04:21: Und danach fährt mich mit der Ausbildung.
00:04:23: das war im Jahr zwei Tausend vier und dann dachte ich so irgendwie... fühl ich mich nicht so ganz fertig.
00:04:28: Nee, im Jahr two-tun acht entschuldigung und dann hab' ich den in Ludwigsburg angefangen zu studieren wo wir uns denn kennengelernt waren.
00:04:35: Ich muss sagen aber ich erinnere mich gerne zurück war ein guter Zeitpunkt, hat immer gute Wochen da, haben lecker gekocht und so.
00:04:40: Absolut!
00:04:41: Hat noch wilde Partys veranstaltet... Absolut
00:04:43: das war die Stockwerksparty, sonst gab ja zwölf Stockwerke und da war also fast ständig irgendwo ein Stockwerk, ein Stockwerk Party natürlich auch bei uns.
00:04:53: Es war wirklich eine
00:04:53: tolle Zeit.
00:04:55: Manchmal warst du dafür, aber manchmal auch nicht?
00:04:57: Ja ja absolut!
00:04:59: Es wurde halt
00:04:59: anstrengend... Du warst einer der Fleißigen.
00:05:01: Wir haben mehr Party gemacht
00:05:04: als du.
00:05:04: Am Schluss gings bei mir auf die Prüfungen zu und wenn du da lernen musst und in zwei Wochen haste Prüfung und dann feiern alle um dich rum und du kannst nicht pennen, dann wird es anstrecken tatsächlich.
00:05:13: Definitiv.
00:05:14: Ich war
00:05:15: ein bisschen älter als der Durchschnitt, das kam noch dazu.
00:05:17: Aber ich muss ehrlich gestehen, als ich dich kennengelernt habe, hab' ich gedacht okay, er will jetzt Schauspieler und dann habe ich mir halt ein Leben ja angeguckt, aber wir haben auch miteinander geredet.
00:05:25: Ich hab gedacht oh Gott das schafft er nie!
00:05:27: Das schafft der nie!
00:05:28: Ja
00:05:28: am
00:05:30: ersten Moment habe ich wirklich dran gezweifelt weil ich erinnere mich zum Beispiel an eine Szene in der Reportage über dich und deine Kumpels.
00:05:37: da warst du an irgendeiner Schauspielschule und musstest da irgendwelche Übungen machen Bist du da rausgegangen und sagst, nee, den Scheiß hab ich keinen Bock.
00:05:45: Dann bist du nicht mehr hingegangen zu dieser Schauspielschule?
00:05:48: Vielleicht macht das auch so, dass irgendwann was kommt, was er nicht möchte!
00:05:53: Und dann gibt er auf.
00:05:55: Aber das ist das, warum ich dich jetzt auch eingeladen habe und warum ich auch dir denn sagen möchte, dass ich dich wirklich ein großes Stück bewunder ... Du hast es durchgezogen!
00:06:04: Und zwar bis zum Schluss und zwar richtig erfolgreich.
00:06:06: Also man muss noch dazu sagen du warst in einer großen Netflix-Produktion einer der Hauptdarstellerin einem Film, du warest in einer Serie eine der Hauptdarsteller.
00:06:16: Du bist jetzt glaube ich gerade am Burgtheater in Wien, richtig?
00:06:19: Richtig ja.
00:06:20: Also
00:06:21: hallo!
00:06:22: Hallo?!
00:06:23: Ich meine,
00:06:25: wenn man sieht woher du kommst und ich habe ja mit solchen Menschen wie dir ständig zu tun an der Schule.
00:06:30: Ich bin ja in der Hauptschule Und auch da werde ich immer wieder von Schülern überrascht die dann plötzlich mehr entgegenkommen sagen Herr Brunnel kennen Sie mich noch?
00:06:37: Ich komme gerade aus den USA!
00:06:38: Ich bin fast fertig mit dem Studium dort.
00:06:41: Okay, das ist dann klasse.
00:06:43: Aber ich sehe auch andere Wege die nicht so toll sind.
00:06:47: Ein paar kriegen die Kurve und ein paar halt nicht.
00:06:49: Also wenn sich da kurz anknüpfen darf... Ich habe es halt durchgezogen und irgendwann auch gewusst.
00:06:56: der Point of No Return ist erreicht.
00:06:58: also ich kann jetzt nichts anderes mehr machen.
00:07:00: Ich hab jetzt schon so viel Zeit und Gedankenschmalz rein investiert eine Ausbildung unten Studium.
00:07:04: ich ziehe das jetzt durch Und es waren harte Hungerjahre.
00:07:07: besonders nach dem Studium muss sich viel kehlern nebenbei, bis ich dann irgendwann von dem Beruf leben konnte.
00:07:13: Und meine Eltern haben mich auch sehr unterstützt und meine Frau hat mich sehr unterstützend.
00:07:16: Alle haben an mich geglaubt.
00:07:18: Man investiert ja in sich selbst die Familie investiert auch in einen und man hofft halt dass das Investment dann irgendwann Profit abwirft.
00:07:24: Und dann ging es los mit der ersten Netflix-Rolle, größte Hauptrolle.
00:07:27: Dann kam die nächste und nächste.
00:07:28: ich habe jetzt drei Netflix-Produktionen spielen dürfen, mehrere Kinofilme gemacht und jetzt aktuell hab' ich einen KinofILM.
00:07:34: Der heißt Sofia.
00:07:35: das ist eine englische arabische Produktion und er hat weltweit jetzt schon viele gute Kritiken eingefahren und hat jetzt nächste Woche Premiere im Beverly Hills Film Festival in Los Angeles und ich reise jetzt nächste Wochen nach LA.
00:07:47: ein großer Traum für mich wird war so ne?
00:07:49: Der kleine Kais aus Köln vom Handelring liegt nach LA zu einer Premiere nach Beverly Hills einfach.
00:07:55: Und da wird es dann Chinese Theatre gezeigt, also manchmal denke ich auch sehr surreal irgendwie was ich so erlebe.
00:08:00: aber ich bin auch dankbar und ja ich bin einfach hartnäckig dran geblieben.
00:08:04: das sage ich auch immer den jungen Leuten mit denen ich arbeite wo wir Präventionsarbeit machen für Jugendliche versuchen die von der Straße zu holen und irgendwie vielleicht auch dem was zu vermitteln was sie machen können wie Film Theater Kunst Modik usw.
00:08:16: dass die dann so ein Beispiel haben an mir und sehen wo's hingehen kann und da irgendwie auf etwas zurückzugeben weil ich hatte halt Glück.
00:08:23: Natürlich habe ich auch dafür hart gearbeitet, dass das Glück irgendwie nicht erfüllt.
00:08:26: Aber ja, das ist mir wichtig, dass ich dann auch Lebenswege zeigen kann den Jugendlichen, die sie auch gehen können und so sich der Kreis da schließt wie es bei mir war.
