Pat Appleton
Shownotes
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unsere Musik in dieser Folge:
Pat: John Miles - Music
Andreas: Pohlmann - In deinen Schuhen
Jérôme: Wings - Mull of Kintyre
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Andreas Zimmer:
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00:00:02: Soundtrack of life.
00:00:06: Geschichten,
00:00:07: die das Leben schrieb.
00:00:09: Ich bin Jerome Brinell und bei mir ist Andreas Zimmer.
00:00:12: Grüß dich, Andreas.
00:00:14: Wie wirklich?
00:00:14: Bin ich auch mal wieder dabei.
00:00:15: Hallo.
00:00:16: Ja, freut mich.
00:00:17: Wie war dein Tag, Andreas?
00:00:20: Ich hab viel gelabert und bin ein bisschen heißer.
00:00:22: Ich
00:00:23: hab auch viel gelabert, aber ich bin nicht heißer.
00:00:25: Siehst du mal?
00:00:25: Ich bin halt gewohnt viel zu labern.
00:00:27: Das ist der Unterschied zwischen dir und mir.
00:00:29: Wir haben einen Gast und zwar ein ... Wundervollen Gast, wie ich finde.
00:00:33: Aus Berlin, nämlich Pat Appleton.
00:00:34: Hallo, Pat.
00:00:35: Hallo,
00:00:35: in die Runde.
00:00:36: Wie soll ich dich bezeichnen?
00:00:38: Sängerin, Künstlerin, was bist du?
00:00:41: Ich würde mich als Schlachtrost bezeichnen.
00:00:43: Ich bin jetzt so lang dabei.
00:00:45: Also.
00:00:48: Wir haben uns ein bisschen unterhalten vor der Sendung und haben uns über das Alter unterhalten und was das mit einem macht natürlich, aber auch, wie man wahrgenommen wird.
00:00:59: Und du hast gesagt, es gab irgendwann mal einen Eintrag bei Wikipedia über dich und da steht auch dein Alter drin und seither bist du ja arbeitslos sozusagen.
00:01:08: Es ist tatsächlich so.
00:01:09: Also man sagt ja irgendwie, es gibt ja diese ganzen Bücher irgendwie von Frauen mittleren Alters, die dann irgendwie plötzlich sagen, ja, man wird dann ab einem gewissen Alter unsichtbar.
00:01:19: Und ich weiß nicht, ob es unsichtbar ist, doch es ist schon ein bisschen unsichtbar.
00:01:22: Man wird halt auch einfach vergessen.
00:01:24: Und es wird dann, also man merkt dann einfach, dass so die Leute auch so manchmal dann sagen, so, alt schon.
00:01:29: Aber ich meine, das geht schon mein ganzes Leben so.
00:01:31: Ja, ich habe mit Divas angefangen.
00:01:33: Da war ich siebenundzwanzig eigentlich in diesem perfekten Alter, also ein bisschen früher schon.
00:01:37: Aber als ich dann mit Plattenfirmen unterwegs war und so, dann fragten die mich auch, wie alt bist du denn?
00:01:42: Da hab ich gesagt, siebenundzwanzig.
00:01:43: Das ist ja das bekannte Alter, wo gute Künstler irgendwie der Plattenfirma so lieber auschecken, damit sie möglichst viel an den verdienen können.
00:01:53: Und die Künstler halt nichts mehr, weil sie tot sind.
00:01:55: Und da fragten mich die dann auch, wie alt bist du denn?
00:01:57: Da hab ich gesagt, siebenundzwanzig.
00:01:59: Und dann sagten die, so alt schon.
00:02:02: Und dann dachte ich ... Jetzt ist, also endgültig, ich habe es dann tatsächlich bis vor vier Jahren geschafft, mein Alter immer zu verschleiern, weil ich einfach gedacht habe, es spielt keine Rolle, weil wenn die Leute mich kennenlernen, dann sehen die was für ein, ich sprühe ja sozusagen vor Energie.
00:02:17: Und dann spielt Alter auch keine Rolle mehr.
00:02:20: Aber wenn die Leute eine Zahl sehen, dann haben sie sofort Vorurteile.
00:02:23: Und das ist eben das Problem.
00:02:25: Und deswegen wollte ich das eigentlich nie.
00:02:27: Und gut, jetzt bin ich berühmt.
00:02:29: Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens.
00:02:31: Herzlichen Glückwunsch.
00:02:32: Aber es wird jetzt auch nicht mehr gebucht, wa?
00:02:34: Das ist halt die... Ja, so sieht es halt aus.
00:02:38: Ja, gut.
00:02:39: Aber ich eb nicht auf.
00:02:41: Zum Trost, muss man sagen.
00:02:42: Und zwar an dieser Stelle gleich am Anfang.
00:02:44: Du bist die besteaussehnste Frau hier und die jüngste.
00:02:47: Die wir jemals hatten.
00:02:49: Das ist ja großartig.
00:02:51: Wobei, wir hatten, muss ich auch ehrlich sagen, wir hatten auch schon die Bierprinzessin zu Besuch.
00:02:56: Oh, sehr schön.
00:02:57: Die war auch sehr... Attraktiv, sage ich jetzt mal.
00:03:01: Pat, was hast du heute den ganzen Tag gemacht?
00:03:03: Also, heute Morgen habe ich erst mal wieder ein bisschen am Rechner gesessen und Büro gemacht und dann habe ich später einen guten Bekannten aus Heidelberger Tagen getroffen, der gerade in Berlin zur Iferwald, ich weiß nicht, ob euch das noch sagt, das ist ja die internationale Funkausstellung, die früher immer so toll war und mittlerweile halt irgendwie so ein trauriges Häuflein geworden ist.
