(Christoph) Letkowski
Shownotes
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Unsere Musik in dieser Folge:
Christoph: Kishi Bashi - Carry on, phenomenom
Maegz: Letkowski - Fern von allem
Andreas: xxx
Jérôme: xxx
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00:00:00: Soundtrack of Life.
00:00:05: Geschichten,
00:00:06: die das Leben schrieb.
00:00:10: Es ist Sonntagabend und es ist wieder Zeit für Soundtrack Of Life!
00:00:13: Ich bin Jerome Brunnel und außerdem mit dabei ist Andreas Zimmer.
00:00:17: Grüß dich Andi.
00:00:18: Hallo ich habe mir gerade überlegt so wie du gesagt hast ich bin Jerome Brunell.
00:00:21: Du wärst sicher gerne an die Zimmer?
00:00:23: Ich weiß es
00:00:24: Meinst du?
00:00:26: Na
00:00:26: ja
00:00:28: Es gibt eins, was ich noch lieber wäre.
00:00:30: Nämlich Markus Henkel, grüß dich Meck!
00:00:32: Weil der kann singen!
00:00:34: Der kann singe!
00:00:35: Jetzt aber
00:00:36: schön... Du lässt mich ja nie singen.
00:00:39: Vielleicht sollten wir doch mal alle zusammen auf eine Bühne.
00:00:42: Ich
00:00:42: hab' ne Idee.
00:00:43: die hat mit unserem Gast zu tun bitte.
00:00:44: Ja
00:00:45: unser Gast er war schonmal bei uns Er heißt Christoph Letkowski, ist Musiker und ist Schauspieler.
00:00:51: Und hat sich freundlicherweise bereit erklärt ein zweites Mal zu uns zu kommen?
00:00:55: Wir haben jetzt mal viel über die Musik gesprochen auch über die Schaus Spielerei.
00:00:58: aber was du genau gemacht hast im Fernsehen zum Beispiel darüber haben wir gar nicht gesprochen das ja auch in verschiedenen Serien mitgespielt für die du dich vielleicht im Nachhinein nicht für deine schauspielere Leistung aber für die Serie schämst.
00:01:10: oder sagst du nö dass es schauspielerisches Handwerk da muss man durch
00:01:20: Wenn ja noch jemand braucht, der Triangel spielt.
00:01:21: Ich wäre dann so alt!
00:01:24: Ich komm mit meiner Okulele.
00:01:25: Also du hast ja in verschiedenen Serien mitgemacht, du weißt, auf welche Serie ich rauswille oder?
00:01:29: Du meinst meine drei Drehtage bei GZS?
00:01:31: Genau!
00:01:32: Für dich meinen Leben lang, um zu reden und Antwort stehen muss?
00:01:35: Ja absolut!
00:01:36: Okay...
00:01:36: Ich denke mal das hat einen Spaß gemacht, drei Dreh Tage und dann ist man da auch wieder raus, oder?
00:01:40: Naja, bevor ich darüber worteile wollte ich wissen wie es ist, deswegen habe ich's gemacht.
00:01:44: Und ich war sehr jung, ich war mitten in den Proben von einem Kastorf-Stück und hatte dieses Angebot diese Anfrage und dachte mir so klar wieso nicht?
00:01:51: also dann weißt du halt wie es is' das drei Tage lang gemacht und habe ich mich krankschreiben lassen und dann gesagt, nee danke.
00:01:59: Ich glaube ich verjährt.
00:02:00: jetzt können sie mich nie mal belangen dafür aber so war es genau.
00:02:02: Was hat ihr denn da nicht gefallen?
00:02:04: Bin nicht so ein Typ also ich kann nicht... Es ist ja so ein Märchenwunderland diese Welt dabei GZSZ und wenn du halt so einen Hardliner einer Volksbühne bist wie ich's damals war irgendwie Mit diesem Kontrastprogramm, da kommt es eigentlich nur klar mit.
00:02:18: Also das Christi am Kopf kaum zusammen diese beiden Extremer und genau ich bin glaube ich einfach nicht so gut im... Einfach so Gefühle spielen und einfach so naiv ohne zu hinterfragen Dinge zu machen.
00:02:31: Das ist einfach nichts für meine Stärke.
00:02:33: Und es gibt so Kolleginnen, ich fand Anne Menden die ist auch immer noch da.
00:02:36: Die fiel ich die ganz tolle Kollegin und hatte dich dann später.
00:02:38: aber nochmal eine andere Sache.
00:02:39: Da gibt's ganz tollen Kollegen, die machen das super!
00:02:41: Aber ich habe einmal gemerkt, dass es nicht so meins war.
00:02:47: Also ich glaube, da waren alle okay mit der Entscheidung.
00:02:51: Andreas, wir hatten ja schon mal eine Schauspielerin hier die auch in so einer Produktion mit dabei war und da über tausend Folgen durchgehalten hat, ne?
00:02:58: Ja.
00:02:59: Die war
00:02:59: auch
00:03:00: schon bei uns zu Gast.
00:03:01: der hat es glaube ich Spaß gemacht.
00:03:03: und wie hat das durchgezogen?
00:03:06: Sie hatte eine extreme Rolle und konnte sich da voll entfalten.
00:03:08: also das hat ihr Spaß gemacht
00:03:10: Super.
00:03:11: Also das ist auch fein, ne?
00:03:12: Ich finde es wie gesagt gut.
00:03:13: und Wolfgang Barrow und so macht das ja auch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auch glaube ich heute noch... Das ist auch super wenn die da drin aufgehen und das durchziehen und ich find das großartig und jeder wie er will und das finde ich gut Findest du jetzt nicht schlimm?
00:03:28: Man sagt, geht's
00:03:29: z.B.,
00:03:29: das ist immer nur so... Ja, es sind drei Drehtage.
00:03:32: also ich weiß jetzt nicht ob ich mich darüber definiere, als würde ich stimmen aber...