00:08:34: Mir wurde auch geholfen und so helfe ich dann weiter.
00:08:36: Wir wollen
00:08:36: unsere Titel anhören?
00:08:38: Kein Problem!
00:08:39: Bei Spotify und Deezer gibt's unsere Playlist Soundtrack of Life.
00:08:46: Ganz richtig.
00:08:46: Manche schaffen es, manche schaffen das nicht.
00:08:48: Du hast es ja offensichtlich geschafft.
00:08:50: Da habtest du bei dir einen Schlüsselmoment wo du gesagt hast hey ich muss mich jetzt echt zusammenreißen sonst lande ich in der Gosse und bleibe in der gosse.
00:08:57: Ja also was heißt Ende?
00:08:59: Ich bleibe hier in derGosse.
00:09:00: Also ich war ja nie wirklich in dergosse.
00:09:02: Ich habe mehr diesen
00:09:03: Krimilandes in den Gossen und kommst nicht mehr raus von
00:09:06: da.
00:09:07: Das kann passieren wenn man sozusagen die falsche Abzweigung nimmt dass man dann da in der Golse landet.
00:09:13: Die Gefahr besteht immer und ich sehe das jetzt auch alltäglich.
00:09:15: Allein heute wieder, weil ich kurz habe einen Freund getroffen mit dem Kaffee getrunken und dann kam einer der uns aufgewachsen ist von der Jugend Kindheit kannten wir den und der hat halt die falsche Abhigung genommen und er ist jetzt komplett am Boden verjunkt, drogen usw.. Aber bei mir gab es so ein Schlüsselmoment als ich so neunzehn war und wurde festgenommen von der Polizei und hab halt meinen Vater geredet danach der wirklich der gut reagiert hat.
00:09:40: Und da wurde mir klar so, hey was mache ich hier eigentlich?
00:09:43: Also was will ich denn?
00:09:44: Diese Aufmerksamkeit ist es irgendwie damit zu tun.
00:09:47: Will ich diese Aufmerksamkeit?
00:09:49: Will ich die mir über sowas Negatives holen oder etwas Gutes?
00:09:52: und wenn man so eine Nacht in einer Polizeizelle verbringt dann... Denkt man schon ziemlich intensiv über sich und seine Tat und sein Leben nach.
00:09:58: Und dann habe ich halt dann entschieden, dass ich diesen Weg nicht weitergehe sondern den anderen Weg, den ich jetzt vergangen
00:10:03: bin.".
00:10:04: Wir
00:10:04: haben uns ja ein bisschen aus den Augen verloren.
00:10:05: Nicht ganz weil über Facebook waren wir ja mal in Kontakt.
00:10:09: Ganz, ganz selten haben wir uns auch mal was geschrieben aber das war wirklich wirklich selten.
00:10:14: Ich hatte dich nicht vergessen oder so wie gesagt ihr habt dann weiter beobachtet.
00:10:17: Docs of Berlin kam dann als Netflix-Serie.
00:10:19: Das ist so an mir ein bisschen vorbeigegangen.
00:10:21: Ja, es ist ein bisschen mehr vorbeigegangen.
00:10:25: Es kam erst später, dass ich mir das angeschaut habe ... Und dann saß ich mal abends auf dem Sofa und hab an meinem Handy gespielt und hab auf Netflix einen Film geguckt.
00:10:34: Nämlich Blood Red Sky!
00:10:36: Und hab aber gar nicht hingeguckt am Anfang.
00:10:38: Weil am Anfang war das so eine Szene, wenn ich mich richtig erinnere, da hat der Tower kommuniziert mit jemandem, der im Cockpit drin war irgendwie.
00:10:47: Ich dattel das an meinem Handy, dann höre ich diese Kommunikation zwischen dem Tower und der Person in dem Cockpit.
00:10:54: Du denkst plötzlich so ... Stimme!
00:10:58: Kenne ich doch was noch mal, aber kenne ich denn diese Stimme?
00:11:01: Und dann guck ich so genauer hin, also guckt dann auf und denkt das gibt's doch nicht.
00:11:07: Was macht der denn da?
00:11:09: Weil das war ja eine richtig große Produktion im Jahr zwanzig.
00:11:12: Das war nichts Kleines und war auch ne sehr erfolgreiche Produktion glaube ich.
00:11:17: Wie bist du denn dazu gekommen?
00:11:18: Wie
00:11:19: war das?
00:11:19: Ja, da sind wir sehr stolz drauf.
00:11:21: Das waren sehr erfolgreiche Produktionen.
00:11:23: Es war weltweit in über fünfzig Ländern auf Platz eins wochenlang über hundert Millionen Zuschauer und so.
00:11:28: Wahnsinn!
00:11:29: Also hat sich an einem Tag irgendwie muss ich tausende neue Follower weitergehören.
00:11:32: also es waren auch kasse Erlebnisse.
00:11:35: Da bin ich tatsächlich dran gekommen habe einen ganz klassischen Casting-Prozess gemacht.
00:11:39: Ich hab der Regisseur den ich auch kannte von anderen Projekten.
00:11:42: Der hat mich eingeladen zu dem Casting Peter Torwart.
00:11:44: Schöne Grüße an der Stelle.
00:11:45: Ich habe mich da eingeladen, habe den Castingprozess gemacht und bin dann mehrere Auswahlrunden durchgegangen bis sie sich am Ende für mich entschieden haben.
00:11:53: Und ich erinnere mich noch ganz genau als da war ich meiner Frau im Urlaub in Rom beim Kolosseum Laufen da rum, mein Handy klingelt.
00:11:59: Dann ruft mich der Regisseur an und sagt, ja du hast die
00:12:01: Rolle.".
00:12:02: Und ich flippse aus.
00:12:03: Ja voll geil!
00:12:04: Ich erinnere mich noch ganz genau.
00:12:05: Da war so ein Sonnenbrillenladen in Romes mit so teuren Gucci-Brillen.
00:12:10: Aber eine Brille hat irgendwie dreiundfünfzig Euro gekostet.
00:12:13: Und ich dachte mir so viel zu teuer.
00:12:15: Und dann kam der Anruf dass sie Roller haben.
00:12:17: Als nächstes in den Brillen laden gegangen, hab' wir die Brillen gekauft.
00:12:20: Die habe ich jetzt noch.
00:12:22: Das war ein ganz klassischer Prozess, wenn so regulär als Schauspieler, Niveau erreicht hat und Bekanntheit.
00:12:30: Also auch als Anfänger hat man eine Schauspielagentur, da wird man dann angefragt ob man denn Zeit hatte überhaupt in diesem besagten Drehzeitraum?
00:12:37: Wenn man Zeit hat, dann wird man angefragt wie viel man kostet.
00:12:40: Dann meistens sagen sie dann ja cool oder wir haben aber noch so viel für die Rolle eingeplant.