00:03:26: Und ja, mit dem habe ich mich... auch so ein bisschen unterhalten über Süddeutschland, weil er war ich ja lang, ich war ja sechzehn Jahre lang in Heidelberg, Mannheim und Umgebung, hab da gelebt und Musik gemacht.
00:03:37: Und das ist immer wieder schön, dann von der alten Heimat zu hören.
00:03:40: Da hab ich halt auch ein bisschen spatterhänzerisch gesprochen.
00:03:44: Und dann bin ich also, also dann erst bin ich dahin geradet mit dem Rad und bin schön durch die Stadt und auch wunderbar durch den Tiergarten, wo es sehr schön schattig war.
00:03:55: Und bin dann zurückgerast und wollte hier mein Rechner einstellen.
00:03:57: und mein Rechner hat heute einen schlechten Tag.
00:03:59: Aber mir geht's gut.
00:04:00: Sehr gut, das ist das Wichtigste.
00:04:02: Und wir haben es ja geschafft trotz aller technischen Probleme, weil du eben die Technik im Griff hast.
00:04:07: Du hast es ja schon angesprochen, du bist bei The Fas.
00:04:11: und wie kam es eigentlich dazu, dass du dazu gestoßen bist?
00:04:15: Ja, einfach ganz einfach.
00:04:16: Wir hatten vorher, also der Pitt Baumgartner hatte vorher, bevor er The Fas gegründet hat, war natürlich schon immer Soundtüftler.
00:04:22: Und hatte tatsächlich mit einem Freund zusammen so einen Job an Land gezogen, Kinderkassetten für Ikea.
00:04:32: Und da gab es wirklich ganz viele Lieder und die konnte man dann halt in diesem Family Shop zusammen mit den anderen.
00:04:38: Ich hoffe, ich darf den Namen hier sagen von diesem großen Möbelhaus kaufen.
00:04:41: Der Sponsor, alles klar.
00:04:43: Und da hab ich dann auch mal mit singen dürfen.
00:04:47: Und da, als ich mich eingesungen hab, hat er mich dann gleich gesampelt.
00:04:51: Und irgendwann, das hab ich gar nicht mitbekommen, irgendwann hab ich die Kinderkassetten auch, weil ich hab damals viel gejobbt und hatte auch einen Job im Kindergarten in der Kita.
00:04:59: Und da hab ich die Sachen immer laufen lassen.
00:05:00: Und plötzlich hab ich so ein Lied über Dinosaurier gehört und dachte so, Moment mal, da hab ich doch gar nicht gesungen und ich im Hintergrund so ... Great gig in the sky, ja.
00:05:09: Und dann dachte ich, Moment mal.
00:05:11: Und dann hab ich gesagt, wenn's nächstes Mal was Ernsthaftes hast, dann bitte buch mich dann.
00:05:17: Irgendwann hat er mich dann tatsächlich noch mal gefragt, ob ich bei dieser tollen Band, weil die hatten schon eine Eibung gemacht und das war so fantastisch und wollte unbedingt mitmachen.
00:05:26: Und dann hat er mich gefragt und dann war ich plötzlich dabei.
00:05:28: Es war super.
00:05:30: Dann kannst du uns auch erzählen, was heißt D-Face?
00:05:33: Destination Future Jazz, Future mit pH.
00:05:36: Das war damals so schick.
00:05:37: Da hat man sich so Namen ausgedacht.
00:05:39: Das hat unser Leben lang verfolgt, weil viele Leute den Namen bis heute nicht aussprechen können und nicht wissen, wie sich das schreibt und so.
00:05:48: Also Future mit pH, aber es gab ja Future Sound of London damals und so was.
00:05:53: Ich glaube, die haben sich auch mit pH geschrieben.
00:05:54: Weiß ich nicht genau.
00:05:55: Ist ja total fat.
00:05:57: Ja,
00:05:57: oder?
00:05:57: Ja,
00:05:58: auch mit pH geschrieben.
00:05:59: Ja, genau.
00:06:00: Ich habe unlängst als Wunschtitel mitgebracht gehabt, als Free und Cantaloupe, und hatte dabei eigentlich vergessen zu erzählen, dass mich das an euch erinnert, an die FAS.
00:06:11: Also ihr seid nicht ganz so grubig, ihr seid ein bisschen mehr zurückgelottengenommen.
00:06:15: Aber ich habe gedacht, das ist vielleicht eine große Inspirationsquelle für euch gewesen.
00:06:18: Und ich persönlich meine Meinung damals als junger Typ noch.
00:06:23: war denen als Freeloid ziemlich dankbar, weil sie solche Projekte, solche Bands wie euch ermöglicht hatten.
00:06:29: Aus Deutschland gute Musik, international erklingende Musik, mit der man sich nicht schämen musste, wenn man sie im Army vorgestellt hat.
00:06:36: Das ist gut.
00:06:37: Ne, vor allem, man hat ja plötzlich auch, es war ja auch immer eine Lektion in Geschichte, Musikgeschichte, weil man kannte ja oft manche Sachen gar nichts.
00:06:45: und wenn man gar nicht und wenn man dann diese Samples gehört hat und plötzlich gemerkt hat, oh, die kommen ja von da und da, da haben sich ja noch mal ganz neue Welten aufgetan.
00:06:53: Also dieses Clown sozusagen als Lernmoment war eigentlich auch immer wichtig.
00:06:58: Clown klingt jetzt so schlimm.
00:07:00: Sample.
00:07:00: Genau.
00:07:02: Und du hast ja auch, ja, ich würde mal sagen, so als Auftragsmusikerin gearbeitet mit Personen, die ich zum Teil auch selber persönlich kenne, DJ Bobo zum Beispiel.
00:07:11: Ja.
00:07:12: Den habe ich, also ich glaube ich vier oder fünf Mal interviewt.
00:07:15: Der kannte im Schluss sogar meinen Namen.