00:03:36: Da musst du dich auch gar nicht drüber definieren.
00:03:39: Das
00:03:39: ist nur wichtig.
00:03:39: die Erklärung dass man sagt Ich finde viele Urteile über Dinge, die sie nicht kennen und das finde ich halt schwierig.
00:03:43: Ich
00:03:44: möchte dich in irgendeine Schublade reinstecken.
00:03:46: vielmehr würde ich dich gerne fragen woran das folgendes Bei mir liegt, wenn ich eine Filmproduktion anschaue und sie kommt aus Deutschland bin ich da erstmal negativ eingestellt.
00:03:56: Wenn ich in amerikanische Produktion sehe?
00:03:58: Nicht!
00:03:59: Irgendwie habe ich immer das Gefühl die deutschen Filmproduktionen haben nicht die Qualität... Die meisten, nicht alle aber die meisten haben nicht wie sie zum Beispiel immer noch aus den USA kommen.
00:04:08: Woran liegt es?
00:04:08: Haben die andere Kameras oder haben die bessere Schauspieler oder haben sie bessere...?
00:04:13: Autoren oder woran liegt das?
00:04:15: Oder ist es ein Eindruck, den nur ich habe.
00:04:17: Du kannst mir also... Mir fallen zwei Sachen ein an denen ich's festmachen kann aber mich interessiert erst mal was du denkst.
00:04:23: Woran kannst du's fest machen?
00:04:24: dass du in deutschen filmen siehst und was unterscheidet für dich den deutsch von einem beispielsweise amerikanischen oder auch skandinavischen film?
00:04:30: Ich finde die schauspielerische leistung tatsächlich im amerikanischem film irgendwie besser, aber ich könnte jetzt nicht sagen woran das liegt.
00:04:38: Ich finde auch die Kamera irgendwie ... Ich weiß nicht wie ich das definieren soll.
00:04:43: ehrlich gesagt es wirkt einfach für mich künstlerischer authentischer, ich weiß es nicht.
00:04:48: Also künstlerscher wirken für mich amerikanische Filme jetzt nicht.
00:04:51: da finde ich tatsächlich europäische Filmen
00:04:53: wesentlich größer.
00:04:54: Zum Beispiel wenn ich einen französischen Film sehe und das sage ich jetzt nicht weil ich ja auch ein Franzose bin habe ich immer das Gefühl dass Ja, steinigt mich das es besser ist als eine deutsche Produktion.
00:05:04: Vielleicht erinnert dich die deutsche Produkation aufgrund der Sprache einfach erstmal an ein Fernsehfilm?
00:05:09: Also eine Fernsehdproduktion während das was wir an französischen und amerikanischen Filmen sehen ist ja grundsätzlich nur Kinomaterial.
00:05:15: also wir sehen gar nicht diesen diese Sachen die nur fürs Fernsehen produziert werden aus Amerika Und ich glaube sie sind auch nicht auf dem Niveau.
00:05:22: wie wird zum Beispiel Oskar Kandidaten sehen?
00:05:24: Aber das ist doch vorgegeben, falls ich da falsch leg.
00:05:26: Das
00:05:27: ist spannend!
00:05:27: Ich frag euch ja... Wobei?
00:05:30: es gibt auch gute deutsche Filmproduktionen die ich gesehen habe gar keine Frage.
00:05:34: aber wenn sich Netflix einschalte oder Disney und da ist eine deutsche Produktion und das eine amerikanische Guck erst mal, was ist denn die amerikanische?
00:05:44: Komischerweise.
00:05:45: Aber wie gesagt vielleicht bin ich auch mit Vorurteilen behaftet oder aber... Ich habe manchmal den Eindruck ja dass die amerikanischen Produktionen besser sind.
00:05:53: Vielleicht liegt es auch an der Filmförderung das wenn ein Film gefördert wird da bestimmte Vorgaben gemacht werden, die dem film nicht unbedingt gut tun.
00:06:01: Definitiv!
00:06:02: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:06:04: also gut erkannt Ja, muss ich dazu gar nicht sagen.
00:06:07: Dann gibt's aber auch... Ich will noch mal ein positives Beispiel sagen.
00:06:09: Es gibt zum Beispiel auch Dark, ne?
00:06:10: Das ist eine Netflix-Serie mit Deutschland.
00:06:12: Die sehr gut ist!
00:06:13: Mit kürzenden Spielen und so.
00:06:15: Und es gibt eben auch Ausnahmen.
00:06:17: Also es gibt immer wieder auch Ausläufer.
00:06:19: oder auch Bad Banks war damals auch ein ganz tolles Ding von Oliver Kinle, mit dem ich auch mein Film gedreht habe der auch vom Produzenten von Wonder Woman und Twelve Monkeys einen Remake machen.
00:06:31: Der rief den Produzent an und sagt, ich will das Ding machen Nichts auch krass war.
00:06:38: Es gibt doch diese deutschen Ausrutscher im positiven Sinne, dass man sagt, man hat hier und da mal ein gutes Ding aber ich glaube... Es ist auf jeden Fall das Förderungsthema.
00:06:49: Du hast beispielsweise immer auch die gleichen Spieler und die gleichen Spierenden, immer wieder die gleichen Gesichter.
00:06:55: Das ist oft eine Genrefrage.
00:06:57: Also auch die deutsche Identität, dass du sagst was ist die deutsche identität nach dem Krieg?
00:07:01: Gab's da dann so diese Volksspieler wie Rühmann und
00:07:03: Co.,
00:07:04: da wollte man dann irgendwie diese heile Welt, man wollte gleiche Unterhaltungen blarren, dann hatten wir die Nullerjahre.
00:07:08: Das ganze Schweiger-Schweighöferkino war es doch immer... auf einem Wortwitz.
00:07:13: Das ist ja oft das deutsche Ding, es macht auch der Wortwitz.
00:07:15: Also guckt ihr Deutsche Trailer und es geht immer um den Wortwitsch?