00:12:46: Na ja wenn man diese Prozesse sozusagen geschafft hat, kriegt man eine Einladung zu einem Casting.
00:12:51: Manchmal live manchmal ist es per Video Also E-Casting, wenn man das dann elektronisch ist.
00:12:58: Manchmal live oder man nimmt ein Video auf und schickt es dann ab und dann wird entschieden ob man irgendwie einen Schritt weiter kommt oder nicht?
00:13:04: Dann gibt's dann so... Die letzte Runde bei einem Castingprozess, das nennt sich dann Konstellationscasting.
00:13:10: Da wird man nochmal mit den anderen Schauspielern zusammen gewürfelt die potenziell die Rolle schon ganz nah dran sind auch die anderen Rollen zu bekommen und guckt wie die Chemie zwischen denen ist und dann wird entschieden also es ist ein langer Prozess bis man so eine Rolle bekommt und ist ja ganz normale Teil eines... Arbeiten den Schauspielers, also Working-Class Actors sagen wir dazu diese Prozesse immer zu machen.
00:13:31: Außer man ist jetzt so ein Megastar wie Elias Mbarek oder Matthias Schweighöfer oder ich weiß nicht jetzt die amerikanischen Stars, die machen natürlich nicht mehr diesen Castingprozess.
00:13:41: sie sind dann wenn überhaupt direkt nur den letzten Schritt dieses Konstellationscasting um zu gucken wie die Chemie miteinander ist.
00:13:47: aber das tut euer regulär Weg.
00:13:49: Du hast ja ganz ganz viele Produktionen mitgewirkt.
00:13:52: Wahrscheinlich meistens in Nebenrollen muss man natürlich auch sagen, aber du warst bei der Lindenstraße dabei.
00:13:57: Du warst ein Fall für zwei dabei.
00:13:59: Docs of Berlin, ich glaube das war da eine erste wirklich große bekannte Rolle oder?
00:14:02: Bei Docs Of Berlin.
00:14:03: Ja kommerziell die größte Bekannte.
00:14:06: Ich hatte vorher schon paar, aber sie waren nicht so kommerzieell so riesig.
00:14:10: In
00:14:10: Blood Red Sky das war zwanzig, einundzwanzig Und dann ging es weiter mit Soko und Tatort.
00:14:16: Hast du gemacht?
00:14:17: jetzt der neue Kinofilm?
00:14:18: Das ist ja schon richtig heftig, aber was ich mich frage ... Wenn man Schauspieler ist... Ich rede ja mit meinem Sohn, der ist dreizehn Jahre alt und überlegt sich auch, was er mal später machen will.
00:14:30: Da war irgendwann auch mal Schauspieler dabei.
00:14:33: Dann habe ich ihm gesagt, das Schausspieler ist ein toller Beruf gar keine Frage künstlerisch
00:14:37: usw.,
00:14:38: Aber du lebst dann ständig in einer gewissen Unsicherheit, weil du dich ja von Rolle zu Rolle zur Rolle wieder neu einen Job besorgen musst.
00:14:46: Also du kriegst eine Rolle irgendwie im Film und dann machst du den Film, dann kriegste fünf Millionen Euro in den Hintern geschoben so ungefähr ... Und dann musst du aber wieder vor diesen fünf Millionen die nächsten zehn Jahre leben was natürlich sehr schwer ist.
00:14:59: Nein!
00:14:59: Aber man muss hier wirklich von Rolle zur Rollen Durchbeißen und durchkämpfen.
00:15:04: Man hat nicht diese Sicherheit, die man hat, wenn man so einen Nine-to-five Job hat?
00:15:08: Ja
00:15:08: ja aber mit der Sicherheit gibt man auch eine Freiheit ab.
00:15:10: Das ist dann der Deal sozusagen.
00:15:12: Also bist du frei und unstetig und machst was du willst!
00:15:16: Also ich kann jetzt einfach morgen wegfahren, wohin ich will.
00:15:18: Ich kann jetzt übermorgen ein komplett neues Projekt annehmen und sieben Wochen in Leipzig einen Film drehen oder drei Wochen im Mallorcau oder sonst was.
00:15:26: aber natürlich habe ich dafür keine Sicherheit.
00:15:27: wenn ich die Sicherheit habe die gibt es natürlich auch im Schauspielberuf.
00:15:30: das ist dann fest aus Engagement in dem Theater.
00:15:33: Man ist von mindestens immer zwei oder vier Jahre engagiert und das sind genau so sicher wie ein Job in der Wirtschaft, jetzt bei du als Lehrer.
00:15:39: Das ist ja nochmal eine andere Sicherheitsnummer.
00:15:40: aber in den normalen freien Wirtschaft ist sein Job eigentlich auch immer nur alle zwei drei Jahre sicher.
00:15:45: und dann kommt da wieder irgendein neuer Vorstandsvorsitzender an und wird hier irgendwie Binnigschaft gekündigt oder was da immer.
00:15:50: also ich finde dieser Begriff der Sicherheit
00:15:54: Das ist relativ.
00:15:56: Das sieht man jetzt bei den großen Firmen, dann kommt da irgendwie der große... Da wird dann eine große Auf-Tabularaser gemacht und dann sind auf aber zehntausend Mitarbeiter auf die Straße, die dachten auch dass wir alles sicher haben.
00:16:05: Aber ich muss sagen Jérôme es gibt immer Höhen und Tiefen.
00:16:08: Klar manchmal habe ich auch Monate wo ich denke, jetzt kommen Projekte, muss jetzt mal wieder reinkommen und so, ich hab keinen Bock an mein Gespartes zu gehen und so.
00:16:16: Aber ich bin ja in einer luxuriösen Position von den Schauspielern, die wenig ... Ich weiß nicht genau wie viel Prozent.
00:16:24: Aber wenige Prozent der Schauspieler, die nur von ihrem Beruf leben können so wie ich.
00:16:28: Viele andere haben ja noch nebenbei andere Berufe damit ihre Miete zahlen können und so.
00:16:33: Also bei mir, ich hab ja Glück aber es ist ... Ich muss sagen selbst diese ganze Emotionale auf- und ab ist mir doch das Wert dass wenn ich zur Arbeit gehe fühlt sich das an als ob ich ins Phantasialand gehe oder in Urlaub fliege oder so.
00:16:48: Und dieses Gefühl Tausche ich gerne gegen die Sicherheit.
00:16:50: Als wenn ich denke, ganz selten passiert das mal dass sich so diese normale Arbeiterwelt mitbekomme wie wenn ich irgendwie um acht Uhr auf der Autobahn bin zufällig oder um sieben Uhr morgens mal eine Regionalbahn nehme und diese ganzen Menschen sehe dann denke ich so ne an dieser Teil dieser Welt möchte ich nicht sein.
00:17:06: Ich fühle mich da wohl wo ich bin.
00:17:07: Mit allen Unsicherheiten ist es mir das Wert und das natürlich auch ein Künstler der etwas anderes... also ich könnte mir das gar nicht vorstellen als wenn ich jetzt büste.