00:07:17: Super, lieber Kerl DJ Bobo oder der René.
00:07:20: Der René.
00:07:21: Genau.
00:07:22: Du hast mit ihm auch zusammengearbeitet.
00:07:24: Genau.
00:07:24: DJ Bobo hatte tatsächlich eine Show.
00:07:26: Das war so eine der ersten Castingshows, die es gab.
00:07:29: Die ist auch völlig in der Versenkung verschwunden, leider.
00:07:31: Die DJ Bobo Show.
00:07:32: Und da gab es tatsächlich irgendwie ... Da war ich noch ... Ach Gott, das war ja ewig her.
00:07:37: Ich weiß gar nicht, wann das war.
00:07:39: Aber in den Sieben und neunzig oder so, ich hab hier irgendwo noch einen Pokal rumstehen.
00:07:43: Und da hieß es dann, ja, wollen Sie da mitmachen?
00:07:46: und so.
00:07:47: Dann hab ich mich da vorgestellt.
00:07:48: Und da waren unterschiedliche Dash ... Die meisten waren Hobby-Sänger und ich war in der Zeit, aber schon hatte da schon mit einer Partyband extrem viel Tanzmucke und Gott weiß was so gemacht.
00:07:59: Und bin dann da, hab dann da mitgemacht und die Show war in zwei Teilen.
00:08:03: Und da gab es am Anfang der Show den Gesangsteil, wo man sich da vorgestellt hat und was gesungen hat.
00:08:09: Da hab ich dann Bad of Roses von John Bon Jovi, wurde mir da aufgedrückt, was ich singen sollte.
00:08:15: Und auch nur ganz kurz und so weiter.
00:08:17: Und der zweite Teil war dann noch so eine Game ... wo man dann noch irgendwelche Sachen raten musste.
00:08:23: Und es gab, glaube ich, hundert Punkte zu vergeben bei dem Gesang vom Publikum.
00:08:28: Und ich habe davon sechsundsechzig Punkte gekriegt bei sechs ... Kandidaten.
00:08:33: Und dann war ich natürlich, also mit sixty-sechzig Punkten war ich so auf, also es war so, ich habe dann einfach gedacht, hey, ich gewinne das Ding jetzt, weil die Publikum ist eher auf meiner Seite.
00:08:45: Ich habe aber nicht mitgekriegt, dass die Publikumspunkte eigentlich nur Sympathiepunkte sind und gar nicht so zählen, sondern dass man irgendwie am Schluss da eigentlich auch noch die Game Show mitmachen muss.
00:08:55: Und ich war so high, dass durch diese Punktzahl, dass ich alles richtig geraten hab.
00:09:00: Es war unglaublich, da gab's so ein Morph.
00:09:02: Und da musste man so, ob das jetzt Gildo Horn war, musste man raten und so.
00:09:07: Und es waren halt alles Zeitgeistfiguren, die da geraten werden mussten.
00:09:11: Und ich hab alles richtig gemacht.
00:09:12: Ich hab einfach, bevor überhaupt die Frage zu Ende war, hab ich schon draufgehauen.
00:09:16: Hab gesagt, bla, bla, bla.
00:09:17: Und am Schluss hab ich alle geschnitten bei dieser Show, weil sie gesagt haben, ja, du wusstest es doch alles.
00:09:22: Hab ich gesagt, nein.
00:09:25: Ich hatte einfach nur Glück.
00:09:27: Ich hätte gedacht, als ich das gelesen habe, dass du für DJ Bobo da irgendwas gemacht hast, hätte ich gedacht, du wärst eine der Sängerin da im Hintergrund gewesen bei irgendeiner Konzertshow.
00:09:36: Ich war nur auf der Platte da, weil der hatte mich dann irgendwie bei dieser Show erlebt und der war ja auch super nett und hat mir dann danach sogar noch, ich hab dann wie gesagt die Show gewonnen, hat mich dann danach sogar noch gebucht, um ein paar Adlips auf seinem Album zu singen.
00:09:49: Und das fand ich total toll.
00:09:51: Also das hat mir auch so wirklich meinen ... meinen Einstieg auch in die Studiumusik ermöglicht, weil ich hatte schon mal im Studio gearbeitet mit Leuten, die waren nicht so nett wie er und da habe ich irgendwie so fand ich Studio doof und bei ihm war das so nett und da ist der Knoten dann geplatzt und dann habe ich auch keine Angst mehr vom Studio gehabt, weil in so einem Kabuff stehen ist manchmal nicht so schön.
00:10:16: Ich bringe das zu der Frage, wann hast du denn entdeckt erstens dein musikalisches Gehen?
00:10:20: Zweitens, deine Stimme, denn die Gesangstimme, wow, auch Gänsehaut mäßig.
00:10:25: Also,
00:10:26: ich habe mit drei wollte ich erst Eisverkäuferin werden.
00:10:28: Und dann, kurze Zeit später, habe ich gedacht, ja, ich glaube, ich will doch lieber Sängerin werden.
00:10:33: Und da meine Eltern das mit der Eisverkäuferin auch schon nicht ernst genommen haben, haben wir gedacht, dass mit der Sängerin geht auch vorbei.
00:10:38: Und ich habe dann immer so Hitparade und Disco und so geguckt, da lebten wir noch in Deutschland.
00:10:44: Und wollte immer auf einen kleinen Schemel auftreten, weil ich da die Bühne brauchte und so mit so einer spanischen Rad.
00:10:50: Und meine Mutter hat dann immer gesagt, nein, stelle dich mal auf die Zeitung, das muss reichen, dann habe ich da wieder Rassel.
00:10:56: Und das war schon ganz früh klar, ich will unbedingt Sängerin sein.
00:11:00: Und das ist auch nie weggegangen.
00:11:03: Also dann in der Schule gab es dann Schulchor und Schulaufführung.