00:07:17: Es gibt selten Situationskomik, ne, beispielsweise... also Skandinavien sind absurd schwarz oder auch in Frankreich.
00:07:24: Also das ist einfach dieses Identitätsthema auch nach Genre wo wir die Deutschen nicht genau wissen.
00:07:28: was können die deutschen genremäßig richtig gut Fragezeichen?
00:07:31: Ich stelle jetzt nur mal einen Raum ich will da jetzt gar keine Antwort geben.
00:07:34: Und was mir beim Zusehen immer auffällt dann müsste man drauf achten.
00:07:37: In Deutschland ist es oft so wer spricht hat Licht sag' ich immer ganz gerne.
00:07:41: Die Deutschen sind immer auf dem Spieler oder der Spierenden, die gerade Text hat.
00:07:47: Also ein internationaler Film ist oft nur auf den Reaktionen desjenigen, der gerade zuhört.
00:07:52: und dann kannst du in die Augen, in die Seele schauen und siehst was macht die Information, die ich sowieso über den Ton kriege?
00:07:59: Aber mit den Menschen, der diese Information gerade bekommt.
00:08:02: Also das macht ja was in dem.
00:08:04: Wenn ich dem sage, ich habe mit deiner Frau geschlafen dann bin ich ja nicht auf demjenigen, der ausspricht, was er getan hat sondern ich bin auf dem, der dieser Informationen bekommt und dann interessiert mich natürlich viel mehr wie geht da damit um?
00:08:14: Und das sind so... also es gibt so diesen siebzig Prozent, da gibts doch so eine Zahl, siebzig Prozent immer auf die Reaktion und die Deutschen sind in der Regel, also in der Regeln ist kein Gesetz ... viele machen es anders, aber oft so dass sie halt auf der Person sind die gerade spricht.
00:08:29: Deswegen dieser Satz wer spricht hat Licht und das ändert sich auch... ...durch diese ganzen jungen neuen Formate auch auf den Streaming-Diensten und Platt Maxson Hill glaube ich oder heißt er glaube ich korrigiert mich?
00:08:40: Also diese deutsche Serie die Deutsch ist aber auch extrem erfolgreiches auf international gerade...
00:08:48: Ja ja, dass ein deutschen Schloss spielt ja!
00:08:51: Genau, sowas.
00:08:51: Also es gibt da auch andere Formate und da bleibe ich trotzdem optimistisch und sage ja lass uns da irgendwie trotzdem dahin gucken und uns zusammen tun mit den Leuten die den Mut haben die Dinge anders zu machen.
00:09:05: letztlich aber ist es so wie du sagst das Chirom steht man immer vor Instanzen.
00:09:09: wir haben ein ganz beschissenes Entschuldigung mit dem.
00:09:10: wir haben das ganz komisches Förderungssystem dass du dir in jedem Bundesland deine Kohle zusammensparen musst oder suchen musst dass du dann irgendwas drehen kannst.
00:09:18: Wir haben dieses Produzenten-Ding nicht so sehr hier Und dann ist eben dadurch, dass die Deutschen auch dieses Künstler Dichter- und Venkertum so haben.
00:09:27: Auch diese Theatergeschichte und doch diesen Theaterstempel... ...und oft hast du auch Theaterspielende, die an den Filmset kommen... ...dann auch sagen, wenn deren berühmte Schauspieler ganz ehrlich ist.
00:09:39: Ich komme ans Set des Team-Cutster-Plaus.
00:09:41: Davon geht es mal aus.
00:09:42: So ne?
00:09:42: Und manchmal prallen dann noch ein paar Spielstile aufeinander.
00:09:49: Wer weiß, wie es in den Staaten ist, so Broadway und diese ganzen Sachen... Die spielen ja einfach auch Filmen!
00:09:55: Also die spielen jetzt nicht große Bühne, die spielen ja in der Regel auch trotzdem Filmschauspiel mit Patrick Stewart oder so.
00:10:01: Dann habe ich mal gesehen, er macht das was er bei Star Trek macht die ganze Zeit auf der großen Bühnung.
00:10:06: Ist genau das Gleiche!
00:10:08: Das weißt du, was ich meine?
00:10:10: Und das ist so ein bisschen der eine Stil.
00:10:12: Die zähneln komplett durch und in Deutschland hat man manchmal Clash diese Theater- und Filme so ein bißchen... ...und das siehst Du dann manchmal auch, dass Du denkst, ah!
00:10:20: Das passt eigentlich so richtig zusammen.
00:10:21: Der eine spielt groß, der andere spielt klein.
00:10:23: So, das sind jetzt ein paar Sachen die ich jetzt vielleicht auch auf die Schnelle dazu sagen kann.
00:10:28: aber grundsätzlich bin ich immer eher Team.
00:10:31: Wir machen noch ganz viele tolle Sachen.
00:10:33: Man muss einfach nur interessiert bleiben und ich selber ertapp mich manchmal auch, dass ich sage es gibt so ein Überangebot.
00:10:38: Ich schaffe kaum noch hinterher zu kommen und selber zu konsumieren weil ich bin doch ganz gerne an meiner Natur und so.
00:10:45: ne?
00:10:45: Es ist so'n bisschen... Wie älter man wird umso mehr drehen sich dann auch so bisschen Prioritäten.
00:10:48: Du hast gesagt in Amerika ist mir die Reaktion von demjenigen interessant der etwas gesagt bekommt.
00:10:54: Ist das nicht viel schwieriger zu spielen als der Typ die Message verbreitet.
00:10:59: Ja klar, Michael Cain hat mal gesagt, Schauspiel ist nur zu hören.
00:11:03: In.
00:11:08: Christoph Letkowski ist bei uns zu Gast, er ist Schauspieler und er isst Musiker und vielleicht auch irgendwann mal Regisseur.
00:11:14: Könntest du dir so was mal vorstellen?
00:11:16: Weil du hast ja schon den einen oder anderen Kritikpunkt gebracht, könntest du ja besser machen oder anders machen?