00:17:16: in zehn Jahren bin beruflich.
00:17:19: Das fühlt sich an wie so ein mentales Gefängnis für mich.
00:17:21: Wenn ich jetzt wütste, bin ich es dreißig Jahre am selben Ort.
00:17:24: Aber das ist ja eine Typssache!
00:17:25: Es gibt andere die Menschen und die Mehrheit der Menschen, die einfach auch diese Sicherheit brauchen und dann irgendwie entspannt schlafen können.
00:17:32: aber dafür gibt's ja auch wieder die Schauspieler, die dann diese andere Seite übernehmen damit wir euch unterhalten können und euch aus eurer regulären nine to five normalen Arbeitswelt mal raus nehmen können für zwei Stunden und ihr dann in so ne Fantasiewelt tauchen könnt und euern Alltag vergisst.
00:17:47: Dafür machen wir das.
00:17:47: Ja
00:17:48: Kais, du hast uns Musik mitgebracht.
00:17:50: Was hast du sonst sehr mitgebracht?
00:17:51: Ich bin sehr gespannt!
00:17:56: Ja das ist ein ganz besonderes Lied nämlich... Das hat für mich eine sehr emotionale Bedeutung.
00:18:01: Ich habe das Lied auch ganz lange verloren und es dann wieder gefunden.
00:18:05: Sehr schöne Geschichte.
00:18:06: ich hatte damals als ich... Du hast es eben erzählt bei der Einleitung dass du gesehen hast in der Dokumentation, dass sich eine Schauspiel-Ausbildung angefangen habt und abgebrochen haben.
00:18:14: Und das tatsächlich das einzige Mal im Leben.
00:18:16: das was abgebrochene hab da war fast achtzehn Jahre und habe in Berlin eine Schauspiel-Ausbildung angefangen.
00:18:22: Und hatte so Arkheimweh nach drei Monaten, dass ich wieder zurückgezogen bin nach Köln.
00:18:26: Und dann hab' ich dann in Aachen meine Ausbildung angefang'.
00:18:28: Und als ich ja nach Berlin gezogen bin in meinen großen Wohnungen in der Yorkstraße die noch für den Appel und einen damals zu haben war, hatte ich eine CD dabei!
00:18:36: Da war ein Lied drauf – ein Maxi-Lied.
00:18:38: Das war dieses Lied das war von Nas du Rags heißt es.
00:18:42: Und das kommt auch in der Doku vor.
00:18:43: Das sieht man in der Doku, wie ich so mein Zimmer die Bettlaken mache und das Lied läuft.
00:18:48: Und dann habe ich das ewig nicht mehr gehört, das war ja damals auch noch keine Streamingzeiten, dass man einfach mal mit dem Handy hört, wie das Lieder ist... Also ich hab's nicht mehr gefunden irgendwie!
00:18:58: Die CD war schon lange weg und da war ich jetzt vor ein paar Monaten im Marrakesch beim Filmfestival, hatte da Filmpremiere und einen Freund von mir Der Jünger ist, der hat dann im Auto das Lied reingemacht und sagt zu mir hier Kais für dich.
00:19:10: Und da hab ich das Lieder geirrt und wir sind echt fast die Tränen gekommen.
00:19:13: Ich sag so wie hast du das gewusst?
00:19:15: Ja das hast du doch damals in den Doku gehört als du nach Berlin gezogen bist.
00:19:20: Ob du glaubst oder nicht?
00:19:22: Ich
00:19:22: hab mich gerade umgeschaut weil ich habe die DVD noch in den Händen gehalten gestern vorgestern Als ich mich auf dieses Interview vorbereitet habe... Ich hab die noch!
00:19:31: Die Doku, guck sie mir nochmal an.
00:19:35: Wahnsinn Guck sie
00:19:38: noch mal an und guck auf
00:19:46: die Szene.
00:19:46: Wenn ich mir die Rollen anschaue, die du bisher gespielt hast, dann bist ja oft der Bösewicht oder der Held ... Meistens so ein harter Mann.
00:19:54: Gib es auch eine andere Schublade, in die du gerne reintauchen würdest?
00:20:00: Ja!
00:20:00: Ja, das spricht auf jeden Fall ein großes Thema an.
00:20:04: Natürlich habe ich auch viele Jahre.
00:20:06: dann, wenn man so eine Bad Guy gespielt gerade nach Docs of Berlin hat man dann so einen Stemata, irgendwie so eine Schublade die man da reingesteckt wird und ja... Ich will jetzt nicht zu tief in dieses Thema reingehen weil da könnten wir nochmal einen eigenen Podcast warten.
00:20:18: Es nervt
00:20:18: auch,
00:20:19: gell?
00:20:20: Das nervt auch ein bisschen, ja.
00:20:22: Man will sich nicht den eigenen Ast abschneiden auf dem man sitzt.
00:20:25: Aber irgendwo ist okay mal nicht, das soll phasenweise, je nachdem wie viel man zu tun hat.
00:20:30: Wenn man gerade gar nichts dreht und dann kommt da so was, dann sagt man halt nicht nein.
00:20:34: Deswegen habe ich irgendwann entschieden weil ich kein Bock mehr hatte, dass ich mich nicht mehr auf Theater fokussiere.
00:20:39: Ich spiele seit sieben Jahren noch regelmäßes Theater am Schauspiel Köln, am Burgtheater Wien oder an Gastspieler im Deutschen Theater... Taliertheater in Hamburg, im Prag, in der Schweiz und überall sehr große Erfolge feiern können.
00:20:50: Und da bin ich halt nicht so auf diese Klischeekacke reduziert, wenn sich das jetzt mal so sagen darf.
00:20:55: Und dadurch habe ich dann wieder eine andere Anerkennung in den Branche bekommen und konnte mich weiterentwickeln.
00:21:00: Ich hab dann mein Tatort zum Beispiel einen Staatssekretär gespielt im Baden-Rüttemberg beim Tatort Stuttgart oder ein Lehrer-Familienvater kommt immer mehr.
00:21:08: also da ist schon eine Entwicklung drin aber mein persönliches Lieblingsgenre und deswegen hat es jetzt auch in den letzten Jahren bei mir dass ich immer mehr auch hinter die Kamera gehe und schreibe.
00:21:19: Ich habe jetzt zwei Referenzfilme gemacht, also zwei Kurzfilme, wo ich dann geschrieben, produziert und Regie geführt hab aber nicht mitgespielt habe.
00:21:27: Und jetzt arbeite ich gerade an meinem großen Debutspielfilm in neunzig Minuten.
00:21:32: da ist das Genre Justiz draben.
00:21:35: Also ich stehe total auf alles was mit Anwälten zu tun hat John Grisham Fertinand von Skirach und so, das ist meine Welt.
00:21:41: Und da arbeite ich gerade dran.