00:11:07: Da war ich zwar immer zweite Wahl, weil die Tochter der Musiklehrerin war die erste Wahl.
00:11:15: Selbst
00:11:15: die Arbeitsbeziehungen dann.
00:11:17: Aber da lernt man auch einiges davon.
00:11:20: Man lernt Bescheiden zu werden.
00:11:23: Und dann am Schluss haben Leute immer gesagt, bist du viel besser als die.
00:11:25: Wieso ist die denn die Hauptrolle?
00:11:27: Na ja, klar.
00:11:28: Manchmal ist es halt so.
00:11:31: Du hast gerade schon angedeutet, du hast nach Deutschland gelebt.
00:11:35: In der Jugend bist du dann aber mit deinen Eltern nach Gambia gegangen, oder?
00:11:40: Nee, nach Liberia.
00:11:42: Im Schuldigen.
00:11:44: Afrika ist nicht so schlimm.
00:11:46: Also Liberia ist, meine Mutter ist ja Deutsche.
00:11:51: Ich sage, meine Mutter ist eine reinische Frohnatur.
00:11:53: Mein Vater ist Liberianer.
00:11:54: Mein Vater hat in Aachen studiert und die haben sich da auch in Leverkusen, wo meine Mutter herkommt, kennengelernt.
00:12:02: Als er zu Ende studiert hat, wollte er gerne zurück, weil er Architektur studiert hatte und gerne dann in Liberian Geschäft aufmachen wollte.
00:12:09: Und da ist meine Mutter, die sowieso irgendwie aus Leverkusen kam, wo sowieso alles kaputt war und gesagt hat, Gottes Willen, hier will ich nicht bleiben, war dann hoch hell auf begeistert und gesagt, dann gehen wir hin und so.
00:12:21: Und dann sind wir da hingereist irgendwie, da war ich sechs.
00:12:25: Und mit achtzehn bin ich dann auch Deutschland zurückgekommen.
00:12:28: Wie war das?
00:12:29: Hattest du schon, warst du schon alt genug, um einen Kulturschock mitzukriegen von Deutschland nach Liberia?
00:12:35: auf jeden Fall, weil ich war halt ein richtig deutsches Mädchen.
00:12:40: Ich konnte auch kein Englisch damals und die Liberia ist halt wirklich ein, also Afrika ist so anders als das, was man hier so kennt.
00:12:50: Vor allem damals war Deutschland ja auch noch so ruhig und so spießig und da eine Wildheit am Start und das Essen war anders, die Luft war anders.
00:12:59: Also ich habe mich da eigentlich sehr Wohlgefühlt.
00:13:02: am Anfang ist das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat.
00:13:05: Mir hat der Rheinische Sauerbraten meine Omarier fehlt.
00:13:09: Es gab dann nur so komische Dinge, wie meine Mutter das dann gleich am Anfang mit mir auf den Markt gegangen hat, gesagt, komm, wir gucken mal, was hier schönes gibt.
00:13:16: Und dann waren da wirklich tatsächlich so getrocknete Affenhände auf einem Tisch.
00:13:21: Und dann habe ich immer geglaubt, dass die mir das so unterjubeln wollen beim Essen.
00:13:25: Und dann habe ich, glaube ich, die ersten zwei Hörer nur weißen Reis gegessen.
00:13:28: Und deswegen kann ich auch so gut kochen, weil mit Ellen hat meine Mutter dann gesagt, du langweilst dich doch immer, dann kocht doch mal was Schönes.
00:13:35: Da hat mir irgendwie so ein Kochbuch hingelegt und da war so ein Macaroni-Auflauf, dann habe ich den gekocht und er sagt, das machst du aber richtig gut.
00:13:42: Dann habe ich gesagt, ja, kann ich morgen das und das kochen?
00:13:44: Bringst du mir das mit?
00:13:46: Dann hat meine Mutter immer westliches Essen gekauft, weil ich so schön gekocht habe.
00:13:51: Und dann konnte ich immer das essen, was ich wollte.
00:13:54: Das war fantastisch.
00:13:55: Ich meine, was man für Musik hört und macht und Instrumente in Deutschland und Europa, das kennen wir alles.
00:14:02: In Afrika gibt es dann doch auch ganz andere Musik.
00:14:06: Hattest du da da schon Berührung mit der Musik damals oder kam das erst viel später?
00:14:10: Klar,
00:14:11: ich wollte ja immer Sängerin sein.
00:14:13: Das Problem in Liberia ist, dass die indigene libanische Musik sehr von Trommeln dominiert wird und von sehr nasalen westafrikanischen Chorgesängen.
00:14:24: Und da gibt es dann eigentlich immer eine Hauptstimme, die dann so vor singt und dann singt halt der Chor nach.
00:14:31: Die singen dann meistens auch in den indigenen Sprachen.
00:14:34: Und die Trommeln sind halt sehr ...
00:14:36: Dominant.
00:14:37: Dominant.
00:14:38: Und Trommeln ist ... Ich weiß Trommeln.
00:14:41: Trommeln.
00:14:41: ohne Trommeln würde ich mein Leben nie ... mein Leben auf der Bühne nie bestreiten können.
00:14:47: Aber das war mir eigentlich fast ein bisschen zu heftig.
00:14:49: Was aber dann von der Seite kam ... Liberia ist ja durch die ehemaligen afrikanischen Sklaven, die zurückgingen nach ... Afrika, um da eine Kolonie oder ihre eigene, ihr eigenes Land zu gründen, kam halt unheimlich viel amerikanische Musik rüber und da haben wir halt so Soul und sowas gehabt und das hat mich natürlich doch früh geprägt.
00:15:11: Mein Vater hat auch sehr viel Soul gehört und da kam dann halt so Sachen wie Percy's Ledge und sowas kam dann da rüber und da habe ich dann einiges so an an richtig geiler Musik auch mitgekriegt.