00:11:21: Ich mach das ja auch schon, ich hab da auch schon Regie geführt ... Aber auch da, ich reise mich da jetzt nicht drum.
00:11:28: Also wenn ich eine Idee habe ... also zu meinen Songs hab ich ja jedes ... Zu jedem Song hab ich ein Musikvideo auch gedreht.
00:11:34: Genau.
00:11:34: aber klar, wenn es dies ergibt... Ich hab' ja auch in einer Reihe in Stuttgart die Bestatterin, die wir jetzt wieder drehen im Juni jetzt weiter.
00:11:41: Vielleicht mache ich dann noch mal irgendwann ne Regie.
00:11:44: das kann schon mal vorkommen.
00:11:45: Aber ich brauch immer eine Idee!
00:11:46: Wenn ich keine Idee hab', muss sie mich da auch nicht hindrängern und sagen, ich will jetzt, ich bin jetzt kein richtiges Schwer sein.
00:11:52: Nee, so, ne?
00:11:53: Also nee, wenn ich nichts bin.
00:11:55: Es gibt immer Leute, die sind besser als ... So.
00:11:57: Das ist auch gut so und wenn es passt dann passt es und ansonsten bin ich fein mit dem was ich mache.
00:12:03: Lass uns doch mal über deine tatsächlich die Videos sprechen.
00:12:07: Wie viele sind das?
00:12:08: Zwölf oder dreizehn oder?
00:12:09: Wölfstück
00:12:09: ja.
00:12:10: Ja,
00:12:11: das ist ja nicht alltäglich.
00:12:12: man bringt normalerweise kein Album raus und hat zu jedem Stück ein Video und das sind wirklich Videos, die auch ein bisschen eine Geschichte erzählen.
00:12:23: Wie wichtig war es dir?
00:12:24: offensichtlich sehr, oder?
00:12:25: Ja na klar.
00:12:26: Also ich saß da irgendwie als Chance.
00:12:28: Ich finde Videos können Songs immer aufwerten und können sie nochmal pushen und kann noch mal eine Dimension draufpacken.
00:12:34: so im Idealfall.
00:12:36: Und das habe ich mehr einmal weniger versucht.
00:12:38: Manches fand ich einfach nur lustig Wie bei kleiner Frieden oder so.
00:12:43: Wo sich da zwei Typen in so Happy Trigger TV-Form, dann vielleicht nur auf die Mütze hauen die ganze Zeit?
00:12:50: Aber
00:12:50: auch der hat eine Message.
00:12:51: Das sind ja beides am Schluss dieselben Typen.
00:12:53: Genau!
00:12:54: Ich mochte diese Reverse Shorts also dreht man dreht quasi das die ganze Geschichte rückwärts und lässt sie dann vorwas abspielen.
00:13:00: Da gibt es zwei Videos bei Gleiches und bei der halbe Weg.
00:13:04: Das fand ich im übrigen...das hat ein bisschen gedauert bis mir dann auch viel.
00:13:07: was läuft da falsch?
00:13:09: weil wenn man rückt war läuft man ja nicht so wie vorher und beide Videos, die du dir ansprichst sind machen den Eindruck als wenn sie nicht geschnitten und rückwärts gedreht sind.
00:13:17: Genau es ist eine Plansequenz also ein Take.
00:13:19: quasi bei gleiches gab's mehrere Beteiligte Die mussten dann alle gab's in große Choreografie, die haben wir ein paar mal geprobt und haben das gedrehte mit Feuer und mit allem mit Torthänsgesicht und der ganze Kram.
00:13:28: Und bei der halbe Wege gab's halt einen Drohenflug und da gab's dann wirklich, also man muss grundende Punktlandung machen Man fängt irgendwo an und kommt dann irgendwo raus in eine lange Strecke, die man zurücklegt genau Aber dann doch irgendwie recht schnell.
00:13:42: Jakob ist mein Kameramann.
00:13:43: Wir sind dann noch schon sehr eingespielt über die Jahre und ja, das ging dann doch recht schnell und ganz gut zusammen alles so.
00:13:51: Genau!
00:13:51: Und klar, die erzählen alle in der Geschichte jedes Video zu jedem Song... Da gibt es einen YouTube-Kanal da kann man sich die anschauen und genau!
00:13:59: Aber so eine Videoproduktion kostet auch Geld?
00:14:01: Also das muss man erst mal haben beziehungsweise einspielen, stehe ich mir schwierig vor bei zwölf Songs auf.
00:14:06: Absolut, ja klar.
00:14:07: also Ich habe die Platte jetzt nicht gemacht, weil ich da mit ein Reibach mache.
00:14:12: Es ist nichts so dass ich sage... Also Musik ja grundsätzlich wenn man nicht auf einem bestimmten Level funktioniert und doch performt sozusagen.
00:14:20: es ist einfach herausfordernd finde ich dieser Tage Und ich hatte damit von Eden also die Band vorher wir hatten dann irgendwie auch so glaube ich so sechshundert Leute standen schon bei uns und klar das war jetzt sieben Jahre weg.
00:14:31: also ich hab jetzt nicht erwartet.
00:14:32: Ich ziehe die gleichen Zahlen hier.
00:14:36: Im Sinne, wenn ich spiele und es ist auch okay... ...ich finde es eher wichtig dass man sagt man macht die Dinge keine Kompromisse erzählt das was man erzählen will macht das mit einer klaren Absicht, keine Major-Labels die einem irgendwie was erzählen müssen.
00:14:47: Sondern Inhalt First.
00:14:49: so und diese Leute, die es erreicht, die erreichts und die nicht, die nicht so.
00:14:53: Und ich finde die Dinge stehen da und man kann sie immer noch entdecken und sehen und können glaube ich noch sehr lange von diesen Videos oder dieser Musik arbeiten glaube ich weil sie so... Ich bin ganz happy über diese Platte.