00:21:42: Ich sehe mich am liebsten.
00:21:43: Mein großer Traum war es mal eine schöne Anwaltsrolle zu spielen.
00:21:48: Da ich aber auch einen Mensch bin der irgendwie auch Ergebnisse will, warte ich jetzt nicht darauf sondern... Mach das selber.
00:21:54: Ich könnte mir dich ehrlich gesagt super vorstellen als Nachfolger von Manfred Krug in Liebling-Holzberg, wenn es nicht gerade schon ein Remake gäbe!
00:22:01: Aber ich könnt mir das echt super vorstellen!
00:22:04: Wie du
00:22:04: sagst, ich hab exakt an Manfred Krog und diese Rolle gedacht.
00:22:07: Liebling Holtzberg?
00:22:08: Das würde so passen...
00:22:10: Ja, wir schreiben mal eine E-Mail an die Casting Director und dann gucken wir mal was da geht.
00:22:16: Wobei, wo
00:22:17: ich mich dir
00:22:17: auch... Also wenn ich Schauspieler wäre tatsächlich bin ich keiner oder wenn dann ein ganz schlechter aber dann würde ich gerne etwas im Thema Humor machen also was Lustiges machen.
00:22:28: Wäre das auch etwas was dir gefallen
00:22:29: würde?
00:22:29: Ja definitiv
00:22:30: ist es.
00:22:31: aber
00:22:31: um jetzt irgendwie hinter die Kulissen zu blicken ist das schwerste Fach dass es gibt.
00:22:35: Ich habe tatsächlich Erfahrung gesammelt.
00:22:36: umso düsterer das Thema umso lustiger der Dreh lustigeres Thema umso anstrengender wird.
00:22:42: Aber ich muss dir sagen, Jerome, ich könnte mir dich auch als so jung-großen Lui de Finesse vorstellen.
00:22:51: So ein bisschen was von ihm hast du.
00:22:54: Du bist größer und länger ... Als er ist natürlich kleiner und zierlicher, aber die habt ihr auch.
00:23:01: Ich
00:23:01: bin nicht mehr, aber ich hab tatsächlich gestern erst im Ausschnitt aus einem seiner Filme geschaut, wo er einen Tanz aufgeführt hat, als Kellner Lui di Finesse.
00:23:09: Und ja, würde mir Spaß machen!
00:23:12: Ich bin halt kein Schauspieler.
00:23:13: Könnte ich mir aber gut vorstellen, der große Blonde mit dem wenigen Haar!
00:23:19: Andreas, du hast auch Musik mitgebracht denke ich.
00:23:22: Ich
00:23:22: habe heute auch mal zufällig Musik mit gebracht und ich bin sicher du kennst es Und ich weiß der Max beneidet mich dass ich es mitgebracht hab und nicht er stand auch auf seiner Liste.
00:23:33: Ich war so sicher Es handelt sich um The Neck and My Sherona von sehen und es gab damals eben das auch nicht im Fernsehen zu sehen, und YouTube schon gleich gar nicht.
00:23:53: Und dann haben die uns im Radio verkauft, damals war das SDR-Drei.
00:23:58: hier habe ich eine neue Platte!
00:24:00: Das ist die Nachfolgeband der Beatles, die hören sich genauso an und da legt er das Myshell Rona auf und mir explodieren erst mal, die Beatles ja endlich!
00:24:10: Dann kommt Myshell.
00:24:14: Sie dachte, meine Güte!
00:24:15: Was für Beatles meinen die denn?
00:24:16: So kenne ich sie gar nicht.
00:24:18: Und tatsächlich hätte ich dann später auch gesagt als dann solche Sachen wie Britpop entstanden sind dass die eher Brit-Poppers sind.
00:24:26: aber alles ganz falsch.
00:24:28: das ist eine Army Band aus Kalifornien.
00:24:31: und das Album Get A Neck das war das Debüt Album Low-Kost Produktionen, die haben zwei Wochen gebraucht um das ganze Album einzuspielen.
00:24:42: Unvorstellbar heute und es hat nur achtzehntausend Dollar gekostet.
00:24:46: Ich möchte nicht sagen so hört sich's auch an.
00:24:48: Nein nein das ist schon ganz gut aber Es ist roh, es ist ungeschliffen, es is rock.
00:24:53: Max was wolltest du dazu erzählen?
00:24:55: Das ist halt so ein Song der sofort im Ohr hängen bleibt weil er wirklich Orvum-Qualitäten hat.
00:25:00: Er hat Groove, da ist ein Gitarren drin das Rock, das Knallt, das macht Stimmung... Was kann man mehr wollen?
00:25:06: Das funktioniert auch übrigens in sehr vielen Soundtracks ganz hervorragend!
00:25:09: Du hast eine
00:25:09: Soundtrackverbindung dazu oder?
00:25:11: Ja
00:25:11: ja aber weißt du ich guck auf deine Liste und denke oh der hat ja schon wieder einen von meinen Songs.
00:25:23: Bei Spotify und Deezer gibt's unsere Playlist, Soundtrack of Life.
00:25:29: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es für den aktuellen Film war ... Aber du hast ja irgendwann mal, ich weiß nicht, ob das in der Schlägerei war oder keine Ahnung, einen Zahn verloren?
00:25:37: Und dann solltest du irgendwie in einem Film, ich weiss nicht mehr, ob's der aktuelle Film ist, also auch einen fehlenden Zahn haben!
00:25:43: Dann hat man dir gesagt, gut, den mahlen wir halt so an, dass man ihn nicht sieht.
00:25:47: Da hast du gesagt, nö-nö, ich nehm' den
00:25:49: raus.".
00:25:50: Genau so warst du ungefähr.
00:25:53: Ja, also die Story hinter Zahn ist... Also es gibt nicht so eine coole Story mit der Schlägerei dahinter.
00:25:57: Nee?
00:25:57: Da muss ich enttäuschen!
00:25:59: Nein, als Teenager wollte ich irgendwie cool sein und bin am Beckenrand eines Schwimmbads reingesprungen und wollte den Mädels imponieren.
00:26:07: Und dann war das plötzlich nur fünfzig Zentimeter tief und das ist die falsche Seite des Beckens und nicht zwei Meter tief.
00:26:12: Und da bin ich ja mit vollen Platt nachher mit meinem Mund gegen den Boden.
00:26:15: Und er hat's ja nur noch einen halben Zahn, Frontzahn.
00:26:19: bearbeitet vom Zahnarzt, dass er wieder ganz ist.
00:26:22: Und dann ist ja irgendwie die Wurzel gestorben und da war der so grau und so.
00:26:25: Dann habe ich da eine Krone bekommen.
00:26:27: So das ist die Story vom Zahnt!
00:26:30: Ja und das ist übrigens schon fest die Krone ne?
00:26:34: Also alle die eine KrONE haben wissen was eine KRONE ist.
00:26:36: Stimmt!