00:15:23: Also die afrikanische Musik gibt's natürlich auch, ne?
00:15:26: Da gab's so dann so viel diese afrikanische Gitarre und so Songs wie Sweet Mother, eine Waffe, get you.
00:15:34: Auch sehr schön liebig bis heute.
00:15:36: Also es war eine bunte Mischung, ja?
00:15:38: Zu Gast im Studio ist Pat Ableton, Musikerin und hat lange in Afrika gelebt, hat einen afrikanischen Vater.
00:15:45: War ja recht ungewöhnlich, dass ein Afrikaner eine Deutsche geheiratet hat.
00:15:51: Hast du das mitbekommen, dass das ungewöhnlich war in der damaligen Zeit oder war das überhaupt gar kein Thema?
00:15:58: Also, ich habe nicht so viel mitbekommen davon, weil ich war so ein süßes Kind, dass ich überall wohl gelitten war.
00:16:03: Und alle immer ach, was ist das denn für eine ... Also, meine Mutter hat am Anfang es mit mir in Aachen.
00:16:09: im Kinderwagen rum und dann hat so eine Frau reingeguckt und die hat dann so in den Kinderwagen reingeguckt und dann gesagt, ach ist dat ein lecker Blach, ist dat ein Chines.
00:16:21: Also kannst du dir vorstellen, dass es schon irgendwie, also die Leute waren, also ich glaube meine Oma, die war vielleicht konsterniert, hat sich es aber irgendwie nicht anmerken lassen, weil der Opa war schon lange im Krieg gefallen und der hatte sowieso nicht mehr zu sagen.
00:16:36: Und wie gesagt, das waren Frauenhaushalt, meine Mutter, ihre Mutter und meine Tante.
00:16:42: Und mein Vater war so charmant und sah auch super gut aus.
00:16:46: Und da gab es eigentlich nicht viel, keine Probleme eigentlich.
00:16:51: Die haben sich dann da irgendwann, weil meine Mutter wollte das auch unbedingt, die hat es dann auch durchgesetzt.
00:16:55: Und ich hab davon eigentlich nicht so viel mitgekriegt.
00:16:59: Sehr schön.
00:16:59: Dass es da Ressentiments gab.
00:17:01: Und umgekehrt in
00:17:02: Afrika?
00:17:03: In Afrika muss sich tatsächlich meine Mutter öfters mal verteidigen gegen irgendwelche Typen, die versucht haben, meine Mutter abzuziehen.
00:17:10: Tatsächlich so mit... irgendwelchen Geschichten, meine Mutter ist dann Auto gefahren und ist durch eine Pfütze gefahren und dann kam eine Ansage, hier meine Hose ist wegen dir, weißer Katze, du hast meine Hose irgendwie zerstört und so und du musst mir jetzt die Reinigung bezahlen.
00:17:27: und mit dieser weißen Katze hat er eine super Vorlage gehabt, weil ich konnte auch dieses liberärische Engelstand relativ schnell.
00:17:34: und dann habe ich gesagt, was?
00:17:36: Du hast meine Mutter weiße Katze genannt, weil dann liefen natürlich so viele Leute zusammen und ich habe dann den Leuten gesagt, Schaut her, er hat meine Mutter beschimpft.
00:17:44: Das Schlimmste, was man in Afrika machen kann, ist, die Mutter zu beschimpfen.
00:17:48: Dann waren die alle auf meiner Seite, dann waren wir raus da.
00:17:52: Da muss ich sagen, meine weiße Mutter hatte da schon auch zu kämpfen.
00:17:57: Manchmal.
00:17:58: Wobei die Familie meines Vaters, die auch wirklich herzlich aufgenommen hat.
00:18:03: Ich hab da nichts vorhin gespürt, dass es da irgendwelche Ressentiments gab.
00:18:07: Meine Mutter war auch immer sehr offen und sehr freundlich.
00:18:10: haben alle meine Mutter geliebt.
00:18:11: Das war schon sehr schön, anzusehen.
00:18:14: Du hast so viele Afrika-Erfahrungen, dass ich richtig überrascht bin, dass du einen westlichen Titel als Lebensverändernd angegeben hast.
00:18:23: Was hast du mitgebracht?
00:18:24: Ja, ich habe tatsächlich Music What's My First Love mitgebracht, wo ich schon mit den Augen gerollt habe, innerlich, weil ich gedacht habe, oh Gott, das kann keiner mehr hören, weil irgendwie, ich kenne das so in meinem Freundeskreis, dass wenn du den Song so bringst, oh Gott, ist das pathetisch, ja.
00:18:38: Heutzutage darfst du ja eigentlich nicht mehr pathetisch sein.
00:18:40: Große Gefühle sind ja irgendwie so ein bisschen aus der Mode gekommen, ja.
00:18:45: Und dieses Lied hat mich aber so geprägt, weil ich hatte das unter, auf dem Kopfhörer.
00:18:51: damals bin ich am ... Neckar spazieren gegangen und hab so gedacht, ich muss irgendwie glaube ich jetzt tatsächlich Sängerin werden und zwar muss alles andere, weil ich hatte als Sekretärin damals gearbeitet und hab dann so gedacht, ich muss das jetzt abstellen.
00:19:06: Ich muss jetzt anfangen, sonst wird es zu spät sein und ich muss mich jetzt da rein stürzen mit allen Höhen und Tiefen.
00:19:13: und ich hörte diesen Titel und plötzlich brach da, weil das war so wolkig, es hatte geregnet irgendwie und dann brach so ein Sonnenstrahl durch die Wolken und ich hörte zu music was my first love und die Geigen spielen und ich dachte das ist das Zeichen.