00:15:05: tatsächlich
00:15:05: Kompromisslos!
00:15:06: Das ist jetzt mein Stichwort.
00:15:08: Kompromesslos sagst du mal bitte welche Musik du heute mitgebracht hast für uns.
00:15:12: Ich muss diese Übergänge machen, ich werde dafür bezahlen.
00:15:14: Tut
00:15:14: mir leid!
00:15:16: Kürz
00:15:16: die mal das Gehaltscheher um.
00:15:18: Ich hab noch nie jemanden so gut Übergängen
00:15:20: gemacht.
00:15:21: Das sagt man ja, ich bin legendär.
00:15:25: Was hast du mitgebracht?
00:15:27: Das war auch wieder so ein Brünen-Bagger.
00:15:31: Ein echter Brünel!
00:15:33: Ich habe mitgebracht Carry On Phenomenon, also von Kishi Bashi.
00:15:37: Kishi Bashi ist der Violinist von Regina Spector lange Jahre gewesen und hat sich dann selbstständig gemacht oder einfach... Hat japanische Wurzeln und den hab ich mal live gesehen in Berlin.
00:15:50: Wir tranken danach noch ein Bier und so.
00:15:52: Und der hat da einen Song gespielt, der hat mich komplett weggehauen.
00:15:55: Der hieß Carry On Phenomenon.
00:15:58: Den fühle ich sehr am Herzen, dass ich dachte den muss ich euch mitbringen.
00:16:04: Ich
00:16:04: habe bei dem letzten Song, den du mitgebracht hast gesagt das war Gerhard Schöne.
00:16:09: Ich weiß wo du herkommst.
00:16:10: wenn ich Kishi Bashi mit diesem Song höre weiß ich ungefähr wo du hin willst.
00:16:15: Kannst du das unterschreiben?
00:16:17: Naja, unterm Strich tatsächlich war in der Anlage... Unterm Strick war der erste Song den ich angefasst habe für die neue Platte zusammen mit Toma meinem Gitaristen.
00:16:25: Wir waren zusammen auf dieser Show damals und des Israeli und er kennt die Jungs von Nürn ... Tomas spielt auch in allen Bands weltweit Und sie kennen sich halt.
00:16:35: und deswegen saßen wir da und ich hörte diesen Song und dachte mir so echt will den irgendwie ein bisschen hab ich so ein bisschen Bock den so zu machen wie Carion Phenomenon.
00:16:42: Und entsprechend war das Drumming, also dieses schnelle Drumming in dem Song und die Violinlinie im Chorus bei.
00:16:48: unterm Strich ist so'n bisschen die Anlehnung an Carion Phenomenon und dadurch war unterm strich so' ein bisschen die Initialzündungen oder Kishi Bashi die Initialsündung für diese Platte.
00:16:57: tatsächlich weißt du?
00:16:59: Hab
00:16:59: ich das nicht gut erkannt?
00:17:01: Ja, sehr gut.
00:17:02: Na klar!
00:17:03: Da bezahle ich dich gerne dafür... Nicht!
00:17:06: Überallt unsere Titel anhören kein Problem.
00:17:09: Bei Spotify und Deezer gibt's unsere Playlist, Soundtrack of Life.
00:17:14: Das
00:17:14: ist immer noch Christoph Letkovski, er ist Schauspieler und Musiker und ich hatte kürzlichen Gespräch mit meinen dreizehnjährigen Sohnen Und bei ihm geht es so ein bisschen drum, was möchte der denn nach der Schule machen?
00:17:24: Ist noch ein bisschen früh aber man spricht da ab und zu mal mit seinen Kindern drüber und irgendwann meint er Schauspieler wäre auch nicht schlecht.
00:17:29: und dann hab' ich zu ihm gesagt Naja Schauspiele ist ja nicht schlecht Aber mach dir klar Du musst dich dann hangeln von Engagement zu Engagement.
00:17:37: Du musst also Opfer bringen für diesen Beruf und du hast dann nicht so eine sichere Grundlage für dein Leben.
00:17:43: Habe ich ihm da was Falsches gesagt oder geht es dir auch so?
00:17:47: Jeder geht einen anderen Weg, also... Ich glaube wichtig ist das in ihm etwas ist, was was will.
00:17:53: Also es so durfte jetzt klingt ne!
00:17:54: Ich finde es irgendwie gut und ich kann dem nur von denen aus gehen, von den Spielen ausgehen die ich persönlich kenne und ich gehe natürlich auch von mir aus Und du brauchst irgendwie ein Puls ... eine Motivation, was erzählen zu wollen.
00:18:07: Ich finde Erfolg ist ein schlechter Ratgeber.
00:18:09: Wenn du sagst, du willst erfolgreich werden oder willst irgendwie gesehen werden?
00:18:12: Ich guck gerade aktuell das Dungelcamp und bin... ich hab das noch nie gemacht aber ich habe da ganz viele Fragen.
00:18:18: Also einfach weil ich das finde ich irgendwie spannend so.
00:18:21: Man kann jetzt sagen ja macht es nicht und so.
00:18:22: Aber ich mach das jetzt einfach mal.
00:18:25: Und da sind glaube ich auch Charaktere die haben eine Motivertion ... in diesem Beruf zu sein, die ich nicht so verstehe.
00:18:33: Und wenn ich hab das Gefühl... Wenn man glaube ich einfach selber für sich eine ganz klare... ...eine ganz klaren Auftrag hat der nicht heißt Ich will berühmt werden.
00:18:41: Also du kannst auch diesen Job machen weil du berühmt werden willst sozusagen nur.
00:18:44: Ich habe das Gefühl und wenn du nur berühmet werden willst dann fällst du auch automatisch.
00:18:48: also wenn berühmit sein dein Motor ist dann ist klar dass du irgendwann wieder runterfällst.
00:18:52: Weil nach der Höhe kommt ja Fallblau ne?
00:18:54: Und so es ist ja irgendwie wie loischt.