00:26:37: Alle anderen können das gerne googeln.
00:26:38: also es ist nicht wie so eine Prothese bei den alten Leuten.
00:26:41: Das ist da festsimitiert und da hatte ich dann auch über fünfzehn Jahre die KRONE drin.
00:26:45: Und dann habe ich dann mit dem, das ist übrigens mein vorletzter aktueller Film.
00:26:49: Der heißt Habs H-Aps.
00:26:50: Den wird es auch bald als Streaming geben.
00:26:52: und da hat der Regisseur mir telefoniert und meinte ja die Rolle, die muss irgendwie was Verrücktes haben!
00:26:56: Das ist so ein Besessener und er ist im Knast und so und er hat doch kein Geld und frisst immer so das Essen von allen anderen weg und so wie so ein Parasit und so.
00:27:04: Und dann hatte er mir so einen Foto...
00:27:05: Wie damals Kreis im Studentenwohnheim, oder?
00:27:07: Ja, immer die Tochter
00:27:08: gibt's halt gezockt Und dann so ein Zettel reingeschrieben.
00:27:12: Sorry!
00:27:17: Das war fies, ja?
00:27:21: Es tut mir leid.
00:27:22: Meld dich, ich krieg dir eine neue.
00:27:25: Nee und dann haben wir so gesprochen und dann zeigt er mir ein Bild von einem Rapper der keinen Zahn hat und sagt, das wär doch cool irgendwie sowas ohne Zahn.
00:27:32: Sagt er, das können wir vielleicht da mit CGI oder KI irgendwie vielleicht so machen und so und sagt nein es ist doch scheiße wenn man auch kein zahn hat, dann spricht man auch ganz anders mal Lispelt so und spuckt irgendwie mehr und so.
00:27:43: Du kommst, ich nehm hier den Zahn raus.
00:27:44: Der ist fast so zu spinn.
00:27:46: So, ey nee ich hab ne Krone.
00:27:48: Ich muss mal mit dem Zahnarzt reden Und dann war ich beim Zahnarzt und er meinte, ja klar können wir machen.
00:27:51: Kommst du um so viel?
00:27:52: Kriegst du halt wieder eine neue?
00:27:53: Und da haben wir das Ding daraus gerissen mit Gewalt.
00:27:56: Das war also ein Richtig... Und da war ich seit sechs Wochen ohne Zahn in Berlin.
00:28:00: Das ist auch so lustig.
00:28:00: Da kam ich da morgens in die Lobby an.
00:28:02: Ich hatte so einen langen Bart.
00:28:03: Sie sah total zerzornert aus.
00:28:06: Also mit ohne Zahnen.
00:28:07: Und die Frau guckt mich an und sagt, die kann ich Ihnen helfen?
00:28:10: Das wäre irgendein Pänner von der Straße!
00:28:13: Ich sag, ich bin Schauspieler.
00:28:14: Ich wohne hier.
00:28:15: Und deine
00:28:16: Frau hat dich nicht verlassen?
00:28:17: Nein,
00:28:18: ich hatte immer so einen Zahn, den ich dabei hatte nach dem Dreh.
00:28:22: Da gibt es da Kolgate-Drei-Koregattaps oder wie das heißt die Dinger, wo die alten Leute sich die Prothese dran kleben und dann lief ich auch mit Kleber rum, hab in den Zahlen mal reingeklebt.
00:28:36: Das war auf jeden Fall, amerikanisch nennt man das Transformation So man sich komplett verändert, so körperlich auch.
00:28:42: Man kennt das ja aus berühmten Filmen wenn Schauspieler ganz dünn oder ganz dick werden.
00:28:46: und in dem Fall habe ich dann über fünfzehn Kilo zubenommen, hab mir einen langen Bart wachsen lassen, hab mehr den Zahn rausnehmen lassen und somit halt diese Figur zum Leben erweckt die halt ganz weit weg von mir ist.
00:28:56: Also beim Zunehmen da könnte ich mithalten, aber...
00:28:58: Das war super.
00:28:59: Das
00:28:59: war Spaß ne?
00:28:59: Es ist ja du,
00:29:00: um den Mattspaß!
00:29:01: Ist
00:29:01: ja du.
00:29:02: Um den Matzpaß.
00:29:02: Dreiundzwanzig Uhr dreißig.
00:29:04: Den Pizza und Döner und dann schlafen jeden und so.
00:29:08: Also mit so trennen muss man irgendwie klarkommen, aber die Kilos ... Aber die wieder wegzukriegen, das war schwer.
00:29:15: Ja, das waren nicht so schön.
00:29:18: Aber du, alles für die Kunst.
00:29:20: Max deine Musik!
00:29:21: Oh ja ich habe mich zurück besonnen auf meinen Zivildienst Ende der neunziger Jahre.
00:29:27: das war eine spannende Zeit oder Mitte Mitte der Neunzige Jahre eigentlich eher.
00:29:30: und wenn du da so ein Nachtdienst hattest und zehn Stunden nachts im Krankenhaus rumgerissen hast Ich hatte damals kein MTV, nichts, kein Privatfernsehen, ich war weit weg von Musikvideos Und im Krankenhause gab es einen Fernseher im Aufenthaltsraum.
00:29:42: Da lief MTV Hey was haste dir die ganze Nacht gemacht?
00:29:44: Wenn ihr nichts zu tun hattet Das macht Spaß um zehn, morgens um drei wird es eher so surreal.
00:29:50: Weil du bist halt echt am Abkippen und denkst okay ich schaff das nicht mehr lang aber ich muss noch durchhalten bis um sechs Und dann guckst du Musikvideos und da kommen manchmal Sachen und du denkst oh Gott was ist das denn?
00:29:58: Das ist schräg.
00:29:59: Ich habe sehr viele schöne Sachen kennengelernt.
00:30:01: Unter anderem war ein Song dabei wo ich gedacht hab irgendwie spricht er mich an, ich weiß nicht der ist seltsam Aber er ist irgendwie auch gut.
00:30:07: Es war so'n bisschen Alternative Indy Rock.
00:30:10: Und wie spät daraus gefunden haben War der Sänger Royston Langton von Spacehawk mit Lift High der Tochter von Steven Tyler im Aerosmith-Sänger verheiratet.
00:30:19: Da hat er sich natürlich echt eine Hübsche geangelt, die Ehe hatte aber nicht ewig gehalten nur bis zum Jahr acht.
00:30:24: Dann hat sie sich glaube ich umorientiert.
00:30:26: Aber das fand ich total schräg weil auch Lift Tyler war damals in den Aerosmouth Videos Mitte der Neunziger total angesagt.
00:30:31: Jeder hat die gesehen jeder wusste was Sache ist.
00:30:34: und dann der Band dieser Indie, der Sänger dieser Indiband mit der Tochter von dem Sänger von der Hardrockband.
00:30:40: Krass es waren die Neunzigern!