00:19:27: und dann dachte ich das war eigentlich der Beginn meiner Karriere wo ich dann gedacht habe okay ich muss jetzt sehr zum Leitwesen meiner Eltern die mich dann erst mal irgendwie die ich dann besuchte und die mich dann erst mal zu Hause gehalten haben weil ihnen peinlich war dass ich jetzt da echt in die Musikbranche einsteigen will.
00:19:43: mein Vater fand das ganz schrecklich.
00:19:47: Meine Frau ist ja Chinesin, das heißt, sie ist auch relativ hohem Alter, also mit dreißig Jahren oder so erst nach Deutschland gekommen, hat also einen ganz anderen kulturellen Hintergrund als ich, auch musikalisch natürlich, weil die hat natürlich chinesische Musik gehört und weniger westliche Musik.
00:20:03: Und das ist so ein Titel, den du gerade genannt hast.
00:20:06: den ich dann auch gerne mal vorspielen und frage, kennst du den?
00:20:09: Und den kennst du dann zum Beispiel nicht?
00:20:11: Und das ist das Tolle bei ihr.
00:20:13: Man kann ja immer wieder Musik vorspielen, die wir alle kennen, sie aber nicht.
00:20:18: Und man kann dann diese Musik mit ihr gemeinsam entdecken und dann eben fragen und darüber sprechen, wie gefällt ihr das?
00:20:24: Und das ist ein Titel, der richtig schön lang ist, was ja heutzutage eher seltenheitswert hat durch Spotify.
00:20:32: Bei uns hier im Podcast herrscht ja so ein ... Eine Art unausgesprochener Wegbewerb.
00:20:38: Wer bringt den Titel mit der und schnappt ihn den anderen weg?
00:20:41: Ich weiß nicht, ich weiß zum Beispiel, ich habe dem Max hört von Johnny Cash weg geschnappt, ohne es zu wissen, aber den hätte er auch gefragt.
00:20:48: Ich kann dir sagen, du hast heute den Titel Music weggeschnappt von John Pappen.
00:20:53: Hätte ich auch genommen, das wissen die Stammhörer ja auch schon mit so Bombast-Klassik hinten raus, kriegst du mich immer.
00:21:01: Ja,
00:21:02: diese
00:21:02: Geigen.
00:21:04: Wenn's hinten so aufgeht, boah, jetzt beim Drüber sprechen können sie hauen.
00:21:09: Absolut.
00:21:10: Wobei man sagen muss solche Sachen wie rondo bin jetzt ja nur das war mir zu schmalzig das war ja
00:21:14: das ist kann man nicht vergleichen es muss schon pop ist muss schon pop musik sein.
00:21:18: und ich meine da muss ich sagen da bin ich auch in deutschland dann als ich zurückkam nach deutschland gut sozialisiert worden.
00:21:24: durch den SWF damals noch, mit Frank Laufenberg und Elma Hörig und diese ganzen Leute, die haben mir halt irgendwie auch noch mal die westliche Musik nahe gebracht, die mir gefehlt hat in der Zeit, als ich in Afrika war.
00:21:39: Wir haben natürlich viel, so damals, achtziger Jahre Musik gehört und so, klar, die Charts und so.
00:21:45: Aber so richtig tiefer eingedrungen bin ich erst, als sie wieder zurückkam.
00:21:49: Und deswegen war John Miles dann auch so eine Offenbarung für mich, weil ich das zum ersten mal gehört hatte, wie man Pop so, ich war Queen-Fan auch und so was, da gab es natürlich auch schon solche Anleihen dann so Klassik, aber das war, also da ist mir echt das Herz aufgegangen.
00:22:07: Überallt unsere Titel anhören?
00:22:09: Kein Problem.
00:22:10: Bei Spotify und Deezer gibt's unsere Playlist, Soundtrack of Life.
00:22:16: Andreas, was hast du denn mitgebracht?
00:22:18: Ich hoffe doch, ein bisschen afrikanische Musik würde ja gut passen.
00:22:20: Total.
00:22:21: Ich hatte mir überlegt, wir haben schon so lange keinen deutschen Titel mehr gehabt.
00:22:26: Und ich möchte mal ein bisschen weiter ausholen.
00:22:28: Viele fragen sich ja, ich bin als Musiksjournalist.
00:22:31: Viele fragen mich, wie läuft denn so ein Interview mit Stars ab oder mit Musikern ab?
00:22:36: Das könnte ich hier Pat auch fragen, die könnte aus ihrer Warte erzählen.
00:22:39: Ich möchte es aus meiner Warte kurz umreißen.
00:22:42: Natürlich ist es manchmal so, wie man sich das Landläufe vorstellt.
00:22:45: Da sitzt ein Typ vom Radium mit dem Mikrofon und hält dem gegenüber das Mikrofon und der in Nase und fragt ein paar Fragen.
00:22:51: Es kann aber auch ganz anders laufen.
00:22:53: als Beispiel zum Beispiel so eine, was war das, New Jazz-Sängerin aus London, Luma, die ich vor einigen Jahren in Gloria, vor dem Gloria in Köln im Tourbus hatte.
00:23:03: Und zehn Minuten des Interviews waren so ganz normal.
00:23:05: Und dann stellte ich die, die hat erzählt auch, ich war gestern in Tokio und komm gerade, da sind wir nach Paris geflogen, da hatte ich noch einen kurzen Auftritt in, was weiß ich nicht, wie heißen die, Elfnack, Plattenladen.
00:23:17: Und sie weiß grad nicht, wo sie, ich hab gesagt, du bist in Köln.
00:23:20: Aber wenn du so rumreißt, das war ihr erster Durchbruch mit dem sie rumgereist war, es war auch gute Musik.
00:23:26: Wenn du so viel rumreißt, sag mal, was machen deine Freunde eigentlich zu Hause?