00:18:55: Und ähm ich glaube es ist wichtig für ihn irgendwie für sich herauszukl- also dass er einfach ... einen Hafen hat für sich, wo er steht.
00:19:01: Wo er weiß da geht's ihm gut... Da kann der nicht gebrochen werden so?
00:19:05: Das ist ja so eine Art... Hafen oder so eine Verwurzlung in sich spürt und dann einfach klar weiß, was ist seine Motivation?
00:19:13: Und oft kommt ihr erst auf dem Weg.
00:19:15: Aber das finde ich glaube ich irgendwie ... dann safe sage ich mal so.
00:19:18: da kann nicht viel passieren denke ich wenn er einfach weiß Ich habe ne Wut in mir oder ich hab ne Freude an mir oder ne Lust in mir und die riesig und die is groß!
00:19:25: Ich bin zocker und will immer spielen spielen spielen.
00:19:27: Was Lars Eininger letztens sagt, der muss immer spielen Spielen spielen spielen, ich sag okay cool, du machst dir das So.
00:19:32: ne also Das kann ich dann verstehen.
00:19:34: Vielleicht soll der auch Musiker, er spielt viele Trompeten und Schlagzeug und Posaune.
00:19:39: Und wir haben ein Bett in dem er spielt?
00:19:41: Genau!
00:19:43: Umbringt
00:19:43: immer seine Leute unter.
00:19:44: Deswegen wollte ich ja uns unterbringen, denn ich habe ja im Videos erkannt... Er hat ganz viele Statisten die vornehmlich mit Tiermasken rumlaufen.
00:19:54: Da hab ich sofort an uns gedacht,
00:19:56: okay?
00:19:57: Aber ich habe wirklich den Eindruck, dass du in deiner Arbeit glücklich bist und rußt und dass du diese Arbeit machst, die du machst ... Weil dich das glücklich macht!
00:20:07: Weil dir das einfach Spaß macht aus dir heraus.
00:20:10: Und nicht jetzt muss ich unbedingt Geld verdienen oder berühmt werden, sondern ... Ich hab einfach Spaß an der Schauspielerei, ich hab einfach Spass an der Musik.
00:20:17: Deswegen mach' ich das, was mir in meinem Leben ... Spaß macht.
00:20:20: Und ich finde das ziemlich beneidenswert, wenn man das so
00:20:22: hinkriegt.".
00:20:33: meiner jahrelangen Kämpfe sozusagen, private Natur einfach so an Grenzen kamen.
00:20:37: Dass ich damit was machen musste.
00:20:39: und ich habe die Angst erfahren und die Panik erfahren und ich hab dann versucht das ganze künstlerisch irgendwie aufzuarbeiten und trotzdem so auch frei zu stellen und frei zu schälen dass es vielleicht auch Menschen was erzählt Gefühle haben und die da, die damit connecten können oder konnten.
00:20:56: Und ja das war aber nicht immer nur toll.
00:20:59: also das war ich sehe mich als ich das erste mal vor einem Jahr oder was bei Bettina Titchen saß.
00:21:05: Bei NDR Duster, da musste ich mir auch etwas reinpfeifen in der Sendung weil ich dann auch merkt okay jetzt kommt die Panik dass ist der erster Auftritt nach geführt anderthalb Jahren öffentlich, so.
00:21:17: Also die Angst oder was...
00:21:19: Es ging um Sorgenrecht schreit?
00:21:21: Ich will dir eine oder
00:21:23: ein Kind?
00:21:24: Nee es ging immer um alles und jetzt auch letztens wieder und so.
00:21:28: also das hört doch nicht auf irgendwie und letztlich geht's immer darum einen Umgang damit zu finden letztlich loszulassen ein Stück weit.
00:21:37: Ich habe auch letztens erzählt, ich verstehe Väter die ihre Kinder auch loslassen also nicht weil sie keine guten Väter wären sondern weil sie das Kind irgendwann anfangen zu schützen.
00:21:45: Weil sie sagen, wenn dich das so zerrieben ist und das sind einfach krasse Entscheidungen und jeder der das relating kann weiß was ich meine.
00:21:54: und letztendlich muss man mal gucken dass man sich nicht an erster Stelle stellt sondern guckt wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?
00:21:59: Wie gehe ich mir mein Emotionen um als Mann letztlich immer noch Thema finde ich gesellschaftlich.
00:22:05: Auch Alkoholismus, Blah, Gewalt an Frauen hier und so.
00:22:09: Und auf der anderen Seite natürlich wie wird man vom System abgeholt auch als Betroffene oder Betroffenen betrifft auch Mütter?
00:22:16: Dass man da nicht alleine gelassen wird und Kinder um den Bogen zu schließen Kinderschutz letztlich unter die Räder kommen und das passiert leider viel zu oft und Erwachsene machen teilweise einfach ihre... ihre Arbeit zu großen Teilen nicht, obwohl sie sie tun könnten oder sollten.
00:22:32: Und man kann immer nur versuchen sein Teil der Arbeit zu machen und andere zu motivieren sich auch zu tun.
00:22:37: So mehr kann man nicht tun.
00:22:39: Ich habe ein Zitat von dir gelesen das mich sehr beeindruckt hat.
00:22:41: es ist ein relativ aktuelles denn gesagt zwanzig fünfundzwanzig war das Jahr in dem ich mich getraut habe öffentlich über Dinge zu sprechen über die ich gerne nur als Außenstehender berichtet hätte.
00:22:51: Das ist schon sehr tiefgreifend und das ist das was ich über dich in der kleinen Vorrecherche, die ich über dich hatte gemerkt habe.
00:23:00: Normalerweise ist ja das Business irgendwie gerne mal hochglanz und goldenen roter Teppich hier und goldenes Mikrofon da und irgendwelche Rehkizze, die verlieren werden... Und was weiß ich?
00:23:10: Bei dir ist es nicht so, denn du gewährst auch ganz schön tiefe Einblicke in dein Seelenleben.