00:30:41: Und die Band heißt Spacehawk.
00:30:49: Sie haben zwar noch Musik gemacht, aber leider nicht mehr so bekannt wie dieses erste Ding.
00:30:53: Und der Song heißt In The Meantime und ich bin mal gespannt ob er euch genauso im Kopf hängen bleibt wie mir oder ob ihr den vielleicht sogar kennt, Jerome?
00:31:00: Naja... Ihr wollt
00:31:01: unsere Titel anhören?
00:31:02: Kein Problem!
00:31:04: Bei Spotify und Deezer gibt's unsere Playlist, Soundtrack of Life.
00:31:08: Du hast ja jetzt ganz viele erfolgreiche Projekte gehabt, sehr erfolgreichere Filme.
00:31:12: Du bist derzeit Burgtheater in Wien?
00:31:14: Was ist denn deine Zukunft?
00:31:16: Hast du die schon geplant?
00:31:17: Ja,
00:31:17: teilweise schon.
00:31:18: Teilweise nicht.
00:31:19: Wie das so als Schauspieler ist.
00:31:21: Man hat ja immer ... Das ist auch so schön an dem Beruf.
00:31:23: Es kann jeden Tag irgendwas passieren, dass dein Leben komplett verändert.
00:31:26: Also ich arbeite aktuell am langen Spielfilm.
00:31:29: Da sind wir gerade in der Finanzierungsphase und in der Förderungsphase.
00:31:32: Ich habe jetzt zwei Kurzfilme gedreht die fast fertig geschnitten sind, die jetzt in die Festivalphase gehen.
00:31:37: Dann bin ich gerade dabei mit verschiedenen Theatern in NRW im Gespräch, weil ich jetzt bald im Bugtheater aufhören werde zu dieser Spielzeit.
00:31:45: Weil es mir auch einfach so weit ist immer nach Wien und das Theaterstück dann auch beendet ist.
00:31:50: Und ich orientiere mich jetzt eher wieder nach NRW, gucke so welche Theater Lust auf mich haben und auf welche Theater ich Lust habe.
00:31:57: Genau!
00:31:58: Ich hab' aktuell vier Castings gemacht, die große Hauptrollen für verschiedene Projekte, die jetzt noch offen sind.
00:32:03: da wird jetzt noch gesprochen verhandelt Passt es zeitlich, wie viel Kohle und so weiter.
00:32:07: Also das ist viele verschiedene Feuer im Eisen.
00:32:11: Aber aktuell freue ich mich ganz besonders jetzt nach Los Angeles zu fliegen und meinen ganz neuen Film zu präsentieren der Sofia heißt vom Regisseur Darfur El Abedin.
00:32:20: Das ist einer der größten Stars der arabischen Welt.
00:32:23: Der kommt aus England, ist ein Tunisier aus England so wie ich ein Tuniser aus Deutschland bin der schon viele große Filme mit Tom Hanks und vielen anderen Mega-Stars gemacht hat.
00:32:32: Sex in the City, den Film hat er gemacht, er hat in den Arabischen Prinzen gespielt.
00:32:36: Und?
00:32:37: Der ist Regisseur, Autor, Hauptdarsteller und Produzent des Films.
00:32:41: Dieser Film feiert jetzt USA Premiere beim Beverly Hills Film Festival Los Angeles.
00:32:46: Da werde ich hinfliegen und den Film präsentieren.
00:32:49: Da freue ich mich natürlich mega drauf!
00:32:51: Für mich als Schauspieler geht ein Traum in Erfüllung einmal so da hinzugehen wo... Wo halt die Stars sind, was man so kennt aus dem Fernsehen.
00:32:59: Der rote Teppich dann in Hollywood und mal ein bisschen diese... dieser Hollywood-Luftschnuppern.
00:33:04: Das heißt jetzt nicht, dass ich da nicht mehr wiederkomme aber mal da sein Film zu präsentieren ist schon eine große Ehre und so ein toller Film.
00:33:12: Der Film heißt Sophia.
00:33:13: Da geht es um ein kleines Mädchen.
00:33:14: die heißt Sophia Die macht Urlaub mit ihrer Mutter und besucht ihren Papa den Ex-Mann der Mutter.
00:33:18: Er liebt in Tunesien sie kommen aus London und dann geht er mit der Tochter Eis essen und plötzlich ist das Mädchen weg.
00:33:23: Und dann geht natürlich die Jagd los.
00:33:25: wo ist das Mädchen?
00:33:26: Wer hat sie entführt?
00:33:26: wurde Sie überhaupt entführen?
00:33:27: was ist da los?
00:33:29: und ich spiele den Detective, den Kommissar der dann versucht das Mädchen zu finden.
00:33:33: Und es ist ein Familienthriller und sehr, sehr spannend und ein Film, den auf jeden Fall jeder gucken kann – ob Männlein-Weilplaner, also da wird jeder direkt gepackt und man geht an eine sehr starke emotionale Reise.
00:33:45: Ja!
00:33:45: Am Ende wird man belohnt.
00:33:47: aber, ob's einen Happy End gibt oder nicht… Keinen Spoilering
00:33:50: bitte!
00:33:50: Das muss man dann gucken.
00:33:51: ja, ich sag ja, ob es einen Happy end gibt oder Das verrat ich nicht, aber man wird belohnt wenn man im Film guckt weil es nämlich ein guter Film ist.
00:33:57: Also
00:33:58: ich bin nach wie vor... Total begeistert.
00:34:03: Es klingt jetzt alles so toll, ne?
00:34:05: Aber es gibt natürlich auch immer Phasen die... Man erzählt ja immer nur von seinen Highlights.
00:34:09: Das ist ja jetzt auch so ein Podcast oder Interview und man muss das ganz ehrlich sagen, dass sind die Highlights genau wie bei Social Media.
00:34:15: Man sieht immer nur die geilen Momente aber natürlich gibt's auch Phasens wo ich irgendwie Douting habe Zweifel habe und denke wann kommt das nächste Projekt?
00:34:22: und dann muss ich doch irgendwie ein Projekt annehmen was ich eigentlich vielleicht nicht so annehmen wollte weil ich jetzt das Geld brauchen kann und ich will da schon auch den Realismus reinbringen.
00:34:31: Ja, das ist alles jetzt nur die tollen Erfolge, die wir teilen aber es ist ein harter Job nicht ohne.
00:34:37: man muss dann auch wirklich diese Momente genießen, aber auch wissen... Ich habe mal mit Armin Rode schon ein paar Mal gedreht und der hat so schön gesagt Man darf abheben in den Kopf, in die Wolken stecken Aber man darf halt auch die Bindungsverbote nicht verlieren weil man muss wissen wie man wieder zurückkommt Und das finde ich sehr schön.
00:34:53: Man muss die Momente auch genießen, aber auch wissen, dass da viel Arbeit drin steckt bis diese Momente kommen.