00:23:30: Und dann ... Ab da war vorbei.
00:23:31: Sie konnte nicht mehr aufhören zu heulen.
00:23:34: Mindestens eine Stunde.
00:23:35: Irgendwann kam die Tourmanagerin und sagte, hör mal, wir können jetzt aufhören.
00:23:41: Und sie meinte, ne, ne, lass mal, ich versuche weiterzumachen.
00:23:43: Und sie war wirklich tappt, aber sie konnte aufgrund dieser Frage nicht mehr.
00:23:46: Das Interview ist nur zehn Minuten lang geworden.
00:23:49: Und so, was ich hinaus möchte, ist manchmal hat man eben Interviews, in denen man auch emotional wird.
00:23:56: Zum Beispiel bei, ja, möchte ich sagen, mein Kumpel Polmann weiß nicht, ist zu weit, aber wir verstehen uns auch ganz gut.
00:24:02: Er hat, hat einen kleineren, wenn es Sommer wäre, das war.
00:24:06: Also nicht in den Ende der Neunziger, würde ich sagen.
00:24:09: Und seitdem kannten wir uns und dann hat er immer neue Platten rausgebracht und da waren immer ausgesprochen gute Musiktitel drauf, die textlich sehr anspruchsvoll waren und musikalisch sehr eingängig.
00:24:21: Und auf dem Album Falschgold Richtig, da habe ich mal wieder mit ihm sprechen dürfen, hatte ein Titel in deinen Schuhen.
00:24:28: Und das war so eine beschwingte Nummer.
00:24:30: Wir gingen so la la la la.
00:24:32: Und der Text war so ein bisschen, um was geht's denn da?
00:24:35: Habe ich nicht verstanden?
00:24:36: Hat er mir denn erzählt, als ich ihn gefragt habe?
00:24:38: Und auch wenn ich heute den Text höre, weiß ich gar nicht, warum ich ihn damals nicht verstanden habe.
00:24:43: Es geht darum.
00:24:44: Sein älterer Bruder ist früh gestorben.
00:24:47: Es hat ihn natürlich enorm mitgenommen und er hat sich die Schuhe von seinem toten Bruder... genommen als der aufgebartelag und hat sie versteckt viele jahre und konnte weder über den tot sprechen noch hat er die schuhe an die schuhe gedacht.
00:24:59: irgendwann sind ihm wieder in die hände gefallen und er hat sie angezogen dass darin gelaufen also nicht nur im übertragenen sinn sondern richtig darin gelaufen.
00:25:08: und dann hat er auch da Und so konnte er seine Trauer bewältigen, um den verstorbenen Bruder, dass er eine so große Lücke hinterlassen hat in seinem Leben.
00:25:18: Und als er das erzählt hat, ich weiß nicht, wie es ihm ging, also ich möchte ihm da nicht so nahe.
00:25:24: Ich wusste weinen, als er das erzählt hat, weil es so eine herzergreifende Geschichte war.
00:25:29: Und dann tatsächlich, ja, musste ich in kurzer Auszeit bitten, um mich da wieder zu fassen.
00:25:37: Er hat dann gesagt, also... Die Nummer kann ich sicher nicht live singen.
00:25:41: Und ich habe ungelogen neunzig Tags gebraucht, bis ich sie im Studio eingesungen hatte.
00:25:47: Also auch an ihm ist diese Nummer nicht spurlos vorbeigegangen.
00:25:50: Ja, das war die Geschichte von in deinen Schuhen von Pohlmann.
00:25:55: Übrigens, Pohlmann ist live im Erlebnis.
00:25:57: Ganz großes Kino und das sage ich nicht leichtfertig.
00:26:00: Und ich finde, wir sollten ihn mal einladen.
00:26:03: Für eure Fragen, Anregungen, Kritik und Kommentare gibt es eine E-Mail-Adresse soundtrackoflife.atgmx.de.
00:26:13: So schnell neigt sich eine Sendung.
00:26:16: Dem Ende entgegen.
00:26:17: Und bevor wir Schluss machen, würde ich sagen, Jerome, was hast du mitgebracht?
00:26:21: Ja,
00:26:22: normalerweise bring ich ja Musik mit, wo ich sagen kann, das ist ein bestimmtes Ereignis, wo mich das betroffen hat, dieses Stück Musik oder das hat eine ganz besondere Bedeutung.
00:26:32: Dieses Stück hat eine besondere Bedeutung für mich, aber ich kann ja nicht mal genau sagen, welche Bedeutung das hat.
00:26:37: Es ist einfach so, wenn ich diesen Titel höre, dann blühe ich innerlich auf.
00:26:43: Ich finde die Melodie wahnsinnig schön, ich finde die Stimme wahnsinnig schön, ich finde die Instrumentierung wahnsinnig schön.
00:26:49: Wenn diese Musik läuft, zeichnet das für mich ein Bild vor meiner Augen von Natur, von Irland.
00:26:59: Ja, also so saftig, grüne Wiesen, das Meer, das an die Felsen knallt.
00:27:05: Die Spreche von den Wings und Mall of Quintire.
00:27:09: Die Wings, eine Band, die zwischen neun bis einsiebzig und einundachtzig bestand.
00:27:13: Paul McCartney war der Big Boss dieser Band und ... Ich kann es mir auch nicht erklären.
00:27:18: Ich kriege Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre.
00:27:20: Ich höre es wahnsinnig gerne.
00:27:22: Wenn ich das höre, konzentriere ich mich auf diese Musik und lausche jedem einzelnen Ton.
00:27:27: Und das geht mir einfach richtig, richtig gut.
00:27:29: Und das schon seit vielen, vielen Jahren.
00:27:31: Also wenn ich so das Gefühl habe, mir geht es nicht so gut, dann Kopfhörer auf, Musik an Anschlag und genau dieses Lied hören.