00:23:17: Was sich ... Das finde ich sehr selten und sehr lobenswert.
00:23:20: Absolut!
00:23:21: Und jetzt weiß ich ehrlich gesagt Tatsächlich nicht, wie ich ihn Übergang schaffen soll.
00:23:24: zu der Musik von Markus.
00:23:26: Deswegen sage einfach Markus jetzt gibt es keinen Brünnellübergang sondern du sagst uns einfach was du mitgebracht hast.
00:23:34: Ja tatsächlich muss ja gestehen Ich bin so ein Typ ich ganz oft tue mich schwer mit neuer musikflächlich mittlerweile am alter.
00:23:40: mir gings aber auch ehrlich gesagt schon in der Pubertät So ich höre manchmal Sachen und Die finde ich einfach nicht gut, die finde ich richtig schlecht.
00:23:47: Ich läss' da drüber ab!
00:23:48: Ich find keinen Zugang dazu und dann denke ich so ok das war's.
00:23:51: Aber dann reift es so langsam.
00:23:53: Irgendwann höre ich die Musik wieder und denk naja okay vielleicht gibts irgendwas Hänge ich mich an irgendwas auf der Bass ist eigentlich nicht schlecht Und irgendwann machts Klick und ich mag die Musik Obwohl ich sie vorher echt nicht gemacht hab gingen wir zum Beispiel mit Ganzen Roses.
00:24:04: so Use your illusion fand ich furchtbar.
00:24:06: als es rauskam War aber der totale Hittermalz Doppelalbum Oh wow Ganzen Rose ist der große Durchbruch.
00:24:11: Ich fand´s schrecklich.
00:24:12: Es hat Jahre gedauert bis ich´s gut.
00:24:14: Umso seltener ist es, wenn ich Musik höre wo ich sage Boah da macht sofort Klick.
00:24:18: Ist echt sehr sehr selten bei mir dass Ich denke die spricht mich sofort an die berührt was in mir.
00:24:23: und das macht Die meiste musik nicht weil ich die sofort anfangen technisch zu sezieren.
00:24:27: ich Denke da so ja der macht das mit der gitarre der macht Das dieses so und so produziert und So Und das lenkt dann schon irgendwie ab und die Botschaft dringt Nicht Zu mir durch.
00:24:34: Wenn ein lied das schafft Dann muss ich sagen ist das schon Was besonderes.
00:24:38: und tatsächlich habe ich in jüngster vergangenheit Ein lied entdeckt dass genau das geschafft hat.
00:24:43: Es ist uns allen wahrscheinlich nicht ganz unbekannt.
00:24:45: Das ist von Christoph Letkowski, das heißt fern von allem.
00:24:49: Vom Album selten so gelacht, Hashtag seltenso gelacht.
00:24:52: und tatsächlich ich höre das und denke so okay warum passiert das jetzt?
00:24:56: Was passiert da gerade mit mir?
00:24:58: Weil ich das so selten kenne.
00:24:59: deswegen fällt mir das so auf wenn ein Lied das dann plötzlich macht.
00:25:03: Und das Schöne ist Dass ich dich jetzt fragen kann, Christoph.
00:25:06: Was hat Dich zu diesem Lied geführt?
00:25:08: Wirst du erst spielen oder...
00:25:10: Wir können es auch erst anhören und danach.
00:25:11: aber Ich will unbedingt die Auflösung weil das ist natürlich wenn jemand ein Lied schreibt Du kommst selten in die Verlegenheit Und kannst Simon und Gafanke fragen Okay Sound of Silence Jungs mal ehrlich Hosen runter was hat euch dazu inspiriert?
00:25:22: Aber in dem Fall heute haben wir die Möglichkeit und mich wird's wirklich interessieren Weil das ist halt Musik Die man nicht jeden Tag so alltäglich hört und wir hatten es vorhin oder im letzten Podcast schon mal, man kann verschiedene Sachen reindeuten.
00:25:35: Mich wird aber wirklich deine Inspiration, deine Quelle – wo kommt das her interessieren?
00:25:44: Die
00:25:53: Frage von Max beantwortet wissen.
00:25:59: Was war der Hintergrund, was war der Auslöser für diesen Song?
00:26:02: Es gibt zwei Geschichten zur Entstehung die erste naheliegende Geschichte oder die erste Naheliegenden.
00:26:07: das war der erste nahe liegende Gedanke als ich diesen Song mal angedacht hatte.
00:26:10: Da ging es darum dass man jemanden beschreibt der letztlich unerreichbar ist, also aus einem Beziehungskonstrukt heraus und sagt okay man kommt einfach nicht zusammen.
00:26:21: Also das was da im Grunde erzählt wird.
00:26:24: Das war so die Ur-Idee, die ich mal hatte und daraus wollte ich ein Song machen und dann lag das irgendwann rum und dann war ich in der Klinik und dann kamen die Idee... Ich hatte einen Traum und habe diesen Song in diesem Traum, den auch noch nicht aufgenommen war Für der Zeit.
00:26:40: Und war so, und sah so irgendwie ja da ist ein Paar das ist irgendwie zusammen man ist alles ganz nahe.
00:26:45: wir sind so wie das Licht geht auf morgens die Sonne scheint rein und dann sind sie sehr eng miteinander und sehr liebevoll und dann beginnt der Tag so Wir sind sehr intim und dann sitzen sich irgendwie am Frühstückstisch er macht hier alles und dann und dann fängt dann plötzlich zu fittern denkst du ok Dann erkennst Du aber dass sie im Wachkoma liegt Und dann begleiten wir diese beiden eigentlich durch eine komplette... Pflegesituation, wie er sie im Grunde die ganze Zeit durchpflegt und ihr aber die ganze zeit tolle orte zeigen will.
00:27:21: Er schlägt sie überall hin an irgendwelche steilküsten berge hoch und sonst was immer in der hoffnung dass sie das was die beiden erleben dass sie es auch wahrnimmt.