00:34:59: Aber
00:34:59: noch mal!
00:34:59: Wenn man sieht woher du kommst und welche Entwicklung du genommen hast...
00:35:04: Aus Ludwigsburg?
00:35:05: Ja nochmal!
00:35:07: Studentbewohnheim.
00:35:09: Studentbewohnenheim zwölf Quadratmeter.
00:35:12: Flausen im Kopf.
00:35:14: Und was weiß ich?
00:35:15: Wo du jetzt stehst ist schon eine fantastische Entwicklung, die du in den letzten Jahren gemacht hast.
00:35:20: Es tut mir aber im Herzen gut, weil damals mochte ich dich sehr gerne und ich mag dich immer noch sehr gerne.
00:35:25: Und das freut mich einfach.
00:35:26: wenn jemand den nicht
00:35:27: gerne
00:35:27: mag... Danke,
00:35:27: ich mochte dich auch!
00:35:28: Ich mag dich auch schon!
00:35:29: Und ich will dir nur sagen dass es balsam für die Seelen ist.
00:35:31: Wirklich?
00:35:32: Wenn man jemanden schätzt und jemanden gerne mag und dann sieht, dass dieser Mensch dann auch Erfolg hat.
00:35:37: Das ist einfach toll.
00:35:38: also das ist auch das was mich am Leben als Lehrer hält.
00:35:41: Wenn ich dann sehe wie manche Schüler eine wirklich tolle Entwicklung nehmen und man so einen kleinen Anteil hatte bei dir war mein Anteil extrem gering Handy-Verträge und so was.
00:35:51: Und den Internetanschluss gelegt usw.
00:35:53: Also ein bisschen sind wir in den Weg gegangen, ja?
00:35:56: Ohne
00:35:57: dich hätte ich nicht die ganzen tollen Filme gucken können.
00:36:00: Damals illegal auf Kino.de oder auf
00:36:05: Krawet.
00:36:06: Insofern freut mich das total, dass du diese Entwirkung genommen hast.
00:36:09: Andreas, du freust dich auch und wolltest mal noch eine Frage stellen.
00:36:12: glaube
00:36:13: Also ich wollte ihn die ganze Zeit schon nach dem Übergang besuchen.
00:36:16: Bei Kais war es so, er kam von unten und ist jetzt oben und du hast den ungekehrten Lick genommen.
00:36:22: Genau!
00:36:23: Danke, Andreas.
00:36:25: In diesem Zusammenhang was hast Du uns heute für den Titel
00:36:27: nicht gemacht?
00:36:27: Ich habe mir etwas mitgebracht.
00:36:29: das hat mit meiner Kindheit tatsächlich zu tun.
00:36:31: Mein Vater kommt ja aus Nordfrankreich.
00:36:34: Aus der Gegend um Lance.
00:36:36: in Lance hatte er seinen Elternhaus und da war ich auch immer als kleines Kind, dass meine Großeltern noch gelebt haben.
00:36:43: Das war teilweise ziemlich traumatisch, weil das ist so Kohlebergbaugebiet.
00:36:48: Die Stadt war arm und nicht sauber.
00:36:50: Sie war langweilig, ich mochte diese Stadt nicht.
00:36:54: Ich mochte auch die Menschen dort nicht.
00:36:57: Die Kinder im gleichen Alter haben ihren Hund auf mich gehetzt.
00:37:00: Weil der Deutsche ... Deutsche mochte man Mitte Ende der siebziger Jahre.
00:37:06: Nicht wahnsinnig!
00:37:07: Es war immer nicht sehr schön.
00:37:09: Und ich war aber noch mal dort, weil mein Vater hat immer zu mir gesagt, Jerome, wie wäre es wenn ich nochmal zu meinem Elternhaus fahre?
00:37:16: Ich würde das gerne nochmal sehen bevor.
00:37:18: dass ich das nicht mehr kann.
00:37:19: Soll man da nicht noch mal runterfahren?
00:37:21: Alleine mit meinem Vater habe ich mich ins Auto gesetzt, wir sind nach Nordrhein-Kreich gefahren, sind zu seinem Elternhaus gefahren und sind davor gestanden.
00:37:28: Da wohnen jetzt natürlich andere Menschen drin.
00:37:30: Es hat mich auch total Flashback gegeben weil dieses Haus steht genau oberhalb einer Straße die so nach unten geht und man kann von oben die ganze Straße sehen.
00:37:38: Ich erinnere mich, dass ich als Kind immer auf diese Straße geschaut habe abends vorm Schlafen.
00:37:43: aber wie gesagt es war keine schöne Zeit für mich.
00:37:46: Haben die immer noch die Hunde auf
00:37:47: dich kratzen?
00:37:47: Nein, haben sie nicht.
00:37:48: Aber es ist auch schöner dort geworden!
00:37:50: Die Stadt hat sich wirklich gemacht... Es ist kein Kohle-Abbau mehr dort, die Stadt ist auch nicht mehr so arm wie sie damals war.
00:37:56: und da fiel mir ein als ich an diese Zeit gedacht habe ein Lied von Gilles Cervar der vor allem viel brotonische Musik gemacht hat.
00:38:04: aber er hatte auch einen Stück gemacht das heißt Very Will de Merde.
00:38:08: Übersetzt du das mal kurz Andi.
00:38:10: Mit meinem rudimentären Französisch konnte ich das sogar ohne Wörterbuch übersetzen Alte Stadt,
00:38:17: alte Scheißstadt.
00:38:19: Genau und dieses Lied habe ich mir rausgesucht.
00:38:21: und ja genau das hören wir uns an.
00:38:24: Aber bevor wir uns... Darf ich noch schnell sagen, es ist ein Kaffer-Version
00:38:27: von
00:38:28: Dirty Old Town.
00:38:28: Was man ja kennt?
00:38:29: Ich kannte das von den Dubliners und natürlich vom Pokes und dachte, es sei ein irisches Original.
00:38:34: aber ist es gar nicht!
00:38:35: Es wurde in England geschrieben.
00:38:38: Das geht um Selfort.
00:38:40: Das ist eine kleine Stadt bei Manchester die tatsächlich auch in Kohle so weit wie ich das verstanden habe.
00:38:45: Ein Kohle Background hat.
00:38:46: Und es sind Liebeslied an diese Stadt.
00:38:48: Dirty old town hat der einen oder andere schon mal gehört.
00:38:50: Das hören
00:38:50: wir uns jetzt an und vorher verabschieden.
00:38:53: Es war so ein Traum, dich wiederzutreffen und mit dir über alte Zeiten zu sprechen.
00:38:59: Ich hoffe du kommst uns irgendwann noch mal besuchen!
00:39:01: Das
00:39:01: war mir ein Fest.
00:39:02: Danke für die Einladung.
00:39:03: Danke Jerome und
00:39:04: bis bald.
00:39:05: Alles Gute!
00:39:16: Tschüss!
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