00:27:38: Ich weiß nicht, ob du ... bei diesem Stück auch so empfindest, Pat, oder ob das Musik ist, zu der du einen Bezug hast.
00:27:44: Doch, genau das Gleiche.
00:27:46: Es geht mir genauso.
00:27:47: Also ich höre dieses Lied und es tun sich irgendwie, es tut sich einfach so eine karige Küste auf.
00:27:53: Eine windgepeitschte, wellengepeitschte Küste, die ich irgendwie, ich bin als kleines Kind mit meinen Eltern öfters mal in Schottland gewesen, weil mein Vater hat das da so toll gefunden.
00:28:04: Und so diese kargen Landschaften, die habe ich immer schon geliebt.
00:28:08: auch diese am Schluss diese... Backpipes.
00:28:12: Mir fällt das Wort nicht ein.
00:28:14: Also der Dudelsack irgendwie, der da noch klingt.
00:28:16: Also das ist einfach so.
00:28:18: die Kombination zwischen Pop und wie da eine andere, also Volk oder volkstümlicher Musik, finde ich einfach eine tolle Mischung.
00:28:27: Und wir hatten den witzigerweise, lief der bei uns, On Heavy Rotation, in dem neuen Auto, was mein Vater bestellt hat, da war eine Kassette freiaus drin, BMW Freude.
00:28:41: Und da lief sozusagen dieser Titel auch.
00:28:44: Und deswegen haben wir den ständig gehört.
00:28:45: Und deswegen ist der.
00:28:46: jedes Mal, wenn ich den höre, freue ich mich und denke an diesen ollen BMW, auf den mein Vater so stolz war.
00:28:53: Jerome, du hast schon mitgekriegte Pet hat zwischen den Zeilen deine Illusion oder die Vorstellung von diesem Titel zerstört, denn es geht gar nicht um Mörland, es geht um Schottland.
00:29:01: Nein, tut es nicht.
00:29:02: Nee, es geht um Mörland.
00:29:04: Es geht tatsächlich
00:29:05: um Schottland in dem Titel.
00:29:06: Ach echt?
00:29:07: Ach komm.
00:29:07: Der Mollackentreier ist eine halbe Insel in Schottland.
00:29:11: Pass auf.
00:29:11: Ach echt?
00:29:12: Pass auf, ich war weder in Irland, noch war ich in Schottland.
00:29:16: Ich hatte es immer nur bis zur Bretagne gereicht.
00:29:18: Ich war nie dort.
00:29:20: Aber es geht mir um die Landschaft.
00:29:22: Ich denke mal, in Irland und in Schottland ist die Landschaft sehr ähnlich.
00:29:26: Ich sag das jetzt einfach mal, ohne jemals dort gewesen zu sein.
00:29:29: Aber es ist beides eine zerklüftete Küste, es ist beides eine saftig grüne Geschichte.
00:29:35: Und das ist das, was könnte irgendeine Landschaft sein?
00:29:39: Das ist ein Sehnsuchtsort.
00:29:40: Ja, genau.
00:29:41: Genau, absolut.
00:29:43: Und das baut sich halt vor meinen Augen auf.
00:29:45: Und da ich ja unheimlich gerne, das habe ich ja schon öfter gesagt, in die Bretagne fahre, ja, ist das eben, gehört das zu meinem See, ich hätte auch sagen können, das sieht aus wie in der Bretagne, wobei in der Bretagne ist es, glaube ich, einfach, sind einfach mehr Menschen unterwegs als in diesen etwas einsameren Gegenden in Irreland oder in Schottland.
00:30:04: Und deswegen baut sich da eher diese Landschaft für mich aus.
00:30:07: Also eine menschenleere Landschaft, aber eben mit dieser Natur und diesen Gewalten des Meeres und den Backpipes.
00:30:15: Eigentlich ein Instrument, das ich gar nicht so gesehen mag.
00:30:18: Ich habe das schon oft live gesehen.
00:30:20: Ich kannte sogar mal jemanden, der das gespielt hat.
00:30:23: Und ich finde, dass es eher, also wenn es nur Backpipes sind, gibt es auch Stücke, wo nur Backpipes spielen, kann man sich auch anhören an diese Trommeln dabei, finde ich das eher nerviges Instrument.
00:30:33: Aber in diesem Stück ... Sowohl dosiert und mit dieser wunderschönen Melodie herrlich.
00:30:38: Aber gerade die britannische Musik die kennt ja auch eben Dudelsäcke.
00:30:42: Ja, natürlich.
00:30:42: Richtig.
00:30:43: Und wusstest du übrigens ein kleines Schmanklugscheißer
00:30:48: hier oder was?
00:30:49: Ein kleines Schmanklug über Mall of Kentire.
00:30:51: Das war die einzige Single von Paul McCartney und den Wings, die in der DDR veröffentlicht worden ist und da sogar verkauft hat.
00:30:58: Wow, gar nicht.
00:30:59: Ja.
00:31:00: Gut.
00:31:01: Mit dem kleinen Klugscheißerchen.
00:31:03: Beendet mir die Sendung.
00:31:05: Per Deppelton war bei uns zu Gast.
00:31:07: Danke schön, dass du da warst.
00:31:09: Danke für die Einladung.
00:31:10: Kommt
00:31:10: gerne mal irgendwann wieder und erzähl uns neue Geschichten.
00:31:14: Ja?
00:31:15: Noch einige.
00:31:15: Sehr
00:31:15: gerne.
00:31:16: Gerne.
00:31:17: Alles Gute.
00:31:17: Tschüss, Per Deppelton.
00:31:18: Tschüss.
00:31:19: Gehabt euch wohl.
00:31:20: Gut dich auch.
00:31:21: Tschau hier rum.
00:31:22: Tschüss, Andreas.
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