00:27:29: weil das thema wachkoma ist eigentlich etwas was ich nie wirklich erforscht oder so wurde.
00:27:34: und am ende hatte ich mir dann überlegt geht man da mit der kamera so ihre eyeline und dann siehst du so ein ganz kleines so ganz kleinen reflexen ganz leichtes Schmunzeln und dann ist es black.
00:27:44: Und wir wissen halt, okay sie checkt das alles.
00:27:47: Das kam an genau!
00:27:48: Es
00:27:48: war so die... das wollte ich mal... das habe ich leider nicht gedreht weil dieses Video vielleicht Marisa Maungan wäre aber extrem aufwendig gewesen.
00:27:55: Es scheiterte schon damit dass man einen entsprechenden Rollstuhl hätte gebraucht der bestimmte Anforderungen hätte.
00:28:01: Es kann sich keinen normalen nehmen, das muss ein spezieller Rollstuhl sein der auch blau und so.
00:28:05: Also von daher habe ich das jetzt erzählt.
00:28:07: und was hast du gedacht?
00:28:08: Ich hab noch keinen logischen Kontext mehr reinkonstruiert weil ich wollte den Song einfach nur auf mich wirken lassen und so genießen wie er ist also emotional damit ich eben nicht gleich wieder rein komme und anfange das zu setzieren.
00:28:21: Ich kann aber total nachvollziehen deinen Ansatz, den du jetzt geliefert hast und konnte mir den auch wirklich super gut dazu vorstellen.
00:28:27: Also man kann das richtig nachvollziehen wenn man den Song hört dass das die Geschichte da zu sein kann Und ich fand es spannend.
00:28:33: Ich habe neulich mal ein Ausschnitt gesehen aus einer Pressekonferenz mit Vince Gilligan der Macher von Breaking Bad und Better Called Saul und es ging um eine Schlüssel Szene aus Breaking Bad.
00:28:42: dann hat er erklärt ok?
00:28:43: Ich weiß!
00:28:44: Da gibt's Fragen von euch warum das so-und-so war.
00:28:48: Die Serie gehört uns allen.
00:28:49: Da hat jeder seine eigene Erklärung und ich kann euch jetzt eine geben, das wäre meine!
00:28:53: Das muss nicht eure sein und ich sage auch nicht dass meine die richtige ist.
00:28:56: Und deswegen finde ich so wichtig, dass jeder seinen Zugang zu Kunst findet.
00:29:00: Zu einem Song, zu einem Film, zu einer Serie, zu irgendetwas was ihnen emotional wirklich berührt wo er dann sagt ja wohl das hat mir wirklich etwas gegeben und das finde ich halt bei dem Song bei deinem Song wirklich auch so, dass ich sage okay der berührt mich emotional.
00:29:13: Da sind ganz viele Songs auf selten gelacht.
00:29:16: also für mich alle das sind Hinhörer, das sind auf jeden Fall keine Allerwelts-Arrangements und keine Allervelssongs sondern die sind hochwertig vom Text her, die sind hochwertig musikalisch arrangiert.
00:29:28: es gibt ungewöhnliche Melodiefolgen aber trotzdem harmonisch bleiben.
00:29:35: du hast mit Provinz zum Beispiel die Bläser, das war das was ich hier zuerst gehört hatte.
00:29:42: Wow, hat mich direkt mitgenommen.
00:29:44: Das sind tolle Ideen und die Texte dazu... Da geht es mir wie Markus schon sagte irgendwie hatte ich das Bedürfnis zu jedem Song irgendwie die Geschichte im Hintergrund zu erfahren selten so wie bei diesen Songs wobei du mich von der Art zu texten eher ein bisschen an Heinz Rodolf Kunzer erinnert hast.
00:30:03: Anspruchsvoll!
00:30:04: Sehr anspruchsvol!
00:30:05: Okay sehr
00:30:05: ansprungsvoll war auch diese Folge.
00:30:08: heute war zu Gast Christoph Letkovski Schauspieler und Musiker.
00:30:12: Es war mir eine große Ehre, dass du bei uns zu Besuch warst.
00:30:15: Ja auch Jungs, danke euch sehr!
00:30:16: Danke dir wirklich sehr und auch für deinen Mut und wünsche dir für die Zukunft vor allen Dingen alles Gute.
00:30:22: ich bin jemand der solche Sachen immer von außen beobachtet als Lehrer und kann da nur so... Ich kriege immer die Folgen mit bei den Kindern.
00:30:29: Aber du hast einen Einfluss ne?
00:30:30: Das ist ja auch das Schöne.
00:30:32: Du kannst ja gut begleiten.
00:30:36: mit deinem Job und deiner Arbeit.
00:30:37: Allein das ist ja das, finde ich, worauf es ankommt, dass wir einfach unseren Teil beitragen und in die große Runde schmeißen.
00:30:44: Absolut!
00:30:45: Wenn die Kinder es zulassen...
00:30:46: Richtig?
00:30:48: Ich muss noch sagen irgendwie bin ich jetzt überrascht, dass sie schon wieder am Ende der Sendezeit sind.
00:30:52: Ja aber dann schauen wir mal auf die
00:30:53: Hälfte der Fragen gestellt.
00:30:54: Ja
00:30:54: absolut.
00:30:56: Ich verzichte auch heute nochmal auf meinen Musiktitel weil sonst sitzen wir morgen früh noch da.
00:31:01: Andreas Zimmer war dabei, Markus Henkel.
00:31:03: Ich bin Jerome Brunnel.
00:31:04: Danke
00:31:04: schön, Anke
00:31:04: Sofleckkowski.
00:31:05: und bis zur nächsten Woche!
00:31:07: Das wars für diese Woche.
00:31:09: Nächste Woche sind wir wieder
00:31:11: mit einer neuen Folge von
00:31:12: Soundtrack of Life.
00:31:14: Geschichten die das Leben schrieben.
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